KI-Dossier
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Zusammenfassung
Zur Versteigerung steht ein 3.882 m² großes Gewerbeanwesen einer ehemaligen Textilfärberei und Bleicherei in 91230 Happurg (Hohenstädter Straße 53). Die Liegenschaft umfasst ein dreiteiliges Hallengebäude mit Büro- und Sozialtrakt (ca. 1.602 m² Nutzfläche) sowie eine freistehende Lagerhalle (ca. 50 m² Nutzfläche), errichtet in den Jahren 1972 bis 1984. Das Objekt ist derzeit stillgelegt, leerstehend und technisch erheblich überaltert. Schwerwiegend sind nachgewiesene Gebäudeschadstoffe (Quecksilber, PCB und schwach gebundener Asbest) sowie die fehlende Drittverwendungsfähigkeit der ehemaligen Färbereihalle. Der amtlich festgesetzte Verkehrswert beträgt 400.000 €.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Das Objekt kommt ausschließlich für erfahrene Gewerbe-Projektentwickler oder Spezialinvestoren in Frage, die das erhebliche Sanierungs- und Schadstoffrisiko fachlich und finanziell kalkulieren können. Schwer wiegen vor allem die nachgewiesenen Gebäudeschadstoffe (Quecksilber, PCB, Asbest), der notwendige Totalumbau der kontaminierten Färbereihalle sowie die Lage im Überschwemmungsgebiet. Vor einer Gebotsabgabe ist die Einsichtnahme in die gesonderten Schadstoffgutachten beim Amtsgericht zwingend erforderlich, um den unkalkulierbaren Mehraufwand für Sanierung und Arbeitsschutz abzusichern.
Chancen
Großzügiges Gewerbegrundstück mit 3.882 m² Fläche im qualifizierten Bebauungsplangebiet (Gewerbegebiet GE).
Risiken
Ausführliches Dossier
Das Versteigerungsobjekt befindet sich an der Hohenstädter Straße 53 am nördlichen Ortsrand von Happurg im Landkreis Nürnberger Land. Die Umgebung ist durch landwirtschaftliche Grünflächen, den Happurger Bach sowie den angrenzenden Ortsbereich geprägt. Auf dem 3.882 m² großen Areal befindet sich der vormalige Betriebskomplex der Edgar Roscher Textilfärberei, bestehend aus einem dreiteiligen Hallenkomplex (Büro-, Färberei-, Lager- und Anbautrakt mit zusammen ca. 1.602 m² Nutzfläche) sowie einer einfachen Lagerhalle mit rund 50 m² Nutzfläche. Planungsrechtlich liegt das Areal im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 6E 'Happurg-Gewerbegebiet' (GE, GRZ 0,8, GFZ 1,2). Der bauliche Zustand des Gebäudekomplexes (Baujahre 1972, Erweiterung 1976, Lagerhalle 1984) ist stark sanierungsbedürftig und technisch überaltert. Die Heizungsanlage ist teilweise rückgebaut und funktionsunfähig. Während die Lager- und Bürobereiche in ihrer Struktur weiterverwendet werden können, ist die zentrale Färbereihalle durch eingelassene Tauchbecken, Maschinensockel und Leitungsgräben nicht ebenflächig nutzbar und ohne grundlegenden Rückbau nicht drittverwendungsfähig. Das Gebäude steht nach Insolvenz der Vorbesitzerin leer, enthält jedoch noch diverse Betriebseinrichtungen und Rückstände. Besondere Risiken ergeben sich aus den Umwelt- und Baugrundverhältnissen. Zwar konnte ein Verdacht auf schädliche Bodenverunreinigungen gutachterlich ausgeräumt werden, im Gebäudeinneren wurden jedoch auffällige Belastungen mit Quecksilber und PCB sowie schwach gebundene Asbest-Leichtbauplatten festgestellt, die vor einer Neunutzung aufwändige Schadstoffsanierungen nach TRGS 519 und Raumluftmessungen erfordern. Zudem liegt der Großteil des Grundstücks im festgesetzten Überschwemmungsgebiet (HQ100). Im Grundbuch sind mehrere Starkstromleitungsrechte für Freileitungen gesichert, die Baugrenzen und Schutzzonen definieren; das betriebliche Wasserrecht für die Grundwasserentnahme ist voraussichtlich erloschen. Im Sach- und Ertragswertverfahren berücksichtigte der Sachverständige pauschale Abzüge von 100.000 € für die Nutzbarmachung der Färbereihalle, 40.000 € für die fehlende Heizung sowie 100.000 € für Gebäudeschadstoffe. Der Verkehrswert wurde zum Stichtag 27.01.2026 auf 400.000 € festgesetzt. Für Investoren stellt das Areal eine hochspekulative Revitalisierungsaufgabe dar, bei der vor Gebotsabgabe zwingend Einsicht in das vollständige Schadstoffgutachten genommen werden sollte.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Innen + außen
siehe amtliche Bekanntmachung Altlasten im Gebäude
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 75 €/m²
- 3.882 m²
- 291.150 €
- 400.000 €
- 1,37
- 108.850 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte