KI-Dossier
!
Zusammenfassung
Versteigert wird ein weitläufiges Gewerbeareal in 95236 Münchberg (Kirchenlamitzer Straße 100) mit zwei Flurstücken und einer Gesamtgrundstücksfläche von 12.550 m². Das Objekt umfasst neun bauliche Anlagen eines ehemaligen Textilbetriebs mit einer Gesamtnutzfläche von rund 5.931 m² sowie einem separaten Portierhaus mit ca. 147 m² Wohnfläche (Baujahre 1925 bis 2003). Der Betrieb wurde im vierten Quartal 2025 vollständig eingestellt, sodass die Liegenschaft derzeit komplett leer steht. Dem Sachverständigen wurde kein Zutritt zu den Gebäuden gewährt, weshalb die Wertermittlung ausschließlich auf Außenbesichtigungen und behördlichen Bauakten beruht. Ein Lagergebäude (Gebäude 9) ist abbruchreif; die Abrisskosten wurden mit 55.000 € berücksichtigt. Der gerichtlich festgesetzte Verkehrswert beläuft sich auf 750.000 €.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Das Objekt kommt vorrangig für gewerbliche Projektentwickler, Bauunternehmen oder regionale Logistik-/Gewerbebetriebe mit fundierter Sanierungs- und Umnutzungserfahrung in Betracht. Die beträchtliche Grundstücksgröße und die vorhandenen jüngeren Hallen bieten Entwicklungspotenzial, dem jedoch erhebliche Unwägbarkeiten durch die verweigerte Innenbesichtigung und den strukturellen Komplettleerstand gegenüberstehen. Vor einer Gebotsabgabe sind signifikante Liquiditätsreserven für Rückbauarbeiten, Instandsetzungen der teils überalterten Bausubstanz sowie laufende Leerstandskosten von über 150.000 € im ersten Jahr zwingend einzuplanen.
Chancen
Großzügiges Gewerbegrundstück mit 12.550 m² Areal und ca. 220 m Straßenfront an der Kirchenlamitzer Straße.
Breit gefächerter Gebäudebestand mit Hallen, Labortrakt, Büros und Portierhaus für flexible Nachnutzungen oder Gewerbepark-Konzepte.
Jüngere Gebäudeteile wie das Kaltlager (ca. 2001) und das Produktions-/Laborgebäude (2003) bieten noch längere Restnutzungsdauern von 15 bis 17 Jahren.
Risiken
Ausführliches Dossier
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um das Areal eines ehemaligen Textilbetriebs an der Kirchenlamitzer Straße 100 in 95236 Münchberg (Landkreis Hof). Die Liegenschaft besteht aus zwei Flurstücken (Flst. 809/7 mit 12.529 m² und Flst. 809/4 mit 21 m²) mit einer Gesamtkapazität von 12.550 m² Grundfläche. Die Lage im Gewerbegebiet Ost der Stadt zeichnet sich durch ca. 220 m Straßenfront und eine gute Anbindung an das überörtliche Straßennetz sowie die BAB A 9 aus. Der heterogene Gebäudekomplex umfasst neun Gebäude mit Baujahren zwischen 1925 und 2003 und einer Gesamtnutzfläche von rund 5.931 m² (ergänzt um ca. 147 m² Wohnfläche im zweigeschossigen Portierhaus). Der bauliche Standard reicht von einfacher bis mittlerer Qualität. Während neuere Baukörper wie das Kaltlager (2001) und das Produktionsgebäude mit Labor (2003) über verbleibende Restnutzungsdauern von 15 bzw. 17 Jahren verfügen, weist der Großteil der historischen Fabrik- und Shedhallen (1925 bis 1973) nur noch rund 10 Jahre Restnutzung auf. Ein Lagergebäude aus dem Jahr 1925 (Gebäude 9) ist wirtschaftlich restwertig und als Abbruchobjekt einzustufen. Im Grundbuch von Münchberg Blatt 4225 sind in Abteilung II ein Stromleitungsrecht für die Stadt Münchberg sowie ein Abwasserleitungsrecht für ein Hinterliegergrundstück eingetragen, welche den Betrieb jedoch kaum beeinträchtigen. Zentrales Risiko ist die verweigerte Gebäudeinnenbesichtigung durch den Eigentümer, wodurch wesentliche Erkenntnisse zu Zustand, Schadstoffen und Funktionsfähigkeit der technischen Anlagen fehlen. Nach Betriebseinstellung im vierten Quartal 2025 besteht vollständiger Leerstand. Dieser schlägt sich im Ertragswertverfahren in einem 10%igen Mietausfallwagnis sowie besonderen objektspezifischen Abzügen von 152.000 € für Leerstandskosten und 55.000 € für Abbruchkosten nieder. Der Verkehrswert wurde methodisch vorrangig aus dem Ertragswertverfahren mit 750.000 € abgeleitet (gestützt durch einen Sachwert von 1.220.000 €). Ein Erwerb bietet bei moderatem Einstiegspreis pro Quadratmeter Entwicklungsspielraum, erfordert wegen der Verweigerung des Gebäudezutritts und des strukturellen Leerstands jedoch erhebliche Risikopuffer.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Keine Besichtigung möglich
Grundbucheintragung: Eingetragen im Grundbuch des Amtsgerichts Hof von Münchberg Gemarkung Flurstück Wirtschaftsart u. Lage Anschrift Hektar Blatt Münchberg 809/7 Gebäude- und Freifläche Nähe Kirchenlamitzer Straße 0,0021 4225 Münchberg 809/4 Gebäude- und Freifläche Kirchenlamitzer Straße 100 1,2529 4225 Objektbeschreibung/Lage (lt Angabe d. Sachverständigen) : bebautes Grundstück mit ehemaligem Textilbetrieb mit Fabrikations- bzw. Produktionsgebäuden, Büro- und Sozialräumen, sowie Lagergebäuden und einem ehemaligen Portierhaus; Der Versteigerungsvermerk ist am 18.05.2026 in das Grundbuch eingetragen worden. Aufforderung: Rechte, die zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuch nicht ersichtlich waren, sind spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebotes nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Anspruch des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Wer ein Recht hat, das der Versteigerung des Grundstücks oder des nach § 55 ZVG mithaftenden Zubehörs entgegensteht, wird aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Hinweis: Es ist zweckmäßig, bereits drei Wochen vor dem Termin eine genaue Berechnung der Ansprüche an Kapital, Zinsen und Kosten der Kündigung und der die Befriedigung aus dem Grundstück bezweckenden Rechtsverfolgung mit Angabe des beanspruchten Ranges schriftlich einzureichen oder zu Protokoll der Geschäftsstelle zu erklären. Dies ist nicht mehr erforderlich, wenn bereits eine Anmeldung vorliegt und keine Änderungen eingetreten sind. Die Ansprüche des Gläubigers gelten auch als angemeldet, soweit sie sich aus dem Zwangsversteigerungsantrag ergeben. Gemäß §§ 67 - 70 ZVG kann im Versteigerungstermin für ein Gebot Sicherheit verlangt werden. Die Sicherheit beträgt 10 % des Verkehrswertes und ist sofort zu leisten. Sicherheitsleistung durch Barzahlung ist ausgeschlossen. Bietvollmachten müssen öffentlich beglaubigt sein.
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- VR Bank Oberfranken Mitte eG Angabe aus den Unterlagen (Portal, Deckseite), ohne Gewähr.
- 11.01.2027 · 10:00 Uhr
!
Objekt
- Büro
- Leerstehend
- Keine Besichtigung möglich
- 1925
Flächen & Wert
- 750.000 €
- 147 m²
- 5.931 m²
- 12.550 m²
- 12.550 m²
- 25 €/m²
- 313.750 €12.550 m² × 25 €/m² · MEA 100 %
Lage
Karte- Kirchenlamitzer Straße
- 100
- 95236
- Münchberg
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 25 €/m²
- 12.550 m²
- 313.750 €
- 750.000 €
- 2,39
- 436.250 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte