ZwangsversteigerungLandwirtschaft in Nordharz, Sachsen-Anhalt
Versteigerungstermin
in 97 TagenDo., 28.01.2027 · 09:30 Uhr
Verkehrswert
185.000 €
Grundstück
75.853 m²
KI-Dossier
!
Zusammenfassung
Zum Aufruf kommt ein rund 7,59 Hektar (75.853 m²) großes Ackergrundstück in 38871 Nordharz (Ortsteil Stapelburg) nahe der Bundesautobahn A36. Das Grundstück ist landwirtschaftlich genutzt und ausweislich des Exposés noch bis zum Jahr 2030 verpachtet. Der amtlich festgesetzte Verkehrswert beträgt 185.000,00 €. Als wesentliche Besonderheit liegt die Fläche beinahe vollständig innerhalb des 200-Meter-Korridors entlang der Bundesautobahn A36 und damit im baurechtlich privilegierten Bereich für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Das Vollgutachten lag zur Auswertung nicht vor, weshalb wesentliche wirtschaftliche Kennzahlen wie die laufenden Pachteinnahmen derzeit ungeklärt sind.
Biet-Score
Ausgeglichen
Fazit der KI
Das Objekt kommt in erster Linie für landwirtschaftliche Betriebe zur langfristigen Flächensicherung oder für spekulativ orientierte Investoren im Bereich der erneuerbaren Energien in Betracht. Während die Privilegierung für PV-Freiflächenanlagen an der A36 ein erhebliches Wertsteigerungspotenzial birgt, wiegen die Unsicherheiten hinsichtlich des Naturparks Harz, des Netzanschlusses sowie der bis 2030 bestehenden Pachtbindung schwer. Interessenten sollten vor einer Gebotsabgabe zwingend Einsicht in das vollständige Wertgutachten beim Amtsgericht Wernigerode nehmen und die Einspeisekapazitäten beim örtlichen Netzbetreiber prüfen.
Chancen
Große zusammenhängende Ackerfläche mit einer Gesamtgröße von 75.853 m².
Risiken
Ausführliches Dossier
Zur Versteigerung steht ein landwirtschaftlich genutztes Grundstück in der Gemarkung Stapelburg, Flur 14, Flurstück 93 (Gemeinde Nordharz, Landkreis Harz). Die Fläche umfasst 75.853 m² und liegt nördlich der Ortslage von Stapelburg, eingebettet zwischen dem Flusslauf der Stimmecke und der Bundesautobahn A36. Das Grundstück weist laut Exposé eine durchschnittliche Ackerzahl von 43 auf und ist im Flächennutzungsplan als Fläche für die Landwirtschaft dargestellt. Es liegt im Naturpark Harz, jedoch außerhalb von Wasserschutz- oder nitratbelasteten Gebieten sowie außerhalb ausgewiesener Windenergieflächen. Das Grundstück wird als Ackerland bewirtschaftet und ist ausweislich der vorliegenden Unterlagen bis in das Jahr 2030 verpachtet. Angaben zur Höhe des vereinbarten Pachtzinses oder zu den konkreten Pachtbedingungen liegen in den Kurzdokumenten nicht vor. Ein wesentlicher Aspekt des Grundstücks ist seine unmittelbare Nachbarschaft zur Bundesautobahn A36: Die Fläche befindet sich beinahe vollständig innerhalb des gesetzlich definierten Korridors von 200 Metern ab dem Fahrbahnrand. Gemäß den städtebaurechtlichen Regelungen für erneuerbare Energien sind PV-Freiflächenanlagen in diesem Bereich baurechtlich privilegiert, sodass für eine Errichtung grundsätzlich kein Bebauungsplan aufgestellt werden muss. Rechtlich und wirtschaftlich bestehen jedoch gewichtige Vorbehalte. Das Grundstück liegt im Naturpark Harz; ob Belange des Naturschutzes oder der Raumordnung einer Photovoltaik-Nutzung entgegenstehen, ist ebenso ungeprüft wie der Aufwand für eine Netzeinspeisung. Zudem verwehrt die bestehende Verpachtung bis 2030 dem Ersteher den unmittelbaren Zugriff auf das Areal. Da das eigentliche Verkehrswertgutachten nicht beigefügt war, können etwaige Belastungen in Abteilung II des Grundbuchs nicht abschließend beurteilt werden. Ein Erwerb zum festgesetzten Verkehrswert von 185.000,00 € (rund 2,44 €/m²) bietet eine solide Basis für landwirtschaftliche Kapitalanleger. Eine Realisierung von Photovoltaik-Projekten ist mit erheblichen planerischen und technischen Unwägbarkeiten behaftet und erfordert zwingend vertiefte behördliche Vorabklärungen.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Vermietet
- Nur außen
Ackerland, landwirtschaftliche Nutzung, Größe: 75.853 m², Nähe zur Bundesautobahn A36, Pachtfläche
Belegung
vermietet
Ein vermietetes Objekt kann für Kapitalanleger passen, ist für Eigennutzung aber deutlich sensibler. Miete, Vertrag und Kündigungslage bestimmen den realen Wert.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0012 K 0019/2024
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- 28.01.2027 · 09:30 Uhr
!
Objekt
- Landwirtschaft
- Vermietet
- Nur außen
Flächen & Wert
- 185.000 €
- 75.853 m²
Lage
Karte- Flur 14, Flurstück 93
- 38871
- Nordharz
- Stapelburg
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte