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0030 K 0126/ 2014
Aktiv

ZwangsversteigerungGastronomie in Berlin, Berlin

Verkehrswert
1.430.000 €
Termin
17.12.2026
in 73 Tagen

Kategorie

Gastronomie

Berlin

Verfahren

Aktenzeichen0030 K 0126/ 2014
AmtsgerichtLichtenberg

Kenndaten

Nutzfläche4.080,64 m²
Gewerbefläche4.080,64 m²
Grundstück3.128 m²
Baujahr2000
ZustandStark sanierungsbedürftig
Vermietungvermietet

Biet-Score

Fazit

Das Objekt eignet sich vor allem für erfahrene Projektentwickler und gewerbliche Bestandshalter, die über das nötige Kapital und Know-how zur umfassenden Neupositionierung verfügen. Die gegenwärtig beachtlichen Erträge aus der Zwischennutzung als Notunterkunft sollten nicht als dauerhafte Ertragsbasis angesetzt werden, bieten einem Ersteher jedoch kurzfristig wirtschaftlichen Spielraum für Planungsphasen. Da der Ertragswert nach Abzug des Sanierungsstaus (ca. 940.000 €) unter dem Freilegungswert des Baugrundstücks (1.430.000 €) liegt, ist neben einer Kernsanierung zum Boardinghouse oder Wohnkomplex auch der vollständige Rückbau zugunsten einer Wohnbebauung nach § 34 BauGB kalkulatorisch zu prüfen.

01

Dossier

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KI-gestützt
Zusammenfassung

Gastronomie · Bj. 2000 · vermietet

Zum Aufruf kommt das im Jahr 2000 errichtete, ehemalige Hotel 'Parkhotel Schloss Kaulsdorf' auf einem 3.128 m² großen Eckgrundstück in Berlin-Kaulsdorf. Das Objekt verfügt über eine Gesamtnutzfläche von rund 4.080,64 m² mit 58 Gästezimmern (nominell 99 Betten), Gastronomiebereichen, Festsälen sowie 22 Tiefgaragenplätzen. Seit der Insolvenz des Hotelbetriebs und dem Entzug der Hotel-Gewerbeerlaubnis im Jahr 2015 wird das Gebäude durch die Zwangsverwaltung als Beherbergungsstätte für Geflüchtete genutzt. Der bauliche Zustand ist in der Grundsubstanz solide, weist jedoch einen erheblichen Fertigstellungs-, Instandhaltungs- und Revitalisierungsrückstau auf, der vom Gutachter mit rund 2.000.000 € beziffert wird. Der gerichtlich festgesetzte Verkehrswert beläuft sich auf 1.430.000 €, welcher sich maßgeblich aus dem modifizierten Bodenwert (2.330.360 €) abzüglich kalkulatorischer Freilegungskosten (900.000 €) ableitet.

Ausführliches Dossier

Das zu versteigernde Objekt Brodauer Straße 33 / Münsterberger Weg 47 umfasst ein 3.128 m² großes Grundstück im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, Ortsteil Kaulsdorf. Auf dem Areal befindet sich ein im Jahr 2000 errichtetes, 3-geschossiges Hotelgebäude mit vollständig unterkellertem Souterrain, ausgebautem Satteldach in zwei Ebenen und markantem Aussichtsturm. Die Architektur orientiert sich historisierend an einem Schlosshotel. Die Gesamtnutzfläche beträgt laut Bauakte 4.080,64 m² und verteilt sich auf 58 Gästezimmer (99 Betten), Restaurantbereiche für rund 110 Gäste, Festsäle (Spiegelsaal, Ballsaal), Konferenzräume sowie eine Tiefgarage mit 22 Stellplätzen. Die Lage ist als dezentrale mittlere Wohnlage einzustufen, wobei die Entfernung zum Alexanderplatz rund 12 km beträgt und der S-Bahnhof Kaulsdorf fußläufig erreichbar ist. Das Gebäude wurde bis zur Betreiberinsolvenz im Jahr 2015 als Schlosshotel geführt. Im Juli 2015 wurde die Gewerbeerlaubnis entzogen und das Amtsgericht ordnete die Zwangsverwaltung an. Seither dient das Anwesen unter Leitung des Zwangsverwalters im Auftrag des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) als Unterkunft für geflüchtete Personen. Die Grundsubstanz mit WU-Beton-Keller und Poroton-Mauerwerk ist massiv und ohne wesentliche Bauschäden am Tragwerk. Jedoch besteht ein gravierender Unterhaltungs- und Fertigstellungsrückstau: Teile wie der Wellness-/Saunabereich, der Turmaufbau sowie eine Dachterrasse verblieben im Rohbauzustand, die Ausstattung und Haustechnik sind verbraucht und die Brandschutzklappen teilweise stillgelegt. Der Gutachter beziffert den gesamten Fertigstellungs- und Revitalisierungsaufwand auf pauschal 2.000.000 €. In Abteilung II des Grundbuchs sind lediglich die Vollstreckungsvermerke eingetragen; Baulasten oder Altlasteneinträge bestehen laut Auskunft der Behörden nicht. Die elf vor dem Objekt gelegenen Außenstellplätze befinden sich auf öffentlichem Straßenland und dürfen nur im Rahmen eines gesonderten Vertrags für den Hotelbetrieb genutzt werden. Die planungsrechtliche Beurteilung erfolgt nach § 34 BauGB im unbeplanten Innenbereich, wobei der FNP Wohnbauflächen darstellt. Im Ertragswertverfahren ermittelt der Sachverständige einen vorläufigen Wert von 2.941.000 €, welcher nach Abzug der Revitalisierungskosten von 2.000.000 € auf 940.000 € sinkt. Da der bereinigte Bodenwert (Bodenwert 2.330.360 € abzüglich 900.000 € Freilegungskosten) mit 1.430.000 € deutlich darüber liegt, wurde dieser Betrag als amtlicher Verkehrswert festgesetzt. Für Investoren eröffnet das Verfahren die Chance auf einen substanzstarken Baukörper weit unter Erstellungskosten, verlangt jedoch eine klare Strategie hinsichtlich Umnutzung oder Arealentwicklung.

Chancen
Risiken

Standort

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02

Übersicht

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22 / 26 Felder
Identifikation
Aktenzeichen0030 K 0126/ 2014
AmtsgerichtLichtenberg
BundeslandBerlin
Ohne Angabe: Flurstück / Fl. Nr.
Termin
VerfahrensartVersteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Datum / Uhrzeit17.12.2026 · 09:30:00
!
Ohne Angabe: Termin-Art
Objekt
ObjektartGastronomie
Objektzustand
Vermietungsstatusvermietet
Besichtigungsstatusteilbesichtigung
Baujahr2000
Ohne Angabe: Nutzungsart
Flächen & Wert
Verkehrswert1.430.000 €
Nutzfläche4.080,64 m²
Gewerbefläche4.080,64 m²
Grundstücksfläche3.128 m²
Anteilige Grundstücksfläche3.128 m²
Bodenrichtwert530 €/m²
Anteiliger Bodenwert1.657.840 €3.128 m² × 530 €/m² · MEA 100 %
Ohne Angabe: Wohnfläche
Lage
StraßeBrodauer Straße
Hausnummer33, Münsterberger Weg 47
PLZ12621
OrtBerlin
StadtteilKaulsdorf

Belegungsstatus-Risiko

vermietet

Prüfpflichtig

Ein vermietetes Objekt kann für Kapitalanleger passen, ist für Eigennutzung aber deutlich sensibler. Miete, Vertrag und Kündigungslage bestimmen den realen Wert.

Rechtlich

Der Erwerber tritt grundsätzlich in bestehende Mietverhältnisse ein. Bei Wohnraum braucht eine Kündigung regelmäßig einen gesetzlichen Grund; Härtegründe können zusätzlich wirken.

Operativ

Mietvertrag, Kaution, Rückstände, Nebenkosten, Untervermietung und Mieterhistorie entscheiden, ob der Ertrag stabil oder problematisch ist.

Bodenrichtwert

Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert

System
KennzahlWert
Bodenrichtwert530 €/m²
Anteilige Bodenfläche3.128 m²
Anteiliger Bodenwert1.657.840 €
Verkehrswert1.430.000 €
BRW-Verhältnis0,86
Rechnerischer Anteil Gebäude / Wohnung-227.840 €

Balkenvergleich

normalisiert auf den höchsten Wert
Bodenwert1.657.840 €
Verkehrswert1.430.000 €
Der rechnerische Bodenwert liegt über dem Verkehrswert.Verkehrswert je m² Boden liegt unter dem Bodenrichtwert.

Datenquelle & Kontext

Quelle
System
Berechnungen
Flächenanteil
3.128 m² Gesamtgrundstück = 3.128 m² Miteigentumsanteil
Anteiliger Bodenwert
3.128 m² × 530 €/m² · MEA 100 %
VW je m² Boden
457 €/m²
BRW-Verhältnis
457 €/m² / 530 €/m²
Rechnerischer Anteil Gebäude / Wohnung
1.430.000 € − 1.657.840 € = -227.840 €

Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. BRW-Verhältnis = VW je m² ÷ BRW.

Der Bodenrichtwert beschreibt den Boden, nicht Gebäudezustand, Rechte oder Bewertungsmethodik.

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Investment Case

04

Investor-Fakten

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22 Fakten
01

Bewertung

7 Fakten
Verkehrswert
Verkehrswert je m² Nutzfläche
Verkehrswert je m² Gewerbefläche
Verkehrswert je m² Grundstück
Bewertungsverfahren
Restnutzungsdauer
Wertermittlungsstichtag
02

Rechte

7 Fakten
Wohnrecht
Nießbrauch
Erbbaurecht
Altlasten
Rechtliches Risiko
Rechtliches Risiko
Rechtliches Risiko
03

Ertrag

3 Fakten
Vermietungsstatus
Marktmiete monatlich
Jahresmarktmiete
04

Zustand

5 Fakten
Schadenshinweise
Zustandsstufe
Zustandszusammenfassung
Dämmungsstatus
Energieeffizienz
05

Standort-Radar

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Erwerbsnebenkosten & Liquiditätsbedarf

07

Wert- & Bewertungsanpassungen

08

Beschreibung & Zustand

Objektzustand
Nutzung
vermietet
Besichtigung
teilbesichtigung
Hinweise
—
Beschreibung (roh)

Die folgenden Angaben sind dem Gutachten entnommen und ohne Gewähr: Auf dem Grundstück befindet sich ein 3-geschossiges Hotelgebäude aus dem Jahre 2000 mit vollständiger Unterkellerung sowie mit 2 Geschossebenen und Aussichtsturm im Charakter eines Schlosshotels. Im UG befindet sich als Teil der Unterkellerung eine Tiefgarage. Die Hotelzimmer mit 77 Gästebetten dienen seit ca. 2015 überwiegend den dort untergebrachten Flüchtlingen als Kleinstwohnungen. Das Restaurant und die Veranstaltungsräume werden nicht mehr entsprechend der vorgesehenen Zwecke genutzt. Weitere Einzelheiten können dem Gutachten entnommen werden.

Datenhinweise
  • · Umfangreiches Gutachten aus dem Jahr 2022 mit detaillierter Erfassung von Bau- und Nutzungsgeschichte, Flächen und Mängeln. Der Versteigerungstermin liegt jedoch im Jahr 2026, sodass der Wertermittlungsstichtag (Dezember 2021) mehrere Jahre zurückliegt.
  • · Gut fundiert durch zwei Ortstermine des Gutachters mit dem Zwangsverwalter; Haupträume und wesentliche Zimmer konnten eingesehen werden.
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Umgebung & Emissionen

Daten: UBA + amtliche HQ-Karten

Keine Emissionsdaten verfügbar

Für dieses Objekt liegen noch keine verwendbaren Objektkoordinaten aus dem bestehenden Geocoding vor. Es wird kein neues Geocoding ausgeführt.

Hochwasser

Hochwasserrisiko

Punktprüfung gegen lokal gespeicherte amtliche HQ-Flächen

Ausstehend
HQ10
unbekannt
HQ100
unbekannt
HQextrem
unbekannt
Wassertiefe
—
Datenstand
—
Quelle
Amtliche Hochwasserdaten
Hochwasserrisiko wurde noch nicht berechnet.
10

Dokumente & Links

Zuletzt geändert: 02.10.2026, 22:56

Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt

Amtliche Bevölkerungs- und Wohnungsbedarfsprognosen für Berlin.

Eher RückenwindHohe Aussagekraft

Die Einordnung beruht auf 9 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll. Ausführliches Zukunftsprofil der Region.

Vor dem Gebot: das Verfahren verstehen

Prüfung, Gebot und Finanzierung — die Grundlagen, die für jedes Objekt gelten.