Symbolbild · kein Foto im GutachtenZwangsversteigerungGrundstück in Herne, Nordrhein-Westfalen
Versteigerungstermin
in 7 TagenFr., 30.10.2026 · 10:00 Uhr
Verkehrswert
2.856.000 €
Nutzfläche
2.883 m²
Grundstück
26.443 m²
KI-Dossier
!
Zusammenfassung
Dieses Zwangsversteigerungsverfahren betrifft ein 26.443 m² großes, gewerblich genutztes Grundstück in Herne-Mitte mit vier Gebäuden, einem Energiehaus und 325 Stellplätzen. Der gerichtlich festgesetzte Verkehrswert beträgt 2.856.000,00 €. Während das teilunterkellerte Haus 15 teilweise vermietet ist und einen Sanierungsbedarf von ca. 45.000 € aufweist, sind die restlichen Gebäude leerstehend, wirtschaftlich überaltert und zum Abriss bestimmt. Zentrales Element für Investoren ist die geplante Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 262, der eine Umwandlung weiter Teile des Areals in ein allgemeines Wohngebiet vorsieht. Dem stehen erhebliche Risiken wie eine großflächige Altlastenkontamination des Bodens und Grundwassers (ehemalige Kokerei) sowie hohe geschätzte Freilegungskosten von 451.000 € gegenüber.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Das Objekt eignet sich primär für professionelle Projektentwickler und Bauträger mit Erfahrung im Altlastenmanagement. Die Chance auf eine weitreichende Wohnbebauung in zentraler Lage von Herne bietet enormes Wertsteigerungspotenzial, sobald der Bebauungsplan Nr. 262 Rechtskraft erlangt. Aufgrund der massiven Bodenbelastungen durch die historische Kokerei und der unklaren Sanierungskosten müssen Bieter erhebliche finanzielle Risikopuffer einplanen. Ein Einstieg empfiehlt sich daher nur mit einem deutlichen Abschlag auf den festgesetzten Verkehrswert von 2,856 Mio. €.
Chancen
Mietpotenzial +133 %: Die hinterlegte Marktmiete liegt über der Istmiete (3.054 € -> 7.122 € p. M.).
Möglichkeit der wohnwirtschaftlichen Neuentwicklung auf ca. 17.058 m² Teilfläche gemäß dem Bebauungsplanentwurf.
Risiken
Ausführliches Dossier
Das zu bewertende Gesamtareal umfasst acht Flurstücke im Herner Stadtteil Mitte mit einer Gesamtgröße von 26.443 m². Die verkehrliche Erschließung erfolgt über die Brunnenstraße und den Grenzweg, zwei ruhigere Nebenstraßen mit hervorragender Anbindung an die Autobahnen A42 und A43. Das Stadtzentrum ist etwa 1,0 km entfernt. Auf dem Grundstück befinden sich vier Gebäude (Haus 14, 15, 16 und 17), ein Energiehaus (Haus 27) sowie insgesamt 325 Stellplätze. Für die Zukunft ist das Areal von strategischer Bedeutung: Der in Aufstellung befindliche Bebauungsplan Nr. 262 sieht vor, rund 17.058 m² der Fläche als allgemeines Wohngebiet und 6.829 m² als eingeschränktes Gewerbegebiet auszuweisen, was eine umfassende städtebauliche Neuentwicklung ermöglicht (Gutachten S. 30). Der bauliche Zustand der Gebäude ist extrem heterogen. Haus 15 (Büro und Labor, Nutzfläche ca. 1.166 m²) ist als einziges Gebäude teilweise vermietet und erzielt eine Ist-Miete von monatlich 3.053,52 € (Gutachten S. 65). Es weist einen Instandhaltungsrückstau von geschätzten 45.000 € auf, bedingt durch Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzbefall (Gutachten S. 55). Die Häuser 14, 16 und 17 sind wirtschaftlich vollständig überaltert und nicht drittverwendungsfähig; Haus 17 leidet zudem unter akuter Einsturzgefahr im Ober- und Dachgeschoss (Gutachten S. 5). Für diese drei Objekte ist ein sofortiger Abriss vorgesehen. Die Freilegungskosten inklusive Fundamentabbruch und Entsorgung werden vom Sachverständigen auf rund 451.000 € beziffert (Gutachten S. 73). Investoren müssen sich auf gravierende rechtliche und ökologische Risiken einstellen. Das Grundstück ist im Altlastenkataster der Stadt Herne unter der Bezeichnung 'Zeche Shamrock I / Kokerei Brunnenstraße' eingetragen. Untersuchungen belegen eine großflächige, tiefe Schadstoffbelastung des Bodens und des Grundwassers mit PAK, BTEX und LHKW (Gutachten S. 23). Zudem bestehen erhebliche Einschränkungen im Grundbuch: Zwei Baulasten auf den Flurstücken 370 und 371 regeln Abstandsflächen und Notstromanlagen (Gutachten S. 20), und die Nutzung von 117 Stellplätzen ist dauerhaft Nachbargrundstücken zugewiesen (Bekanntmachung). Ein weiteres Risiko stellt die ausstehende Rechtskraft des Bebauungsplans dar. Zusammenfassend bietet das Objekt trotz der bestehenden Mieteinnahmen ein hochspekulatives Investment. Die Kombination aus Altlastensanierung, Abbruchverpflichtung und planungsrechtlichen Unsicherheiten erfordert tiefgehende Expertise in der Baulandentwicklung. Das Areal birgt zwar durch die geplante Wohnnutzung eine exzellente langfristige Perspektive, doch rechtfertigen die unkalkulierbaren Sanierungsrisiken Gebote nur weit unterhalb des amtlichen Verkehrswerts von 2.856.000,00 €. Der Erwerb ist somit ausschließlich hochspezialisierten Entwicklern zu empfehlen.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Vermietet
- Teilweise Innenbesichtigung
Laut Wertgutachten handelt es sich um gewerblich genutzte Grundstücke mit vier Gebäuden und einem Energiehaus sowie 325 Stellplätzen. Die Räumlichkeiten sind teilweise vermietet, stehen sonst aber größtenteils leer. Die Nutzung von 117 Stellplätzen ist gegenwärtig dem jeweiligen Eigentümer mehrerer Nachbargrundstücke zugewiesen. Telefonnummer der Ansprechpartner der Gläubigerin: 0208 388 656 84.
Belegung
vermietet
Ein vermietetes Objekt kann für Kapitalanleger passen, ist für Eigennutzung aber deutlich sensibler. Miete, Vertrag und Kündigungslage bestimmen den realen Wert.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0010 K 0019/2022
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- 30.10.2026 · 10:00 Uhr
!
Objekt
- Grundstück
- Vermietet
- Teilweise Innenbesichtigung
Flächen & Wert
- 2.856.000 €
- 2.883 m²
- 26.443 m²
- 26.443 m²
- 50 €/m²
- 1.322.150 €26.443 m² × 50 €/m² · MEA 100 %
Lage
Karte- Brunnenstraße
- 60
- 44623
- Herne
- Herne-Mitte
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 50 €/m²
- 26.443 m²
- 1.322.150 €
- 2.856.000 €
- 2,16
- 1.533.850 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte