ZwangsversteigerungZweifamilienhaus, Nordrhein-Westfalen
Versteigerungstermin
in 7 TagenFr., 30.10.2026 · 09:00 Uhr
Verkehrswert
125.000 €
Wohnfläche
336 m²
Grundstück
491 m²
Baujahr
1915
KI-Dossier
!
Zusammenfassung
Das Zwangsversteigerungsobjekt ist ein Zweifamilienhaus mit Garage in Borgentreich-Natzungen, das teilweise vermietet ist und einen Verkehrswert von 125.000 € aufweist. Laut Gutachten sind die Wohnflächen 190 m² und 134 m², die marktübliche Jahresmiete wird auf ca. 16.836 € geschätzt. Das Gebäude befindet sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand mit deutlichem Unterhaltungsstau und einem unzeitgemäßen energetischen Standard. Der Gutachter hatte nur teilweisen Innenzugang, da die Garage verschlossen war und technische Anlagen nicht geprüft wurden.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Angesichts des sanierungsbedürftigen Zustands, des unzeitgemäßen energetischen Standards und der komplexen Grundrissqualität ist eine hohe Preisdisziplin für dieses Objekt entscheidend. Die Möglichkeit zur Eigennutzung einer Wohnung und die Vermietbarkeit der zweiten Einheit bieten eine Ertragschance, die jedoch durch den erheblichen Investitionsbedarf und die rechtlichen Unsicherheiten des Überbaus relativiert wird. Vor einem Gebot sollten der tatsächliche Zustand aller Gebäudeteile, die genaue Mietsituation der vermieteten Einheit sowie die potenziellen Kosten für energetische Sanierungen und die Klärung des Überbaus detailliert geprüft werden.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Das zur Zwangsversteigerung stehende Objekt in Borgentreich-Natzungen ist ein Zweifamilienhaus mit Garage, das laut amtlicher Bekanntmachung und Gutachten einen Verkehrswert von 125.000 € hat. Die Wertermittlung erfolgte primär nach dem Sachwertverfahren, ergänzt durch das Ertragswertverfahren und eine Bodenwertermittlung mittels Vergleichswertverfahren. Das Gebäude wurde geschätzt zwischen 1900 und 1930 als landwirtschaftliches Wohnwirtschaftsgebäude errichtet und in den 1970er bis 1990er Jahren zu einem Zweifamilienhaus umgebaut. Es besteht aus zwei Wohneinheiten (Hs-Nr. 9 mit ca. 190 m² und Hs-Nr. 9a mit ca. 134 m² Wohnfläche) sowie einer Garage. Die im Gutachten genannte Gesamtwohnfläche von 324 m² weicht von den 336 m² im Bestandsdatensatz ab, wobei das Gutachten die geringere Fläche als plausibler erachtet. Die Wohnung Hs-Nr. 9 wird vom ehemaligen Lebensgefährten der Eigentümerin kostenfrei bewohnt, während Wohnung Hs-Nr. 9a seit 2022 vermietet ist, wobei die genaue Kaltmiete dem Gutachter nicht bekannt war. Die marktübliche Jahresmiete für beide Wohnungen und die Garage wird auf insgesamt ca. 16.836 € geschätzt, was bei dem Verkehrswert einer Bruttorendite von ca. 13,47 % entspricht. Die kostenfreie Nutzung einer Einheit und die unklare Kaltmiete der anderen Einheit erschweren eine genaue Ertragsbewertung ohne weitere Informationen. Das Gebäude befindet sich in einem sanierungsbedürftigen bis stark sanierungsbedürftigen Zustand mit erheblichem Unterhaltungsstau. Es wurden Feuchtigkeitsschäden im Sockelbereich, Rissbildungen im Treppenhaus, eine überalterte Dacheindeckung und funktional überalterte Fenster festgestellt. Der energetische Zustand ist unzeitgemäß, mit fehlender Fassaden- und geringer Dachdämmung, was eine Einstufung in die Energieklasse G bis H erwarten lässt und hohe Sanierungskosten impliziert. Modernisierungen wie ein Bad (1997/98), Elektroinstallation (1998) und eine Pellet-Zentralheizung sind vorhanden, jedoch teilweise selbst überaltert oder mäßig gepflegt. Der Sachverständige führte eine Ortsbesichtigung am 06.03.2026 durch. Die Wohnungen Hs-Nr. 9 und 9a konnten von innen besichtigt werden, die Garage war jedoch verschlossen und nicht zugänglich. Die Funktionsfähigkeit technischer Anlagen (Heizung, Elektro, Wasser) wurde nicht geprüft, und Baumängel sowie Bauschäden wurden nur zerstörungsfrei und augenscheinlich erfasst. Das Gutachten weist darauf hin, dass die pauschal berücksichtigten Wertminderungen nicht den tatsächlichen Sanierungskosten entsprechen. Im Grundbuch ist ein Zwangsversteigerungsvermerk vom 03.07.2025 eingetragen. Eine wesentliche rechtliche Besonderheit ist der Überbau des Gebäudes auf drei benachbarte Flurstücke, was ein Risiko für mögliche Rechtsstreitigkeiten und zusätzliche Kosten für eine Neuvermessung birgt. Das Gutachten berücksichtigt dies mit einem Risikoabschlag. Es bestehen keine Baulasten und kein Denkmalschutz. Der Ersteher tritt in bestehende Mietverträge ein, hat aber ein Sonderkündigungsrecht. Vor einem Gebot sind die genaue Mietsituation, der tatsächliche Zustand der Garage und die potenziellen Kosten für die Behebung der energetischen Mängel sowie die Klärung der Überbausituation dringend zu prüfen.
Objekt
Zustand und Nutzung
- KI
- KI
- Teilweise InnenbesichtigungKI
- Objektart: Zweifamilienhaus, Verkehrswert: 125.000 €
Laut Wertgutachten handelt es sich bei dem Versteigerungsobjekt um ein Zweifamilienhaus mit Garage. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein ehemaliges landwirtschaftliches Wohnwirtschaftsgebäude (Urbaujahr geschätzt ca. 1900–1930), das vermutlich in den 1970er bis 1990er Jahren sukzessive zu einem reinen Zweifamilienhaus umgebaut wurde. Der westliche Gebäudeteil (Hs-Nr. 9) dürfte das ursprüngliche Wohnhaus gewesen sein, im östlichen Teil (heute Hs-Nr. 9a) waren vermutlich ehemals Stallungen bzw. ein landwirtschaftlicher Wirtschaftsteil untergebracht. Das Gebäude ist massiv gebaut (vermutlich überwiegend Ziegel-/Mischmauerwerk) mit Satteldach und Zwerchgiebel an der Nordseite. Es ist 2-geschossig, teilunterkellert (Souterrain, nur unter Hs-Nr. 9) und hat ein ausgebautes Dachgeschoss bzw. Spitzboden. Die Wohnung Hs-Nr. 9 erstreckt sich über vier Ebenen (Keller, EG, OG/DG sowie Spitzboden oberhalb von 9a) und bietet großzügige Raumgrößen mit modernisiertem Bad im EG (ca. 1997/98), Einbauküche im DG und sehr großem, atmosphärischem Wohnraum mit Kaminofen im Spitzboden. Die Grundrissqualität ist jedoch aufgrund der Erschließung über vier Ebenen, zweier Durchgangsraumsituationen („Wohn“-zimmer im EG und Küche im DG) und des fehlenden Bades auf der Schlafebene als unterdurchschnittlich einzustufen. Die Wohnung Hs-Nr. 9a umfasst das EG (auf Souterrain-Niveau von Nr. 9, nicht unterkellert) mit großer Diele, Küche und Abstellraum sowie das OG mit großem Wohnzimmer (sichtbare Holzstützen und Kopfbänder der ehem. Wirtschaftskonstruktion) und Schlafzimmer. Die Belichtung und Belüftung ist durch Glasbausteine (statt öffenbarer Fenster) auf der Sonnenseite erheblich eingeschränkt. Beide Wohnungen befinden sich in einem eher vernachlässigten Zustand mit deutlichem Renovierungsbedarf. Die Beheizung erfolgt über eine Pellet-Zentralheizung im Keller mit Warmwasserspeicher, ergänzt durch je einen Kaminofen in den Wohnungen. Die Elektroinstallation wurde lt. Angabe in der Bau-Skizze in 1998 erneuert, die Fenster sind vielfach erneuerte Kunststofffenster mit Isolierverglasung verschiedener Baujahre. Insgesamt zeigt das Gebäude einen einfachen bis teilweise mittleren Ausstattungsstandard. Der energetische Zustand ist unzeitgemäß (augenscheinlich keine Wärmedämmung an Fassade und vermutlich nur geringe im Dach). Für eine längerfristig orientierte Fortnutzung bedarf es umfassenderer Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Eine Kernsanierung wird angesichts der konstr
Belegung
Teilvermietet
Teilvermietung ist bewertungsanfällig. Freie und vermietete Einheiten müssen getrennt betrachtet werden, sonst kippen Ertrag, Sanierungsplan und Übergabeannahmen.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Rechte, Lasten und Verfahrenshinweise
Rechte und Lasten
Recht / Last
Verfahren und Verwaltung
ZVG-/Verwaltungshinweis
ZVG-/Verwaltungshinweis
Alle Angaben
Identifikation
- 0052 K 0004/2025
- KI
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- 30.10.2026 · 09:00 Uhr
!
Objekt
- Zweifamilienhaus · + 1 Stellplatz
- KI
- KI
- Teilweise InnenbesichtigungKI
- KI
Flächen & Wert
- 336 m²KI
- KI
Lage
Karte- Frohnhauser Straße
- 9, 9a
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Grundstück
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Markt-Einordnung
Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand)Dieses Objekt
| Üblicher Marktpreis · Borgentreich | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| 1.500 €/m² | 719 €/m² | |
| Spanne | 1.360 – 1.680 €/m² | 257 – 1.575 €/m² mittlere Hälfte |
| Quelle | Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Höxter (Gutachterausschuss) | eigene Auswertung gerichtlicher Verkehrswertgutachten (nur Verteilungen, keine Einzelobjekte) |
| Stand | 2026 | letzte 12 Monate |
Üblicher Marktpreis · Borgentreich
1.500 €/m²
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
719 €/m²
| Üblicher Marktpreis · Borgentreich | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| Gilt für | Ein-/Zweifamilienhäuser | Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand) im Kreisgebiet |
| Grundlage | Freihändige Verkäufe im gesamten Stadtgebiet, ohne Unterscheidung nach Stadtteil oder Zustand | 10 Objekte einschließlich dieses Objekts; der Zustand liegt für 9 der 10 vor |
Üblicher Marktpreis · Borgentreich
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
Dieses Objekt gegen die Vergleichsgruppe
Zustandsskala 1–7
Alle 10 Vergleichsobjekte anzeigenEin-/Zweifamilienhäuser (Bestand), nach Preis je m² sortiert
| Lage | Objektart | Baujahr | Fläche | Zustand | Verkehrswertgerichtlich festgesetzt | je m² | Termin | EntfernungLuftlinie | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Steinbachtal, Fürstenau | Einfamilienhaus | 2006 | 130 m² | durchschnittlich | 23.000 € | 177 € | 09.10.2026 | 25,0 km | |
| Große Straße, Reelsen | Zweifamilien-Wohnhaus | 1850 | 350 m² | sanierungsbedürftig | 78.000 € | 223 € | 25.02.2027 | 20,0 km | |
| Am Bahnhof, Himmighausen | Garage, Einfamilienhaus, Die Wertermittlung erfolgte ohne Innenbesichtigung | 1937 | 187 m² | sanierungsbedürftig | 42.000 € | 225 € | 10.09.2026 | 25,0 km | |
| Stubelitt, Istrup | Einfamilienhaus | 1900 | 127 m² | sanierungsbedürftig | 45.000 € | 354 € | 11.03.2027 | 13,0 km | |
| Westfalenstraße, Lüchtringen | gewerblich genutztes Grundstück, Zweifamilienhaus, Kfz-Stellplatz, Gewerbeeinheit (z.B. Laden, Büro), Garage, Zweifamilienhaus und gewerblich nutzbare Nebengebäude | 1927 | 211 m² | sanierungsbedürftig | 139.000 € | 659 € | 27.11.2026 | 25,0 km | |
| Kirchweg, Rösebeck | Zweifamilienhaus, Garage, Die Wertermittlung erfolgte ohne Innenbesichtigung | 1920 | 190 m² | sanierungsbedürftig | 148.000 € | 779 € | 09.10.2026 | 10,0 km | |
| Hainhausen, Hainhausen | Garage, Reihenhaus | 1950 | 107 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 150.000 € | 1.402 € | 01.10.2026 | 16,0 km | |
| Im Dorning, Daseburg | Kfz-Stellplatz, Einfamilienhaus, Einfamilienhaus mit Carport und Abstellraum | 1958 | 175 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 285.000 € | 1.633 € | 06.11.2026 | 11,0 km | |
| Am Waldwinkel, Warburg | Einfamilienhaus | — | 92 m² | unbewertet | 158.000 € | 1.717 € | 08.05.2026 | unbekannt | |
| Steinbachtal, Fürstenau | Einfamilienhaus | 2006 | 130 m² | durchschnittlich | 230.000 € | 1.769 € | 09.10.2026 | 25,0 km |
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Unterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte