KI-Dossier
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Zusammenfassung
Zum Aufruf kommt ein um das Jahr 1900 in Massiv- und Fachwerkbauweise errichtetes Einfamilienhaus in Ranstadt, Ortsteil Ober-Mockstadt, mit einer Grundstücksfläche von 314 m². Das Anwesen umfasst das teilunterkellerte Wohnhaus, einen 2022 begonnenen, noch unfertigen dreigeschossigen Eingangsvorbau in Leichtbauweise, eine Garage aus dem Jahr 1970 sowie ein Nebengebäude von vor 1920. Der gerichtlich festgesetzte Verkehrswert beläuft sich auf 227.000 € und wurde im Sachwertverfahren ermittelt. Das Erdgeschoss ist laut Gutachten teilweise vermietet, während das Objekt zugleich als Teil einer Gesamtanlage unter Ensembleschutz steht. Da in einem vorangegangenen Termin der Zuschlag versagt wurde, sind die gesetzlichen Wertgrenzen von 5/10 und 7/10 im anstehenden Versteigerungstermin am 26.01.2027 aufgehoben. Besondere Beachtung erfordert die wegemäßige Erschließung, da der tatsächliche Zugang über ein fremdes Grundstück erfolgt.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Das Versteigerungsobjekt richtet sich vor allem an handwerklich versierte Eigennutzer oder risikobereite Sanierer, die das Potenzial eines historischen Anwesens heben möchten. Während der Wegfall der Wertgrenzen eine Chance auf einen sehr günstigen Einstiegspreis bietet, müssen erhebliche Nachinvestitionen für Feuchtigkeitssanierung, Heizungserneuerung und Asbestentsorgung einkalkuliert werden. Vor Gebotsabgabe sollte zwingend die rechtliche Situation der Zuwegung über das fremde Nachbargrundstück geprüft sowie Einsicht in die bestehenden Mietverträge des Erdgeschosses genommen werden.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Das Versteigerungsobjekt befindet sich in der Schulstraße 6 im Ortsteil Ober-Mockstadt der oberhessischen Gemeinde Ranstadt (Wetteraukreis). Ranstadt liegt am Übergang der Wetterau zum Vogelsberg und bietet über den örtlichen Bahnhof der Lahn-Kinzig-Bahn sowie den rund 10 km entfernten Anschluss an die Bundesautobahn A45 (Florstadt) eine solide Verkehrsanbindung in das Rhein-Main-Gebiet. Das Grundstück umfasst eine Fläche von 314 m² in ebener Lage und ist im Baulastenverzeichnis ohne Eintragungen geführt. Laut Gutachten ist das Ensemble als Kulturdenkmal im Sinne einer Gesamtanlage gemäß § 2 Hessisches Denkmalschutzgesetz erfasst, was mit gesteigerten Abstimmungserfordernissen bei Sanierungsmaßnahmen einhergeht. Der Gebäudekomplex setzt sich aus vier Baukörpern zusammen: dem vor 1900 in kombinierter Massiv- und Fachwerkbauweise errichteten Wohnhaus (Bruttogrundfläche 370 m² über UG, EG, OG und nicht ausgebautem DG), einem 2022 angebauten, dreigeschossigen Eingangsvorbau in Holzständer-Leichtbauweise (43 m² BGF), einer massiven Pultdach-Garage von etwa 1970 (37 m² BGF) sowie einem Nebengebäude von vor 1920 (67 m² BGF). Der bauliche Zustand weist einen ausgeprägten Unterhaltungs- und Renovierungsstau auf. Zu den wesentlichen Mängeln zählen deutliche Feuchteprobleme an der verputzten Fassade und im Untergeschoss, eine überalterte Ölzentralheizung aus dem Jahr 1986, der unfertige Fertigstellungsgrad des neuen Eingangsvorbaus sowie eine Dacheindeckung des Nebengebäudes mit Wellasbestplatten. Fenster und Teile der Elektro- sowie Sanitärinstallationen wurden um das Jahr 2000 modernisiert. Rechtlich und wirtschaftlich bestehen signifikante Besonderheiten: Der tatsächliche Zugang zum Anwesen erfolgt von der rückwärtigen Feldstraße aus über ein fremdes Grundstück, was vom Gutachter mit einem dreiprozentigen Wertabschlag berücksichtigt wurde, da eine dingliche Absicherung nicht belegt ist. Insgesamt brachten die besonderen objektspezifischen Grundstücksmerkmale (Bauschäden -3 %, Unterhaltungsstau -7 %, technische Baumängel -4 %, Fremdzugang -3 %) einen Gesamtabschlag von -17 % (-46.487 €) mit sich. Nach Anwendung eines Marktanpassungsfaktors von 1,10 ermittelte der Sachverständige einen vorläufigen Sachwert von 248.593 € und setzte den Verkehrswert auf glatt 227.000 € fest. Das Erdgeschoss ist ausweislich der Angaben teils vermietet. Da der Zuschlag in einem früheren Termin gemäß § 74a / § 85a ZVG versagt wurde, sind die gesetzlichen Bietgrenzen im anberaumten Termin aufgehoben. Für Kapitalanleger und Eigennutzer bietet die Liegenschaft aufgrund des gefallenen Mindestgebots eine interessante Spekulationsgelegenheit auf einen Erwerb deutlich unter Sachwert. Dem steht jedoch ein erhebliches Sanierungsrisiko gegenüber, das umfassende liquide Mittel für energetische Maßnahmen und die Gebäudeertüchtigung voraussetzt. Interessenten sollten vor dem Biettermin die zivilrechtliche Tragfähigkeit des Wegerechts klären und eine präzise Kostenkalkulation für die anstehenden Instandsetzungsarbeiten erstellen.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Vermietet
- Innen + außen
Wohnhaus Baujahr vor 1900, Massiv- und Fachwerkbauweise mit UG, EG, OG, nicht ausgebautes DG. Feuchteproblem an Fassade und UG. Eingangsvorbau Baujahr 2022, noch nicht komplett fertig gestellt Garage Baujahr 1970 Nebengebäude Baujahr vor 1920
Belegung
vermietet
Ein vermietetes Objekt kann für Kapitalanleger passen, ist für Eigennutzung aber deutlich sensibler. Miete, Vertrag und Kündigungslage bestimmen den realen Wert.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Markt-Einordnung
Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand)Dieses Objekt
| Üblicher Marktpreis · Ranstadt | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| 2.130 €/m² | 1.775 €/m² | |
| Spanne | 1.988 – 2.287 €/m² | 1.284 – 2.356 €/m² mittlere Hälfte |
| Dieses Objekt | -71 % unter dem typischen Wert | -65 % unter dem Median¹ |
| Quelle | Zentrale Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (Gutachterausschuss) | eigene Auswertung gerichtlicher Verkehrswertgutachten (nur Verteilungen, keine Einzelobjekte) |
| Stand | 2026 | letzte 12 Monate |
Üblicher Marktpreis · Ranstadt
2.130 €/m²
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
1.775 €/m²
| Üblicher Marktpreis · Ranstadt | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| Gilt für | Ein-/Zweifamilienhäuser | Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand) im Kreisgebiet |
| Grundlage | Freihändige Verkäufe im gesamten Stadtgebiet, ohne Unterscheidung nach Stadtteil oder Zustand | 16 Objekte einschließlich dieses Objekts; der Zustand liegt für 14 der 16 vor |
Üblicher Marktpreis · Ranstadt
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
Dieses Objekt gegen die Vergleichsgruppe
- Baujahr
- Zustand
- Wohnfläche
Zustandsskala 1–7
15 von 16 Vergleichsobjekten anzeigenEin-/Zweifamilienhäuser (Bestand), nach Preis je m² sortiert; gleichmäßig über die Preisspanne ausgewählt
| Lage | Objektart | Baujahr | Fläche | Zustand | Verkehrswertgerichtlich festgesetzt | je m² | Termin | EntfernungLuftlinie | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Hermannseck, Bönstadt | Zweifamilienhaus | 1900 | 93 m² | stark sanierungsbedürftig | 32.000 € | 344 € | 23.10.2026 | 11,0 km | |
| Friedensstraße, Echzell | Einfamilienhaus | 1970 | 241 m² | sanierungsbedürftig | 293.000 € | 1.216 € | 08.09.2026 | 7,0 km | |
| Krötenburgstraße, Nidda | Zweifamilienhaus | 1955 | 166 m² | sanierungsbedürftig | 204.000 € | 1.229 € | 24.11.2026 | 8,0 km | |
| Auf dem Graben, Nidda | unbebautes Grundstück, Einfamilienhaus | 2001 | 76 m² | unbewertet | 99.001 € | 1.303 € | 25.08.2026 | 8,0 km | |
| Hauptstraße, Düdelsheim | Doppelhaushälfte | 1900 | 129 m² | sanierungsbedürftig | 177.400 € | 1.375 € | 22.12.2026 | 7,0 km | |
| Bismarckstraße, Nidda | Zweifamilienhaus | 1920 | 218 m² | sanierungsbedürftig | 306.000 € | 1.404 € | 20.10.2026 | 9,0 km | |
| Rödger Hauptstraße, Rödgen | Zweifamilienhaus | 1950 | 181 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 290.000 € | 1.602 € | 29.09.2026 | 14,0 km | |
| Dorn-Assenheimer-Straße, Weckesheim | Einfamilienhaus | 1951 | 116 m² | sanierungsbedürftig | 226.000 € | 1.948 € | 15.09.2026 | 9,0 km | |
| Am Dippertsroth, Hirzenhain | Einfamilienhaus | 1997 | 174 m² | durchschnittlich | 347.000 € | 1.994 € | 01.12.2026 | 14,0 km | |
| Zwerchgasse, Hoch-Weisel | Einfamilienhaus | 1967 | 117 m² | sanierungsbedürftig | 265.000 € | 2.264 € | 08.09.2026 | 25,0 km | |
| In den Kräutergärten, Ranstadt | Einfamilienhaus | — | 97 m² | unbewertet | 225.000 € | 2.320 € | 09.06.2026 | unbekannt | |
| Hirzenhainer Straße, Gelnhaar | Einfamilienhaus | 2002 | 122 m² | durchschnittlich | 301.000 € | 2.467 € | 22.09.2026 | 13,0 km | |
| Ringstraße, Nieder-Wöllstadt | Einfamilienhaus | 1930 | 190 m² | gepflegt | 500.000 € | 2.625 € | 18.09.2026 | 16,0 km | |
| Hassia-Höhe, Ranstadt | Einfamilienhaus | 2007 | 106 m² | durchschnittlich | 306.000 € | 2.887 € | 01.09.2026 | 1,0 km | |
| Im Kornfeld, Ranstadt | Einfamilienhaus | 2015 | 119 m² | sanierungsbedürftig | 359.000 € | 3.017 € | 15.09.2026 | 1,0 km |
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 65 €/m²
- 314 m²
- 20.410 €
- 227.000 €
- 11,12
- 206.590 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte