ZwangsversteigerungGewerbeobjekt in Schönau, Baden-Württemberg
Versteigerungstermin
heuteFr., 23.10.2026 · 08:45 Uhr
Verkehrswert
475.000 €
Wohnfläche
508 m²
Grundstück
663 m²
Baujahr
1900
KI-Dossier
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Zusammenfassung
Zum Aufruf kommt eine historisch gewachsene Mehrfamilienhausanlage mit Gaststättengewerbe und Nebengebäuden in zentraler Ortslage von Schönau (Odenwald). Das um ca. 1900 errichtete Ensemble umfasst ein Vorderhaus, einen seitlichen Anbau, ein Hinterhaus, ein Hof-Nebengebäude sowie eine Scheune auf einem 663 m² großen Grundstück. Die Liegenschaft weist eine geschätzte Wohnfläche von ca. 508 m² verteilt auf 10 Einheiten sowie rund 150 m² gewerbliche Nutzfläche auf. Der Sachverständige hat den Verkehrswert zum Stichtag 14.01.2026 im Ertragswertverfahren auf 475.000 € festgesetzt. Es besteht erheblicher Sanierungs- und Instandsetzungsbedarf (u. a. defekte Heizungsanlage, Feuchteschäden, Wasserschaden) mit gutachterlich bezifferten Kosten von rund 100.000 €. Zudem bestehen gravierende rechtliche Unsicherheiten bezüglich der baurechtlichen Genehmigung der Wohneinheiten, und das Mietverhältnis über 4 Einheiten mit der Stadt Schönau ist zum 30.11.2026 gekündigt.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Das Objekt richtet sich primär an erfahrene Investoren und Projektentwickler mit baurechtlichem Know-how und handwerklicher Sanierungskompetenz. Den theoretisch beachtlichen Ertragschancen aus 10 Wohneinheiten und einer Gaststätte stehen erhebliche bauliche Mängel sowie gravierende Risiken bezüglich der Genehmigungssituation gegenüber. Bieter müssen neben dem Erwerbspreis ein substanzielles Sanierungsbudget von mindestens 100.000 € für Heizungserneuerung, Feuchtebeseitigung und Brandschutznachweise einkalkulieren. Vor Gebotsabgabe sollte dringend eine baurechtliche Klärung mit dem Bauamt bezüglich Bestandsschutz und Nachgenehmigung der Einheiten angestrebt werden.
Chancen
Mietpotenzial +170 %: Die hinterlegte Marktmiete liegt über der Istmiete (1.523 € -> 4.118 € p. M.).
Risiken
Ausführliches Dossier
Das Bewertungsobjekt Hauptstraße 5 in 69250 Schönau umfasst eine historisch gewachsene Mehrfamilienhausanlage mit Gaststättennutzung und diversen Nebengebäuden auf einem 663 m² großen Grundstück (Flurstück 1440). Das Ensemble gliedert sich in ein dreigeschossiges Vorderhaus, einen seitlichen Anbau, ein zweigeschossiges Hinterhaus, ein Hof-Nebengebäude (Waschküche/Lager) sowie einen zweigeschossigen Scheunenbau und rückwärtige Grünflächen. Das ursprüngliche Baujahr liegt um ca. 1900 (Vorderhaus spätestens 1913 nachweisbar). Insgesamt sind ca. 508 m² Wohnfläche (10 Einheiten) und rund 150 m² Gewerbefläche vorhanden. Schönau ist eine ländlich geprägte Kleinstadt im Rhein-Neckar-Kreis mit stabiler Grundversorgung und guter Erreichbarkeit der Zentren Eberbach und Heidelberg. Der bauliche Zustand ist überwiegend renovierungs- und instandsetzungsbedürftig. Die ursprüngliche Ölheizung ist defekt und außer Betrieb, weshalb die Beheizung derzeit provisorisch über direkte Strom-Radiatoren und Elektroboiler erfolgt. Zudem bestehen gravierende Bauschäden: In Einheit 2-2-1 liegt ein massiver Wasserschaden vor (Mietzahlung seit August 2024 eingestellt), im Keller zeigen sich starke Durchfeuchtungen und Schimmelbildung, Einheit 1-1-1 weist unfachmännische Elektroinstallationen auf und an der Hinterhausfassade besteht Sanierungsbedarf. Die Kosten zur Beseitigung der Schäden wurden vom Gutachter mit insgesamt 100.000 € beziffert und wertmindernd als besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale berücksichtigt. In rechtlicher Hinsicht liegt das Objekt im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet „Stadtkern III“ (Laufzeit bis 30.04.2032), wodurch künftig ein sanierungsbedingter Ausgleichsbetrag gemäß § 154 BauGB erhoben werden kann. Auf dem Grundstück lastet zudem eine historische Baulast von 1924 zur eventuellen Fensterschließung gegenüber Flurstück 1439, die jedoch als nicht wertmindernd eingestuft wurde. Das Hauptmietverhältnis über vier Einheiten mit der Stadt Schönau wurde zum 30.11.2026 gekündigt. Die Gaststätte und Monteurzimmer werden ohne gesicherte langfristige Verträge überlassen. Wesentliches Risiko ist die rechtliche Genehmigungssituation der Wohnungen, die nach Bauaktenlage und Auskunft der Behörde unsicher ist. Der festgesetzte Verkehrswert von 475.000 € basiert vollumfänglich auf dem Ertragswertverfahren zum Stichtag 14.01.2026. Das Objekt eignet sich ausschließlich für risikobereite Investoren, die bereit sind, das erhebliche Sanierungsvolumen zu stemmen und die baurechtliche Legalisierung aktiv voranzutreiben.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Vermietet
- Teilweise Innenbesichtigung
Belegung
vermietet
Ein vermietetes Objekt kann für Kapitalanleger passen, ist für Eigennutzung aber deutlich sensibler. Miete, Vertrag und Kündigungslage bestimmen den realen Wert.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 3 K 35-25
Termin
- 23.10.2026 · 08:45 Uhr
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Objekt
- Gewerbeobjekt
- Vermietet
- Teilweise Innenbesichtigung
- 1900
Flächen & Wert
- 475.000 €
- 508 m²
- 150 m²
- 150 m²
- 663 m²
- 663 m²
- 100 €/m²
- 66.300 €663 m² × 100 €/m² · MEA 100 %
Lage
Karte- Hauptstraße
- 5
- 69250
- Schönau
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 100 €/m²
- 663 m²
- 66.300 €
- 475.000 €
- 7,16
- 408.700 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahren
Verfahrensart nicht angegeben
Welche Rechte bestehen bleiben und zum Gebot hinzukommen, hängt davon ab, wer die Versteigerung betreibt. Das steht in der Bekanntmachung und im Gutachten.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte