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0030 K 0062/ 2022
Aktiv

ZwangsversteigerungWohn-/Geschäftshaus in Berlin, Berlin

Verkehrswert
187.000.000 €
Wohnfläche
1.270 m²
Termin
18.09.2026
in 10 Tagen

Kategorie

Wohn-/Geschäftshaus

Berlin

Verfahren

Aktenzeichen0030 K 0062/ 2022
AmtsgerichtMitte

Kenndaten

Wohnfläche1.270 m²
Gewerbefläche24.175 m²
Grundstück4.801 m²
Baujahr1996
ZustandSanierungsbedürftig
Vermietung!Teilvermietet

Biet-Score

Fazit

Angesichts des erheblichen Instandhaltungsstaus, des überwiegenden Leerstands und der notwendigen Revitalisierungsmaßnahmen ist eine konservative Kaufpreisdisziplin unerlässlich. Die belegten Mietverträge für Teile der Büroflächen zeigen zwar ein hohes Mietniveau, jedoch sind die Gesamtmieteinnahmen und die Vermietung der Tiefgarage unklar. Vor einem Zuschlag sollten der tatsächliche Zustand aller nicht besichtigten Einheiten, die genaue Höhe des Instandhaltungsstaus und die rechtliche Situation der Mietverträge detailliert geprüft und entsprechende Abschläge im Gebot eingepreist werden.

01

Dossier

!
KI-gestützt
Zusammenfassung

Wohn-/Geschäftshaus · Bj. 1996 · Teilvermietet

Das Wohn- und Geschäftshaus "Quartier 206 der Friedrichstadt-Passagen" in Berlin-Mitte wird im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert. Das Objekt ist teilweise vermietet, weist jedoch überwiegend Leerstand auf. Der Verkehrswert wurde auf 187.000.000 € festgesetzt. Es umfasst ca. 8.110 m² Einzelhandelsflächen, 15.125 m² Büro-/Praxisflächen, 940 m² Lagerflächen und 1.270 m² Wohnflächen sowie 262 Pkw-Stellplätze. Der Bau- und Unterhaltungszustand ist als sanierungsbedürftig einzustufen, mit erheblichem Instandhaltungsstau und Modernisierungsbedarf. Der Gutachter hatte nur teilweisen Zugang zum Objekt, was die Bewertung einschränkt.

Ausführliches Dossier

Das zur Zwangsversteigerung stehende Objekt ist ein Wohn- und Geschäftshaus, bekannt als "Quartier 206 der Friedrichstadt-Passagen", in zentraler Lage von Berlin-Mitte. Der Verkehrswert wurde zum Stichtag 15.03.2024 auf 187.000.000 € festgesetzt. Die Wertermittlung erfolgte primär nach dem Ertragswertverfahren. Das Grundstück hat eine Fläche von 4.801 m² und ist mit einem 1996 erbauten, achtgeschossigen Gebäude mit vier Untergeschossen bebaut. Es sind 11 Wohnungen und 262 Pkw-Stellplätze in der Tiefgarage vorhanden. Die Gesamtflächen umfassen ca. 8.110 m² Einzelhandelsflächen, 15.125 m² Büro-/Praxisflächen, 940 m² Lagerflächen und 1.270 m² Wohnflächen. Das Objekt ist nur teilweise vermietet und weist einen überwiegenden Leerstand auf, die Schuldnerin gibt eine Vermietungsquote von etwas über 20 % an. Aktuelle Mietverträge für Büroflächen im 4. OG zeigen hohe Mietpreise (ab 25,00 €/m²), jedoch sind viele Mietvertragsunterlagen veraltet oder unvollständig, sodass die tatsächlichen Gesamteinnahmen nicht belastbar ermittelt werden konnten. Die Angaben zur Vermietung der Tiefgarage sind widersprüchlich. Der Bau- und Unterhaltungszustand wird als durchschnittlich bis ausreichend beschrieben, wobei seit der Errichtung 1996 keine übliche Instandhaltung stattfand. Es besteht ein erheblicher Instandhaltungsstau und Revitalisierungsbedarf. Konkrete Mängel umfassen eine defekte Fassadenbefahranlage, Undichtigkeiten an der Schrägfassade, schadhafte Klimatisierungs- und Wasserleitungen sowie teilweise rohbauähnliche Wohnungen. Ein Energieausweis von 2015 liegt vor. Die erforderlichen Revitalisierungsmaßnahmen wurden im Gutachten pauschal als Wertabschläge berücksichtigt. Der Gutachter hatte nur teilweisen Zugang zum Objekt. Während die Tiefgarage und leerstehende Gewerbeflächen vollständig besichtigt werden konnten, waren Funktions- und Lagerflächen sowie vermietete Büro-/Praxisflächen nur teilweise zugänglich. Einige vermietete Wohnungen und die Antennenanlagen auf dem Dach konnten nicht von innen besichtigt werden. Die Funktionsfähigkeit technischer Anlagen wurde nicht geprüft, und Schäden wurden nur offensichtlich erkennbar erfasst. Die Wertermittlung erfolgte teilweise auf Basis einer Außenbesichtigung. Im Grundbuch sind Grunddienstbarkeiten für Tiefgaragenbenutzungs- und Zugangsrechte sowie Netzstationsrechte eingetragen, die laut Sachverständigem keinen Werteinfluss haben. Eine Baulast für eine Fahrgasse ist ebenfalls vorhanden, wird aber aufgrund Gegenseitigkeit als nicht wertbeeinflussend eingeschätzt. Das Objekt liegt in einem Erhaltungsverordnungsgebiet und unterliegt dem denkmalrechtlichen Umgebungsschutz. Es besteht ein Altlastenverdacht im Bodenbelastungskataster, der jedoch aufgrund der Neubebauung als nicht werterheblich eingestuft wird. Vor einem Zuschlag sind die genauen Mietverhältnisse, der tatsächliche Zustand aller nicht besichtigten Bereiche und die detaillierten Kosten für die notwendigen Sanierungs- und Revitalisierungsmaßnahmen zu prüfen.

Chancen
Risiken

Standort

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02

Übersicht

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21 / 24 Felder
Identifikation
Aktenzeichen0030 K 0062/ 2022
Flurstück / Fl. Nr.
KI
AmtsgerichtMitte
BundeslandBerlin
Termin
VerfahrensartVersteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Datum / Uhrzeit18.09.2026 · 10:00:00
!
Ohne Angabe: Termin-Art
Objekt
ObjektartWohn-/Geschäftshaus
Objektzustand
KI
Vermietungsstatus
KI
Besichtigungsstatus
KI
Baujahr
KI
Ohne Angabe: Nutzungsart
Flächen & Wert
Verkehrswert
Wohnfläche
Gewerbefläche
KI
Grundstücksfläche
KI
Bodenrichtwert10.000 €/m²
Ohne Angabe: Nutzfläche
Lage
StraßeFriedrichstraße 71, Taubenstraße
Hausnummer34
PLZ10117
OrtBerlin
StadtteilMitte

Belegungsstatus-Risiko

Teilvermietet

Erhöht prüfpflichtig

Teilvermietung ist bewertungsanfällig. Freie und vermietete Einheiten müssen getrennt betrachtet werden, sonst kippen Ertrag, Sanierungsplan und Übergabeannahmen.

Rechtlich

Für jede Einheit kann eine andere Rechtslage gelten. Mietrecht, Nutzungsrechte und Zugänge sind daher einheitsscharf zu prüfen.

Operativ

Kosten, Zähler, Nebenkosten, Gemeinschaftsflächen, Sanierungszugang und Mieterkommunikation brauchen eine eigene Planung.

Bodenrichtwert

Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert

BORIS Berlin
KennzahlWert
Bodenrichtwert10.000 €/m²
Grundstücksfläche
Gesamtbodenwert
Verkehrswert187.000.000 €
BRW-Verhältnis
Rechnerischer Gebäudeanteil

Vergleich

Für den Balkenvergleich werden Bodenwert und Verkehrswert benötigt.

Für die Bodenwert-Berechnung fehlt die Grundstücksfläche.

Datenquelle & Kontext

Quelle
BORIS Berlin
Stichtag
01.01.2025
Nutzung
M1 - Kerngebiet
Zone
1132
Lage
Mitte
Anbieter öffnen

Der Bodenrichtwert beschreibt den Boden, nicht Gebäudezustand, Rechte oder Bewertungsmethodik.

Markt-Einordnung

Mehrfamilienhäuser

Was kostet der Quadratmeter hier üblicherweise — und wo steht dieses Objekt dazu?

Marktspanne 4.223 bis 6.487 Euro, typisch 4.497 Euro.

Üblicher Marktpreis · Berlin

4.497 €/m²typischer Wert

Spanne 4.223 – 6.487 €/m²

Quelle
Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin (Gutachterausschuss)
Stand
2025
Gilt für
Ein-/Zweifamilienhäuser — Ersatzmaßstab, nicht die Objektart dieses Objekts
Basis
Freihändige Verkäufe im gesamten Stadtgebiet, ohne Unterscheidung nach Stadtteil oder Zustand

Ortsübliche Miete (Nettokaltmiete, Bestandswohnungen): 5,5014,00 €/m² im Monat, typisch 7,21 €/m² · Senatsverwaltung fuer Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Berlin (Mietspiegel), 2024

  • Für Mehrfamilienhäuser liegt in dieser Stadt noch keine eigene Marktspanne vor. Gezeigt wird ersatzweise die Spanne für Ein-/Zweifamilienhäuser — als grobe Hausnummer, nicht als Maßstab für diese Objektart.
Wie diese Einordnung zustande kommt

Berücksichtigt: Objektart (nur Mehrfamilienhäuser; die Marktspanne stammt ersatzweise aus Ein-/Zweifamilienhäuser), räumliche Ebene (Stadtgebiet), Zeitraum, Wohnflächen zwischen 40 und 400 m² (bei Mehrfamilienhäusern über alle Einheiten summiert). Ausgeschlossen sind Bruchteils- und Teilungsversteigerungen sowie Verkehrswerte unter 20.000 €.

Nicht herausgerechnet: Stadtteil und Mikrolage, Baujahr, Zustand, Ausstattung, Etage, Vermietung und bestehen bleibende Rechte. Diese Merkmale erklären oft einen großen Teil des Abstands — die Kennwerte der Vergleichsgruppe stehen deshalb oben dabei.

Der Verkehrswert ist eine gutachterliche Schätzung zu einem Stichtag, der Monate zurückliegen kann. Marktpreise stammen aus freihändigen Verkäufen; in der Zwangsversteigerung liegen Zuschläge typischerweise darunter. Beide Linien werden nur ausgewiesen, wenn mindestens acht Vergleichsfälle vorliegen.

Einordnung, keine Bewertung oder Kaufempfehlung — sie ersetzt weder Gutachten noch eigene Prüfung.

03

Investment Case

04

Investor-Fakten

!
1 Fakten
01

Bewertung

1 Fakt
Verkehrswert
05

Standort-Radar

06

Erwerbsnebenkosten & Liquiditätsbedarf

07

Wert- & Bewertungsanpassungen

Rechte, Lasten & Verfahrenshinweise
Rechte / Lasten
  • Recht / Last

    Grunddienstbarkeit (Tiefgaragenbenutzungsrecht) zugunsten der Nachbargrundstücke (Quartier 205 und 207). Aus sachverständiger Sicht kein Werteinfluss, da sich Rechte und Pflichten mit analogen Eintragungen zugunsten des Bewertungsobjekts kompensieren.

  • Recht / Last

    Grunddienstbarkeit (Zugangsrecht) für Passagen der Friedrichstadt-Passagen. Aus sachverständiger Sicht kein Werteinfluss, da sich Rechte und Pflichten mit analogen Eintragungen zugunsten des Bewertungsobjekts kompensieren.

  • Recht / Last

    Zwei weitere Grunddienstbarkeiten (Zugangsrechte) zugunsten anderer Grundstücke. Aus sachverständiger Sicht kein Werteinfluss.

  • Recht / Last

    Zwei beschränkte persönliche Dienstbarkeiten (Netzstationsrechte) für Trafostationen (Nr. 7038 und 7037) zugunsten eines Versorgungssträgers. Aus sachverständiger Sicht kein Werteinfluss, da die Netzstationen auch der Energieversorgung des Bewertungsobjekts dienen.

ZVG- / Verwaltungshinweise
  • ZVG-/Verwaltungshinweis

    Eintragung des Versteigerungsvermerks am 02.03.2023. Beschlagnahme am 01.03.2023.

  • ZVG-/Verwaltungshinweis

    Die materielle Legalität der baulichen Anlagen und Nutzungen wird vorausgesetzt.

  • ZVG-/Verwaltungshinweis

    Schuldverhältnisse in Abteilung III des Grundbuchs werden in diesem Gutachten nicht berücksichtigt.

08

Beschreibung & Zustand

Objektzustand
KI
Nutzung
KI
Besichtigung
KI
Hinweise
Objektart: Wohn- und Geschäftshaus, Vermietet
Beschreibung (roh)

Es handelt sich um die als "Quartier 206 der Friedrichstadt-Passagen" bekannte, mehrgeschossige Einkaufspassage mit Ladeneinheiten (Einzelhandelsflächen) nebst darüber liegenden Büro-/Praxisetagen sowie 11 Wohnungen. Die Nutzflächen betragen: ca. 8.110 m² Einzelhandelsflächen, ca. 15.125 m² Büro-/ Praxisflächen, ca. 940 m² Lagerflächen, ca. 1.270 m² Wohnflächen. Die zwei Tiefgaragen-Ebenen verfügen über 262 Pkw-Stellplätze. Baujahr des Gebäudes: 1996.

Datenhinweise
  • · 4 Quellen berücksichtigt
  • · 4 mit verwertbaren Informationen
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Umgebung & Emissionen

Daten: UBA + amtliche HQ-Karten

Keine Emissionsdaten verfügbar

Für dieses Objekt liegen noch keine verwendbaren Objektkoordinaten aus dem bestehenden Geocoding vor. Es wird kein neues Geocoding ausgeführt.

Hochwasser

Hochwasserrisiko

Punktprüfung gegen lokal gespeicherte amtliche HQ-Flächen

Wert ab Plus KI sichtbar
HQ10
Wert ab Plus KI sichtbar
HQ100
Wert ab Plus KI sichtbar
HQextrem
Wert ab Plus KI sichtbar
Wassertiefe
Wert ab Plus KI sichtbar
Datenstand
Wert ab Plus KI sichtbar
Quelle
Wert ab Plus KI sichtbar
Wert ab Plus KI sichtbar
Kartierte Umweltdaten (Luftqualität, Lärmbelastung) und Hochwasserrisiko für diese Adresse.Kostenlos ansehen
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Dokumente & Links

Zuletzt geändert: 11.06.2026, 01:01

Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt

Amtliche Bevölkerungs- und Wohnungsbedarfsprognosen für Berlin.

Eher RückenwindHohe Aussagekraft

Die Einordnung beruht auf 9 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll. Ausführliches Zukunftsprofil der Region.

Vor dem Gebot: das Verfahren verstehen

Prüfung, Gebot und Finanzierung — die Grundlagen, die für jedes Objekt gelten.