KI-Dossier
!
Zusammenfassung
Versteigert wird im Wege der Teilungsversteigerung das Teileigentum Nr. 1 (Miteigentumsanteil 428,22/10.000) an dem Wohn- und Geschäftshaus Lychener Straße 64 in 10437 Berlin-Prenzlauer Berg, eine Gewerbeeinheit im Erdgeschoss des Vorderhauses links mit 106,34 m² Nutzfläche laut Aufteilungsplan (drei Räume, Kammer, Flur, zwei WC-Anlagen) nebst einem etwa 12 m² großen Kellerraum. Das Gründerzeithaus von etwa 1900 wurde in den 1990er Jahren bis 2006 saniert, steht im Erhaltungsgebiet Helmholtzplatz und ist als Teil eines Ensembles denkmalgeschützt; der Gutachter stuft den Gebäudezustand als normal ein. Der Verkehrswert wurde im Vergleichswertverfahren mit 540.000 € (5.078 €/m²) zum Stichtag 03.11.2025 festgesetzt, darin ein Abschlag von 10 % (60.114 €) für das Erwerbsrisiko. Die Einheit ist vertragsfrei und nach Auskunft beim Ortstermin seit längerem ungenutzt, das Wohngeld beträgt 761 € monatlich warm. Größtes Risiko ist die fehlende Innenbesichtigung: Die Gewerbeeinheit war nicht zugänglich, Zustand und Ausstattung sind unbekannt, und die in Abteilung III eingetragene Grundschuld kann bei einer Teilungsversteigerung bestehen bleiben. Termin ist Freitag, der 06.11.2026 um 10:00 Uhr am Amtsgericht Mitte, Littenstraße 12-17, Saal 0208.
Biet-Score
Vorsicht
Fazit der KI
Das Teileigentum eignet sich für Eigennutzer mit Büro-, Praxis- oder Dienstleistungsbedarf sowie für Anleger, die eine leerstehende Erdgeschosseinheit in gefragter Wohnlage von Prenzlauer Berg selbst herrichten und vermieten wollen. Der Verkehrswert von 540.000 € stützt sich auf zwölf Vergleichskauffälle und trägt der fehlenden Innenbesichtigung mit einem Abschlag von 10 % Rechnung, liegt aber am oberen Rand des Segments für Verkaufsräume und setzt einen normalen Innenzustand voraus, den niemand geprüft hat. Vor einem Gebot sollten der Betrag der Grundschuld in Abteilung III und ihr Schicksal im geringsten Gebot, die tatsächliche Bezugsfreiheit, die Heizkostenposition im Wirtschaftsplan sowie die Genehmigungsfähigkeit der geplanten Nutzung im Milieuschutz- und Ensemblegebiet geklärt werden. Ein spürbarer Sicherheitsabstand zum Verkehrswert erscheint angesichts des unbekannten Innenzustands angemessen.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Versteigert wird im Wege der Teilungsversteigerung das Teileigentum Nr. 1 (Miteigentumsanteil 428,22/10.000, Grundbuch von Prenzlauer Berg Blatt 23152) am 857 m² großen Grundstück Flur 42318, Flurstück 197 in 10437 Berlin, Lychener Straße 64, verbunden mit dem Sondereigentum an den nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen im Erdgeschoss des Vorderhauses links nebst Kellerraum. Das Haus steht im Helmholtzkiez in Prenzlauer Berg in einer Wohnstraße ohne Laufkundschaft; S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee liegen etwa 0,6 km, der Helmholtzplatz rund 200 m entfernt, der Mietspiegel 2023 weist eine gute Wohnlage aus. Planungsrechtlich gilt § 34 BauGB; das Grundstück liegt im Erhaltungsgebiet Helmholtzplatz (Milieuschutz seit 01.07.2014), das Gebäude steht als Ensemblebestandteil in der Denkmalliste, Umbauten sind damit doppelt genehmigungspflichtig. Das Wohn- und Geschäftshaus stammt von etwa 1900 und wurde in den 1990er Jahren bis 2006 mit Dachausbau und angebauten Aufzügen umfassend saniert; es ist voll unterkellert und umfasst auf 2.483 m² Wohn- und Nutzfläche 29 Wohnungen und diese eine Gewerbeeinheit. Den Bauzustand nennt der Gutachter normal; der Verbrauchsausweis vom 15.12.2023 weist 117 kWh/(m²a) und Effizienzklasse D aus, beheizt wird über eine Gaszentralheizung. Die Einheit hat laut Aufteilungsplan 106,34 m² Nutzfläche mit zwei Räumen zur Straße, einer Wohnküche als Berliner Zimmer, Kammer, Flur und zwei WC-Anlagen, dazu einen etwa 12 m² großen Kellerraum. Das Schaufenster misst etwa 3,0 m × 2,0 m, Fenster und Ladentür haben Rolljalousien, die Außenwirkung gilt als gering. Beim Ortstermin am 03.11.2025 wurde kein Zugang zur Gewerbeeinheit gewährt; Ausstattung und Zustand der Räume sind unbekannt, nur Keller, Treppenhaus und Hof wurden besichtigt. Die Einheit ist vertragsfrei und nach Auskunft beim Ortstermin seit längerem ungenutzt; der Gutachter unterstellt eine bezugsfreie Übergabe, nennt die Vertragsverhältnisse aber unbekannt. In Abteilung II steht nur der Versteigerungsvermerk, in Abteilung III eine Grundschuld ohne Brief, deren Höhe das Gutachten nicht nennt; bei einer Teilungsversteigerung bleiben solche Rechte regelmäßig bestehen und wären zusätzlich zum Bargebot zu übernehmen. Das Wohngeld beträgt laut Wirtschaftsplan 2026 761 € monatlich warm, darin 476,54 € Heizkosten; die Erhaltungsrücklage lag Ende 2023 bei 215.881,64 €, wird vom Gutachter als nicht ausreichend eingestuft und soll ab 2026 verdoppelt werden, zudem sind eine Treppenhausrenovierung beschlossen und eine Giebelfassadensanierung angekündigt. Der Verkehrswert wurde im Vergleichswertverfahren aus zwölf Kauffällen bezugsfreier Erdgeschoss-Gewerbeeinheiten in Altbauten abgeleitet, Mittelwert 5.653 €/m². Daraus folgen 601.140 € vorläufiger Vergleichswert, abzüglich 10 % (60.114 €) Erwerbsrisiko für fehlende Innenbesichtigung und unbekannte Vertragsverhältnisse, gerundet 540.000 € oder 5.078 €/m² zum Stichtag 03.11.2025. Der Gutachterausschuss weist für Berliner Verkaufsräume 2024 einen Mittelwert von 4.020 €/m² (Spanne 2.021 bis 5.919 €/m²) aus; der Wert liegt damit im oberen Bereich des Segments, was der Gutachter mit der guten Wohnlage begründet. Für eine Wohnstraßenlage ohne Laufkundschaft und ohne Kenntnis des Innenzustands ist das ein ambitionierter Ansatz, der einen eigenen Sicherheitsabstand nahelegt.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Keine Besichtigung möglich
Das zum Ortstermin nicht vermietete Teileigentum Nr. 1 mit einer Größe von ca. 106,34 m² befindet sich im Erdgeschoss des Vorderhauses links und verfügt über 3 Räume, eine Kammer, zwei WC-Anlagen und Flur. Unter der Gewerbeeinheit befindet sich der Kellerraum mit einer Größe von ca. 12 m². Baujahr des Gebäudes: ca. 1900.
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Termin
- Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft
- 06.11.2026 · 10:00 Uhr
!
Objekt
- Büro
- Leerstehend
- Keine Besichtigung möglich
- 1900
Flächen & Wert
- 540.000 €
- 12 m²
- 106,34 m²
- 428,22/10.000
- 36,7 m²
- 5.000 €/m²
- 183.500 €36,7 m² × 5.000 €/m² · MEA 4,282 %
Lage
Karte- Lychener Straße
- 64
- 10437
- Berlin
- Prenzlauer Berg
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
WEG
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 5.000 €/m²
- 36,7 m²
- 183.500 €
- 540.000 €
- 2,94
- 356.500 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 9 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Teilungsversteigerung
Ein Miteigentümer betreibt die Versteigerung, um die Gemeinschaft aufzuheben, oft eine Erbengemeinschaft oder ein getrenntes Paar. Eingetragene Rechte wie Grundschulden bleiben dabei häufig bestehen und gehen auf den Ersteher über; sie kommen zum Gebot hinzu. Grundbuch und Bekanntmachung vorher prüfen.
Teilungsversteigerung erklärt