ZwangsversteigerungSonstiges in Homberg (Efze), Hessen
Versteigerungstermin
in 46 TagenDi., 08.12.2026 · 09:30 Uhr
Verkehrswert
460.000 €
Wohnfläche
343,92 m²
Grundstück
779 m²
Baujahr
1902
KI-Dossier
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Zusammenfassung
Versteigert wird ein leerstehendes, ehemaliges Wohn- und Geschäftshaus mit gewerblichen Anbauten in zentraler Lage von Homberg (Efze), bestehend aus drei Wohneinheiten (ca. 344 m² Wohnfläche) und zwei Gewerbeeinheiten (ca. 335 m² Nutzfläche). Der Gesamtverkehrswert wurde auf 460.000 € festgesetzt, wobei das Flurstück 134/73 mit 0 € und das Flurstück 54/20 mit 460.000 € bewertet sind. Das Objekt steht als Teil einer Gesamtanlage unter Ensembleschutz und weist einen massiven Sanierungs- und Instandhaltungsstau auf, für den im Wertermittlungsverfahren pauschale Kosten von rund 766.830 € berücksichtigt wurden. Da keine Innenbesichtigung stattfand, erfolgte die Bewertung ausschließlich nach dem äußeren Anschein. Für Erwerber bietet das Areal beträchtliche Flächenpotenziale in City-Lage, birgt jedoch erhebliche bau- und denkmalschutzrechtliche Risiken sowie unkalkulierbare Kosten im Gebäudeinneren.
Biet-Score
Risikoreich
Fazit der KI
Das Objekt kommt vorrangig für professionelle Bauträger, Projektentwickler oder erfahrene Sanierer in Frage, die über fundierte Expertise im Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz verfügen. Das wesentliche Wertsteigerungspotenzial liegt in der Revitalisierung des markanten Ensembles und der Neupositionierung der Gewerbe- und Wohnflächen im Stadtzentrum. Dem stehen jedoch gravierende Risiken gegenüber, insbesondere der unklare Innenzustand infolge verweigerter Besichtigung, offene statische Fragestellungen bei den Fassadenrissen und der mit über 760.000 € bezifferte Instandsetzungsbedarf. Eine Gebotsabgabe sollte daher nur mit substanziellen Sicherheitsabschlägen und hinreichenden Liquiditätsreserven für eine Kernsanierung erfolgen.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um eine wirtschaftliche Einheit aus zwei Grundstücken an der Kasseler Straße 4 im Zentrum von Homberg (Efze). Das Areal umfasst das eigentliche bebaute Grundstück (Flurstück 54/20 mit 712 m²) sowie eine vorgelagerte Verkehrsfläche (Flurstück 134/73 mit 67 m²). Das Hauptgebäude, ein um das Jahr 1902 massiv errichtetes Wohn- und Geschäftshaus mit Zwerchhaus und Eckrisalit, verfügt über zwei Vollgeschosse, ein ausgebautes Mansarddach sowie eine vollständige Unterkellerung. Daran schließen ein unterkellerter Anbau mit Dachterrasse sowie zwei eingeschossige, nicht unterkellerte Flachdach-Gewerbeanbauten an. Die Wohnfläche verteilt sich auf drei Wohnungen mit zusammen rd. 343,92 m², während die gewerblichen Teilbereiche (ehemals Billardcafé und Spielhalle) rd. 334,60 m² Nutzfläche umfassen. Der bauliche Zustand wird vom Gutachter nach dem äußeren Anschein als stark mangelhaft mit beträchtlichen Schäden eingestuft. Erkennbar sind ausgeprägte Feuchtigkeitsschäden an Sockel und Fassaden, Fäulnis an Holzteilen, Rissbildungen im Außenmauerwerk sowie eine überalterte Gebäudehülle mit einfachen Holzfenstern und unzureichendem Wärmeschutz. Dacheindeckung und Fallrohre wurden in der Vergangenheit lediglich provisorisch instand gesetzt. Das Gebäudeinnere konnte im Ortstermin nicht besichtigt werden, weshalb Haustechnik, Ausstattungsstandard und Deckenkonstruktionen ungeprüft blieben. Im Bewertungsverfahren wurden daher pauschale Instandhaltungs- und Modernisierungskosten von insgesamt 766.830 € wertmindernd berücksichtigt. Rechtlich ist zu beachten, dass das Anwesen gemäß § 2 Abs. 3 HDSchG als Bestandteil einer Gesamtanlage unter Denkmalschutz steht, wodurch alle baulichen Eingriffe genehmigungspflichtig sind. Im Grundbuch in Abteilung II eingetragene Wegerechte und eine Wasserversorgungsleitung belasten das Flurstück zusätzlich. Das Objekt steht derzeit vollständig leer, Aufbruchspuren an einer Eingangstür deuten auf frühere Leerstandsrisiken hin. Eigene Stellplätze auf dem Flurstück existieren nicht. Zusammenfassend bietet das Objekt aufgrund seiner innerstädtischen Präsenz und Flächengröße Potenzial für eine Neuentwicklung, erfordert jedoch eine grundlegende Kernsanierung. Angesichts der unkalkulierbaren Innenraumrisiken und des immensen Sanierungsbedarfs sollten Kaufinteressenten die veranschlagten Instandsetzungskosten zwingend in ihre Bietstrategie einpreisen und vorsichtig kalkulieren.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Keine Besichtigung möglich
Ehemaliges Wohn- und Geschäftshaus mit Anbauten, leerstehend, Dekmalschutz, zwei- und eingeschossig, vollständig unterkellert bzw tw. Anbauten nicht unterkellert, wohnlich ausgebautes Mansardendach, 3 Wohneinheiten und 2 Gewerbeinheiten, Schätzung nach dem äußeren Anschein.
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Unterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte