KI-Dossier
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Zusammenfassung
Bei dem Zwangsversteigerungsobjekt handelt es sich um einen 1/2 Miteigentumsanteil, der mit dem Sondereigentum an den Wohnräumen nebst Garage Nr. 1 (Einfamilienhaus mit Anbau) in Rodgau-Jügesheim verbunden ist. Die Immobilie mit ca. 144 m² Wohnfläche steht leer, weist jedoch einen erheblichen Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf auf. Der Verkehrswert wurde auf 350.000 € festgesetzt, wobei das Sachwertverfahren als primäre Wertermittlungsmethode herangezogen wurde. Zu den wesentlichen Risiken gehören der ungenehmigte Ausbau des Dachgeschosses sowie die ungeklärte exklusive Nutzung des gemeinschaftlichen Gartens durch den Miteigentümer. Für risikobewusste Investoren mit Sanierungskompetenz bietet sich hier eine interessante Erwerbsmöglichkeit in gefragter Rhein-Main-Lage.
Biet-Score
Risikoreich
Fazit der KI
Das Objekt eignet sich ideal für erfahrene Projektentwickler oder versierte Handwerker, die das erhebliche Sanierungspotenzial in attraktiver Wohnlage nutzen möchten. Die zentrale Herausforderung liegt in der Behebung des Modernisierungsstaus und der formellen Legalisierung des Dachgeschossausbaus. Zudem sollte die Gartennutzung im Vorfeld juristisch geklärt werden, um nachbarschaftliche Konflikte zu vermeiden. Ein Gebot deutlich unterhalb des Verkehrswerts von 350.000 € wird dringend empfohlen, um die notwendigen Sanierungs- und Genehmigungskosten wirtschaftlich abzufedern.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Das Zwangsversteigerungsobjekt (Az. 43 K 4/26) betrifft einen 1/2 Miteigentumsanteil, verbunden mit dem Sondereigentum Nr. 1 an einem Einfamilienhaus mit Anbau und Garage, gelegen in der Egerstraße 29 in 63110 Rodgau-Jügesheim. Die Immobilie befindet sich in einer ruhigen, etablierten Wohnlage eines gewachsenen Wohngebiets. Die Infrastruktur vor Ort ist hervorragend, und das Ortszentrum sowie der S-Bahnhof Jügesheim sind in rund einem Kilometer Entfernung schnell erreichbar, was eine sehr gute Anbindung an das gesamte Rhein-Main-Gebiet garantiert. Das Gesamtgrundstück bemisst sich auf 705 m². Das Gebäude, bestehend aus dem Ursprungshaus von ca. 1950 und einem Anbau von ca. 1956, verfügt über eine Wohnfläche von ca. 144 m². Diese verteilt sich in einer interessanten Split-Level-Bauweise auf sieben Zimmer, zwei Küchen, einen Flur und zwei Bäder. Das Haus ist unterkellert. Der bauliche Zustand wird im Gutachten (S. 11, 14) als noch ausreichend, jedoch mit überdurchschnittlichem Unterhaltungs- und Modernisierungsstau beschrieben. Zwar wurden punktuell die Gas-Zentralheizung (ca. 2020) und das Erdgeschossbad (ca. 2005-2010) modernisiert, es besteht jedoch Sanierungsbedarf an den feuchten Kellerwänden, den veralteten Aluminium-Einfachfenstern aus dem Jahr 1977 sowie bei den Wand- und Deckenbelägen. Ein wesentliches rechtliches Risiko stellt der Ausbau des Dachgeschosses im Anbau dar. Hier wurden ohne baurechtliche Genehmigung ein zusätzliches Bad sowie eine Schlafempore errichtet (Gutachten S. 5). Zwar wurde dies im Gutachten wertsteigernd mit 8.000 € berücksichtigt, eine nachträgliche Legalisierung muss jedoch vom Erwerber geprüft werden. Ein weiteres gravierendes Konfliktpotenzial birgt die Gartennutzung: Die Außenanlagen stehen im Gemeinschaftseigentum, werden derzeit jedoch exklusiv vom Eigentümer der anderen Wohnhälfte genutzt. Ein Sondernutzungsrecht für den Stellplatz Nr. 2 wurde wegen Widersprüchen in der Teilungserklärung in der Wertermittlung nicht berücksichtigt. Mit einem festgesetzten Verkehrswert von 350.000 € bietet das leerstehende Objekt eine gute Ausgangsbasis für Investoren mit handwerklichem Geschick. Aufgrund der rechtlichen Unklarheiten bezüglich der Gartennutzung und des Dachgeschossausbaus ist eine sorgfältige Vorbereitung auf den Versteigerungstermin am 06. November 2026 unerlässlich, um das Investitionsrisiko zu minimieren.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Innen + außen
Einfamilienhaus mit Anbau in Form von Wohnungseigentum in Rodgau-Jügesheim, Ursprungsbaujahr ca. 1950, ca. 144 qm Wohnfläche, zugeordnetes Sondereigentum an Garage, überdurchschnittlicher Unterhaltungs- und Modernisierungsbedarf.
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0043 K 0004/2026
Termin
- Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft
- 06.11.2026 · 09:00 Uhr
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Objekt
- Einfamilienhaus
- Leerstehend
- Innen + außen
- 1950
Flächen & Wert
- 350.000 €
- 144 m²
- 1/2
- 352,5 m²
- 725 €/m²
- 255.563 €352,5 m² × 725 €/m² · MEA 50 %
Lage
Karte- Egerstraße
- 29
- 63110
- Rodgau
- Jügesheim
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Markt-Einordnung
Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand)Dieses Objekt
| Üblicher Marktpreis · Rodgau | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| 4.857 €/m² | 4.159 €/m² | |
| Spanne | 4.533 – 4.887 €/m² | 3.393 – 4.794 €/m² mittlere Hälfte |
| Dieses Objekt | -50 % unter dem typischen Wert | -42 % unter dem Median¹ |
| Quelle | Zentrale Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (Gutachterausschuss) | eigene Auswertung gerichtlicher Verkehrswertgutachten (nur Verteilungen, keine Einzelobjekte) |
| Stand | 2026 | letzte 12 Monate |
Üblicher Marktpreis · Rodgau
4.857 €/m²
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
4.159 €/m²
| Üblicher Marktpreis · Rodgau | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| Gilt für | Ein-/Zweifamilienhäuser | Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand) im Kreisgebiet |
| Grundlage | Freihändige Verkäufe im gesamten Stadtgebiet, ohne Unterscheidung nach Stadtteil oder Zustand | 10 Objekte einschließlich dieses Objekts; der Zustand liegt für 8 der 10 vor |
Üblicher Marktpreis · Rodgau
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
Dieses Objekt gegen die Vergleichsgruppe
- Baujahr
- Zustand
- Wohnfläche
Zustandsskala 1–7
9 von 10 Vergleichsobjekten anzeigenEin-/Zweifamilienhäuser (Bestand), nach Preis je m² sortiert; gleichmäßig über die Preisspanne ausgewählt
| Lage | Objektart | Baujahr | Fläche | Zustand | Verkehrswertgerichtlich festgesetzt | je m² | Termin | EntfernungLuftlinie | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Waldstraße, Steinberg | Reihenhaus | 1976 | 137 m² | durchschnittlich | 412.000 € | 3.007 € | 30.09.2026 | 6,0 km | |
| Taunusstraße, Nieder-Roden | Einfamilienhaus | 1960 | 151 m² | sanierungsbedürftig | 480.000 € | 3.179 € | 11.12.2026 | 5,0 km | |
| Rotdornweg, Buchschlag | Einfamilienhaus | — | 335 m² | unbewertet | 1.350.000 € | 4.035 € | 02.07.2026 | unbekannt | |
| Weißdornweg, Oberlinden | Reihenhaus | 1965 | 110 m² | durchschnittlich | 450.000 € | 4.088 € | 29.10.2026 | 17,0 km | |
| Brückengärten, Egelsbach | Doppelhaushälfte | 2007 | 142 m² | gepflegt | 600.000 € | 4.231 € | 03.09.2026 | 17,0 km | |
| Frankfurter Straße, Sprendlingen | Doppelhaushälfte | 1957 | 99 m² | durchschnittlich | 434.000 € | 4.385 € | 21.01.2027 | 13,0 km | |
| Erich-Scheid-Straße, Sprendlingen | Reihenhaus | 2015 | 160 m² | gepflegt | 790.000 € | 4.931 € | 15.10.2026 | 13,0 km | |
| Im Vogelseen, Rembrücken | Einfamilienhaus | 1969 | 126 m² | unbewertet | 624.000 € | 4.952 € | 27.08.2026 | 2,5 km | |
| Im Heimgarten, Mühlheim | Einfamilienhaus | 1932 | 84 m² | stark sanierungsbedürftig | 490.000 € | 5.809 € | 29.10.2026 | 11,0 km |
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 725 €/m²
- 352,5 m²
- 255.563 €
- 350.000 €
- 1,37
- 94.438 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Teilungsversteigerung
Ein Miteigentümer betreibt die Versteigerung, um die Gemeinschaft aufzuheben, oft eine Erbengemeinschaft oder ein getrenntes Paar. Eingetragene Rechte wie Grundschulden bleiben dabei häufig bestehen und gehen auf den Ersteher über; sie kommen zum Gebot hinzu. Grundbuch und Bekanntmachung vorher prüfen.
Teilungsversteigerung erklärt