KI-Dossier
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Zusammenfassung
Einfamilienhaus mit Anbau in Königsee, Ortsteil Horba, mit ca. 169 m² Wohnfläche auf einem 249 m² großen Grundstück. Das Objekt wurde ursprünglich 1914 errichtet und im Jahr 2003 aufgestockt. Es befindet sich in einem einfachen, bedingt nutzbaren Zustand und steht seit 2024 leer. Der festgesetzte Verkehrswert liegt bei 90.000 € im Sachwertverfahren, wobei die gesetzlichen Wertgrenzen für diesen Versteigerungstermin weggefallen sind.
Biet-Score
Risikoreich
Fazit der KI
Das Objekt bietet durch den Leerstand und den Wegfall der Wertgrenzen eine günstige Einstiegsmöglichkeit für Handwerker oder Sanierer. Dem attraktiven Einstiegspreis stehen jedoch erhebliche funktionelle Mängel, der Stilllegungs-Schornstein nach einem Brand sowie die rechtlich ungeklärte Überbausituation des Schuppens auf Gemeindegrund gegenüber. Vor der Gebotsabgabe sollten Bieter eine solide Kostenschätzung für die Fertigstellungsarbeiten (Fassade, Haustechnik, Erdgeschoss) und für die Ertüchtigung der Abwasserentsorgung einholen.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Bei dem zu bewertenden Zwangsversteigerungsobjekt handelt es sich um ein teilweise unterkellertes Einfamilienhaus mit einem Anbau in ruhiger Ortslage von Königsee, im Ortsteil Horba. Das Gebäude wurde ursprünglich im Jahr 1914 errichtet und im Jahr 2003 durch eine umfassende Aufstockung des Hauptgebäudes sowie der Anbauten erweitert, wodurch sich eine großzügige Wohnfläche von ca. 169 m² ergibt. Das zugehörige Grundstück ist mit lediglich 249 m² sehr klein und ungleichmäßig geschnitten. In direkter Nachbarschaft befindet sich der Friedhof mit der historischen Dorfkirche sowie der Dorffestplatz. Die ländlich geprägte Lage wird infrastrukturell als einfach beurteilt, bietet aber mit einer in 150 m Entfernung liegenden Bushaltestelle eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Das Gebäude befindet sich laut dem Sachverständigengutachten in einem einfachen, nur bedingt nutzbaren baulichen Zustand und steht seit dem Jahr 2024 vollständig leer. Während das im Jahr 2003 aufgestockte Obergeschoss über eine modernere Ausstattung verfügt, ist das Erdgeschoss in einem sehr einfachen und renovierungsbedürftigen Zustand verblieben. Die Elektroinstallation stammt hier teilweise noch aus DDR-Zeiten, und es bestehen erhebliche funktionelle Mängel wie Niveauunterschiede mit Türschwellen (Stolpergefahr), niedrige Deckenhöhen (Keller mit 1,85 m, Bad im EG mit 2,30 m) sowie ungünstige Raumaufteilungen mit gefangenen Zimmern. Nach einem Brand im Jahr 2020 wurde ein Schornstein stillgelegt und durch den Schornsteinfeger gesperrt, woraufhin ein neuer Edelstahlschornstein angebaut wurde. Die Abwasserentsorgung erfolgt dezentral über eine grundstückseigene Ausfahrgrube, deren exakte Kapazität und Zustand unbekannt sind. Unter rechtlichen und baulichen Gesichtspunkten sind relevante Risiken zu berücksichtigen: Die in Abteilung II des Grundbuchs eingetragenen Lasten (Wohnungsrecht und Reallast) sind zwar aufgrund des Ablebens der Begünstigten im Jahr 2016 materiell erloschen, müssen jedoch vom zukünftigen Eigentümer noch formell gelöscht werden. Ein schwerwiegenderes Risiko stellt der südliche Schuppenanbau dar, bei dem es sich um einen Überbau (ca. 3 m x 3 m) auf einem Gemeindeflurstück der Stadt Königsee handelt. Laut Aussage der Schuldnerin liegt hierfür eine Abrissforderung der Gemeinde vor, was von der Stadtverwaltung jedoch auf Nachfrage bisher nicht offiziell bestätigt werden konnte. Investitionsfazit: Mit einem gutachterlich festgesetzten Verkehrswert von 90.000 € und dem Wegfall der gesetzlichen Wertgrenzen (5/10 und 7/10) in diesem Folgetermin bietet das Objekt eine preisgünstige Einstiegsmöglichkeit für handwerklich versierte Eigennutzer oder Investoren. Käufer müssen jedoch erhebliche finanzielle Puffer für die Beseitigung der Baumängel und den unklaren Status des Schuppen-Überbaus einkalkulieren.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Innen + außen
Einfamilienhaus mit Anbau; Baujahr 1914, Aufstockung im Jahre 2003; teilweise unterkellert; seit 2024 leerstehend; Wohnfläche ca. 169 m²; einfacher, bedingt nutzbarer Zustand
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- K 0111/2025
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- 08.12.2026 · 10:50 Uhr
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Objekt
- Einfamilienhaus
- Leerstehend
- Innen + außen
- 1914
Flächen & Wert
- 90.000 €
- 169 m²
- 249 m²
- 249 m²
- 19 €/m²
- 4.731 €249 m² × 19 €/m² · MEA 100 %
Lage
Karte- Horba
- 31
- 07426
- Königsee
- Horba
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Markt-Einordnung
Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand)Dieses Objekt
| Üblicher Marktpreis · Königsee | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| 777 €/m² | 522 €/m² | |
| Spanne | 568 – 858 €/m² | 436 – 710 €/m² mittlere Hälfte |
| Dieses Objekt | -31 % unter dem typischen Wert | +2 % über dem Median¹ |
| Quelle | Gutachterausschüsse für Grundstückswerte im Freistaat Thüringen (TLBG) (Gutachterausschuss) | eigene Auswertung gerichtlicher Verkehrswertgutachten (nur Verteilungen, keine Einzelobjekte) |
| Stand | 2025 | letzte 12 Monate |
Üblicher Marktpreis · Königsee
777 €/m²
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
522 €/m²
| Üblicher Marktpreis · Königsee | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| Gilt für | Ein-/Zweifamilienhäuser | Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand) im Kreisgebiet |
| Grundlage | Freihändige Verkäufe im gesamten Stadtgebiet, ohne Unterscheidung nach Stadtteil oder Zustand | 8 Objekte einschließlich dieses Objekts |
Üblicher Marktpreis · Königsee
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
Dieses Objekt gegen die Vergleichsgruppe
- Baujahr
- Zustand
- Wohnfläche
Zustandsskala 1–7
7 von 8 Vergleichsobjekten anzeigenEin-/Zweifamilienhäuser (Bestand), nach Preis je m² sortiert; gleichmäßig über die Preisspanne ausgewählt
| Lage | Objektart | Baujahr | Fläche | Zustand | Verkehrswertgerichtlich festgesetzt | je m² | Termin | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Markt, Königsee | Einfamilienhaus | 1800 | 197 m² | sanierungsbedürftig | 64.000 € | 325 € | 13.01.2027 | |
| Uhlsbachstraße, Uhlstädt | Einfamilienhaus | 1930 | 140 m² | stark sanierungsbedürftig | 53.000 € | 379 € | 10.03.2027 | |
| Ortsstraße, Marktgölitz | Einfamilienhaus | — | 176 m² | sanierungsbedürftig | 80.000 € | 455 € | 08.12.2026 | |
| Stiegel, Reichmannsdorf | Einfamilienhaus | 1880 | 187 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 95.500 € | 511 € | 02.12.2026 | |
| Saalfelder Straße, Schwarza | Doppelhaushälfte | 1870 | 95 m² | stark sanierungsbedürftig | 67.000 € | 705 € | 04.11.2026 | |
| An der Leite, Rottenbach | Einfamilienhaus | — | 146 m² | sanierungsbedürftig | 106.000 € | 726 € | 14.10.2026 | |
| Remdaer Hauptstraße, Remda | Reihenhaus | 1936 | 102 m² | sanierungsbedürftig | 80.000 € | 784 € | 09.12.2026 |
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 19 €/m²
- 249 m²
- 4.731 €
- 90.000 €
- 19,02
- 85.269 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende RechteZu diesem Verfahren ist bereits ein früherer Termin belegt
Am 8. Juli 2026 stand dasselbe Objekt schon einmal zur Versteigerung. Ob die Wertgrenzen der §§ 74a/85a ZVG dadurch weggefallen sind, hängt davon ab, warum jener Termin ohne Zuschlag endete: Scheiterte er an den Grenzen, gelten sie im kommenden Termin nicht mehr — wurde er nur verlegt, gelten sie weiter.