ZwangsversteigerungSonstiges in Göttingen, Niedersachsen
Versteigerungstermin
in 46 TagenDi., 08.12.2026 · 09:00 Uhr
Verkehrswert
742.000 €
Wohnfläche
191 m²
Grundstück
3.093 m²
Baujahr
1970
KI-Dossier
!
Zusammenfassung
Versteigert wird ein im Jahr 1970 errichtetes Gewerbe- und Industriegebäude mit zwei Carports auf einem 3.093 m² großen Grundstück in einem Industriegebiet im Göttinger Ortsteil Grone. Die Immobilie weist rund 1.345 m² Nutzfläche auf (bestehend aus ca. 1.154 m² Gewerbefläche sowie einer eigengenutzten Wohnung mit rd. 191 m²). Das Gebäude wird derzeit bauordnungsrechtlich unzulässig fast vollständig wohnwirtschaftlich genutzt und vermietet. Zudem besteht ein dokumentierter Altlastenverdacht durch die langjährige Vornutzung als Asphaltbetrieb mit Betriebstankstelle. Der gerichtlich festgesetzte Verkehrswert beträgt 742.000 €; im anstehenden Versteigerungstermin sind die gesetzlichen Bietgrenzen (§§ 74a, 85a ZVG) aufgehoben.
Biet-Score
Vorsicht
Fazit der KI
Das Objekt kommt vorrangig für gewerbliche Eigennutzer oder professionelle Sanierungs- und Projektentwickler in Frage, sofern diese über Erfahrung im Umgang mit baurechtlichen Umnutzungen und behördlichen Verfahren verfügen. Schwerwiegende Risiken stellen die formell und materiell unzulässige Wohnnutzung im Industriegebiet, der dokumentierte Altlastenverdacht sowie der unbekannte Zustand der nicht besichtigten Wohneinheiten dar. Vor einer Gebotsabgabe sollte zwingend eine detaillierte Abstimmung mit dem Bauordnungsamt sowie eine altlastenrechtliche Risikobewertung vorgenommen werden.
Chancen
Wesentliche Substanzmodernisierungen an Dach, Fassade, Fenstern und Heizung wurden augenscheinlich durchgeführt.
Risiken
Ausführliches Dossier
Zur Versteigerung steht das mit einem zweigeschossigen Gewerbe- und Industriegebäude sowie zwei Carports bebaute Grundstück Gotthelf-Leimbach-Straße 11A in 37079 Göttingen. Das Objekt befindet sich im Industriegebiet Göttingen-Grone am westlichen Stadtrand. Die verkehrliche Erschließung ist durch die Nähe zur Autobahn A7 (ca. 3 km) und zu den Bundesstraßen B3 und B27 gut, das unmittelbare Umfeld ist jedoch durch gewerbliche Betriebe und Straßenverkehr stark emissionsbelastet. Das Grundstück umfasst 3.093 m² baureifes Land mit ebener Topografie. Das Hauptgebäude wurde laut Bauakte ca. 1970 in Massivbauweise errichtet und umfasst eine Gesamtnutzfläche von rund 1.345 m² (aufgeteilt in ca. 1.154 m² Gewerbe-/Gemeinschaftsfläche und ca. 191 m² Eigentümerwohnung). In den vergangenen Jahren erfolgten sichtbare Modernisierungen an Dach, Fassade, Fenstern und Heizung, die zu einer Verlängerung der Restnutzungsdauer auf 18 Jahre führten. Dennoch bestehen Sanierungsbedarfe (u. a. an Fenstern, Dämmung und Carportüberdachung), die im Gutachten mit rund 110.240 € beziffert wurden. Zum Gebäude gehören zwei Carports (Baujahr ca. 1970 bzw. 2008) mit zusammen vier Stellplätzen. Rechtlich und behördlich ist das Objekt mit erheblichen Risiken behaftet. Das Areal liegt im Geltungsbereich eines Bebauungsplans als Industriegebiet (GI gem. § 9 BauNVO), in dem reines Wohnen unzulässig ist. Dennoch wurde die Immobilie in mehrere Wohnungen aufgeteilt und genutzt; bei der Bauaufsicht wird hierzu ein Verfahren wegen baurechtswidriger Zustände geführt. Zudem ist das Grundstück als Altlastenverdachtsfläche registriert (Vornutzung als Asphalt-Betrieb mit Tankstelle, Heizöltank und dokumentiertem Schadensfall). Wohnungen im EG und OG konnten gutachterlich nicht begangen werden. Der Verkehrswert wurde durch Gewichtung von Sachwert (755.000 €) und Ertragswert (693.000 €) auf 742.000 € festgesetzt. Da in einem vorangegangenen Termin bereits eine Zuschlagsversagung nach §§ 74a, 85a ZVG erfolgte, gelten die gesetzlichen Bietgrenzen nicht mehr. Ein Erwerb ist wegen der baurechtlichen und altlastenspezifischen Unwägbarkeiten ausschließlich mit substanziellem Sicherheitsabschlag und eingehender juristischer Vorprüfung ratsam.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Vermietet
- Teilweise Innenbesichtigung
Fabrik/ Industriegebäude Baujahr 1970, massiv; Satteldach (Tonziegel/ Betondachstein); überwiegend zweigeschossig (EG; OG), nicht unterkellert. Bisher durchgeführte augenscheinliche Modernisierungen: Dach, Fassade, Fenster, Innenausbau, Türen. Nutzfläche: rd. 1. 150 m2 ; Wohnfläche Eigentümer: rd. 191 m2. Aktuelle Nutzung: Wohnen/ Vermietungen.
Belegung
vermietet
Ein vermietetes Objekt kann für Kapitalanleger passen, ist für Eigennutzung aber deutlich sensibler. Miete, Vertrag und Kündigungslage bestimmen den realen Wert.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0075 K 0002/2023
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- 08.12.2026 · 09:00 Uhr
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Objekt
- Sonstiges
- Vermietet
- Teilweise Innenbesichtigung
- 1970
Flächen & Wert
- 742.000 €
- 191 m²
- 1.345 m²
- 1.154 m²
- 3.093 m²
- 3.093 m²
- 70 €/m²
- 216.510 €3.093 m² × 70 €/m² · MEA 100 %
Lage
Karte- Gotthelf-Leimbach-Straße
- 11a
- 37079
- Göttingen
- Grone
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 70 €/m²
- 3.093 m²
- 216.510 €
- 742.000 €
- 3,43
- 525.490 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 9 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende RechteZu diesem Verfahren ist bereits ein früherer Termin belegt
Am 25. August 2026 stand dasselbe Objekt schon einmal zur Versteigerung. Ob die Wertgrenzen der §§ 74a/85a ZVG dadurch weggefallen sind, hängt davon ab, warum jener Termin ohne Zuschlag endete: Scheiterte er an den Grenzen, gelten sie im kommenden Termin nicht mehr — wurde er nur verlegt, gelten sie weiter.