ZwangsversteigerungSonstiges in Sonnewalde, Brandenburg
Versteigerungstermin
in 71 TagenDi., 12.01.2027 · 10:00 Uhr
Verkehrswert
38.800 €
Nutzfläche
93 m²
Grundstück
574 m²
Baujahr
1985
KI-Dossier
!
Zusammenfassung
Versteigert wird ein 574 m² großes Grundstück in 03249 Sonnewalde (Ortsteil Schönewalde), bebaut mit einer ehemaligen DDR-Verkaufsstelle aus den 1980er-Jahren. Das freistehende, eingeschossige Gebäude verfügt über eine Brutto-Grundfläche von rund 112 m² und eine Nettofläche von ca. 93 m² (ehemals 45 m² Verkaufsraum, 48 m² Nebenflächen). Die Immobilie steht seit Anfang der 1990er-Jahre leer und befindet sich in einem nicht nutzungsfähigen, grundlegend sanierungsbedürftigen Zustand. Während der massive Rohbau als solide eingestuft wird, ist der Ausbau vollständig verschlissen, die Hausanschlüsse sind stillgelegt und das Satteldach ist mit Wellasbesttafeln eingedeckt. Der vom Amtsgericht Bad Liebenwerda festgesetzte Verkehrswert beträgt 38.800 €.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Die Immobilie eignet sich vorrangig für handwerklich versierte Selbstnutzer oder regionale Kleininvestoren, die ein kompaktes Ausbau- oder Umnutzungsprojekt suchen und die nötige Sanierungskompetenz mitbringen. Vor einem Gebot müssen insbesondere die Kosten für eine Asbestsanierung des Daches, die Neuinstallation aller haustechnischen Anlagen sowie die Reaktivierung der Hausanschlüsse einkalkuliert werden. Zudem sind die bestehenden Dienstbarkeiten und die offene Verbandsforderung des WAV von über 3.000 € wirtschaftlich zu berücksichtigen. Ein Erwerb ist daher nur mit einem ausreichenden Sicherheitsabschlag für unvorhergesehene Baukosten vertretbar.
Chancen
Vielseitige Nutzungspotenziale für Wohnzwecke, Lager oder nicht störendes Kleingewerbe denkbar
Risiken
Vollständiger Sanierungs- und Modernisierungsbedarf sämtlicher Gewerke und Ausbauten erforderlich
Ausführliches Dossier
Das Versteigerungsobjekt befindet sich im Ortskern des Sonnewalder Ortsteils Schönewalde im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Das 574 m² große Grundstück liegt am historischen Dorfanger direkt an der befestigten Dorfstraße und weist einen regelmäßigen, annähernd rechteckigen Zuschnitt auf. Bebaut ist das Areal mit einem eingeschossigen, nicht unterkellerten Massivgebäude, das mutmaßlich in den 1980er-Jahren als Konsum-Verkaufsstelle errichtet wurde. Das Bauwerk bietet eine Brutto-Grundfläche von ca. 112 m² sowie eine Netto-Nutzfläche von rund 93 m², aufgeteilt in einen ehemaligen Verkaufsraum (45 m²) und Funktions- bzw. Lagerräume nebst Küche und WC (48 m²). Der bauliche Zustand des Gebäudes erfordert eine vollständige Kernsanierung. Während die Grundsubstanz mit Außenmauerwerk und Fundamenten bauzeitlich solide ist, sind sämtliche Ausbau- und Installationselemente verschlissen oder unbrauchbar. Beheizt wurde das Objekt lediglich über einen einzelnen Kachelofen, die Elektroinstallation sowie die sanitären Anlagen sind veraltet. Ein wesentlicher Kostenfaktor bei der anstehenden Instandsetzung ist das flach geneigte Satteldach, das mit Wellasbestplatten eingedeckt ist und einer fachgerechten Schadstoffsanierung bedarf. Sämtliche Hausanschlüsse sind derzeit stillgelegt, das Objekt steht seit den frühen 1990er-Jahren ungenutzt leer. In rechtlicher Hinsicht ist das Flurstück 43/3 mit mehreren Dienstbarkeiten in Abteilung II des Grundbuches belastet. Hierzu gehören ein Leitungsrecht für den WAV Westniederlausitz, eine Leitungsdienstbarkeit für eine Gasleitung der Stadtwerke Finsterwalde sowie ein Wegerecht zur Erschließung des nördlichen Nachbargrundstücks Dorfstraße 18a. Dessen Wohnhaus steht zudem traufständig direkt auf der gemeinsamen Grundstücksgrenze und verfügt über Grenzfenster, weshalb eine 60 m² große Teilfläche einer Abstandsflächenbelastung unterliegt. Ferner besteht laut WAV ein offener Abwasserbeitragsbescheid über 3.013,50 €. Im Ergebnis stellt das Grundstück eine günstige Einstiegsmöglichkeit für erfahrene Sanierer dar, birgt jedoch durch den Sanierungsaufwand, Asbestbelastungen und bestehende Rechtslasten erhebliche Risiken. Ein Erwerb empfiehlt sich nur unter konservativem Ansatz der Nebenkosten und strikter Beachtung der anfallenden Entsorgungs- und Erschließungskosten.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Innen + außen
in zentraler Lage gelegenes und mit einem 1-geschossigen Gebäude bebautes Grundstück
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0015 K 0049/2024
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- Stadt Sonnewalde Angabe aus den Unterlagen (Portal, Deckseite), ohne Gewähr.
- 12.01.2027 · 10:00 Uhr
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Objekt
- Sonstiges
- Leerstehend
- Innen + außen
- 1985
Flächen & Wert
- 38.800 €
- 93 m²
- 574 m²
- 574 m²
- 12 €/m²
- 6.888 €574 m² × 12 €/m² · MEA 100 %
Lage
Karte- Dorfstraße
- 03249
- Sonnewalde
- Schönewalde
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 12 €/m²
- 574 m²
- 6.888 €
- 38.800 €
- 5,63
- 31.912 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Unterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte