ZwangsversteigerungBüro in Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen
Versteigerungstermin
in 50 TagenMi., 16.12.2026 · 09:30 Uhr
Verkehrswert
133.000 €
Nutzfläche
171 m²
Grundanteil
≈ 322,25 m²
Baujahr
1973
KI-Dossier
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Zusammenfassung
Zur Versteigerung steht das Teileigentum Nr. 2 an einem Ladenlokal im Erdgeschoss links eines dreigeschossigen Wohn- und Geschäftshauses in Mülheim an der Ruhr (Stadtteil Dümpten). Das Gebäude mit insgesamt acht Einheiten und acht Garagen wurde 1973 auf einem 1.289 m² großen Eckgrundstück errichtet. Die Einheit umfasst laut Teilungserklärung ca. 147 m² Nutzfläche im Erdgeschoss sowie Kellerräume; zusätzlich existiert ein ca. 24 m² großer Anbau, der rechtlich jedoch dem Gemeinschaftseigentum zusteht. Der Sachverständige konnte keine Innenbesichtigung durchführen und hat den Verkehrswert auf Basis eines Ertragswerts mit modellhafter wohnwirtschaftlicher Umnutzung auf 133.000 € festgesetzt, wobei 312.000 € an besonderen objektspezifischen Grundstücksmerkmalen in Abzug gebracht wurden. Es besteht ein erheblicher Hausgeldrückstand in Höhe von über 17.100 € zuzüglich Verfahrenskosten.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Das Objekt kommt vorrangig für risikobewusste Investoren oder Bauträger mit praktischer Sanierungserfahrung in Frage, sofern ausreichend Eigenkapital für die anstehenden Umbau- und Nachzahlungsverpflichtungen bereitsteht. Schwer wiegen insbesondere die fehlende Innenbesichtigung, die rechtliche Unsicherheit hinsichtlich des Anbaus auf Gemeinschaftseigentum sowie die bestehenden Hausgeldrückstände von über 17.000 €. Interessenten sollten vor einer Gebotsabgabe zwingend Kontakt mit der WEG-Verwaltung aufnehmen und die Zustimmungserfordernisse für eine Umnutzung juristisch prüfen lassen.
Chancen
Umnutzungspotenzial zu attraktivem Wohnraum im Erdgeschoss in solider Wohnlage von Mülheim-Dümpten.
Laufende Instandhaltung der Gesamtanlage durch die WEG mit neuen Kellerfenstern 2024 und Haustür 2025.
Risiken
Ausführliches Dossier
Das Versteigerungsobjekt betrifft den 50/200 Miteigentumsanteil an dem Grundstück Borbecker Straße 142 in 45475 Mülheim an der Ruhr (Gemarkung Dümpten, Flur 1, Flurstück 307 mit 1.289 m² Gesamtfläche), verbunden mit dem Sondereigentum an der Gewerbeeinheit Nr. 2 im Erdgeschoss links nebst Lagerräumen im Keller. Das Wohn- und Geschäftshaus wurde laut Bauakte im Jahr 1973 mit sieben Wohneinheiten, einer Gewerbeeinheit und acht Garagen erbaut. Das Eckgrundstück befindet sich in mittlerer bis guter Wohnlage im Mülheimer Stadtteil Dümpten; Beeinträchtigungen ergeben sich lediglich durch eine benachbarte Trafostation und eine Funkantenne auf dem Nachbargrundstück. Das Teileigentum umfasst gemäß Teilungserklärung ca. 147 m² Nutzfläche im Erdgeschoss und ca. 50 m² Kellerfläche. Zudem existiert ein baurechtlich genehmigter Anbau mit rund 24 m² Grundfläche. Da eine Innenbesichtigung verwehrt bzw. nicht möglich war, wurde das Gutachten nach Aktenlage und Außenbesichtigung erstellt. Es besteht augenscheinlicher Unterhaltungsstau an der Fassade (Risse, Putzabplatzungen) sowie Renovierungsbedarf. Der Sachverständige legte der Wertermittlung eine modellhafte Umnutzung zu Wohnraum zugrunde und kalkulierte hierfür Umnutzungskosten von 256.000 € sowie Baunebenkosten, Projektrisiken und Leerstandskosten von insgesamt 312.000 €, die den Ertragswert mindern. Rechtlich und wirtschaftlich birgt die Einheit beträchtliche Risiken: Für den Anbau besteht weder ein Sondernutzungsrecht noch eine sachenrechtliche Zuordnung zum Sondereigentum, sodass dieser rechtlich Gemeinschaftseigentum darstellt. Eine wohnwirtschaftliche Umnutzung erfordert daher zwingend das Einvernehmen der Wohnungseigentümergemeinschaft. Zudem beläuft sich der Hausgeldrückstand der Einheit zum 03.04.2026 auf 17.109,76 € zzgl. ca. 2.500,00 € Gerichts- und Anwaltskosten bei einem monatlichen Hausgeldabschlag von 535,00 €. Das Grundstück liegt im Bergwerksfeld Roland; bergbauliche Einwirkungen gelten jedoch als abgeklungen. Im Ergebnis schließt die Bewertung mit einem Verkehrswert von 133.000 € ab, der vorrangig durch den anteiligen Bodenwert von 150.000 € gestützt wird. Das Investment erfordert beträchtliche Nachinvestitionen und planerische Absprachen mit der Miteigentümergemeinschaft, weshalb es sich ausschließlich für spezialisierte Akteure mit fundierter Sanierungs- und WEG-Erfahrung eignet.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Vermutlich bewohnt
- Keine Besichtigung möglich
Das Teileigentum Nr. 2 (Ladenlokal) befindet sich im Erdgeschoss links und ist ca. 147 m² groß. Das Baujahr ist ca. 1972. Das Grundstück mit 1.289 m² ist bebaut mit einem Wohn- und Geschäftshaus bestehend aus 7 Wohnungseigentumseinheiten und einer 1 Teileigentumseinheit (Geschäftslokal) sowie 8 Garagen.
Belegung
vermutlich bewohnt
Die Datenlage zeigt ein Belegungssignal, aber keine gesicherte Besitzlage. Das ist ein Warnsignal, keine belastbare Tatsache.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0007 K 0003/2025
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- 16.12.2026 · 09:30 Uhr
!
Objekt
- Büro
- Vermutlich bewohnt
- Keine Besichtigung möglich
- 1973
Flächen & Wert
- 133.000 €
- 171 m²
- 147 m²
- 50/200 an Flurstück 307
- 322,25 m²
- 480 €/m²
- 154.680 €322,25 m² × 480 €/m² · MEA 25 %
Lage
Karte- Borbecker Str.
- 142
- 45475
- Mülheim an der Ruhr
- Dümpten
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
WEG
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 480 €/m²
- 322,25 m²
- 154.680 €
- 133.000 €
- 0,86
- -21.680 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte