Symbolbild · kein Foto im GutachtenZwangsversteigerungGrundstück in Hagen, Nordrhein-Westfalen
Versteigerungstermin
in 33 TagenMi., 09.12.2026 · 09:00 Uhr
Verkehrswert
19.000 €
Grundstück
10.767 m²
KI-Dossier
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Zusammenfassung
Zur Versteigerung steht ein 10.767 m² großes, unbebautes Grundstück in Hagen-Haspe (Auf der Linnhardt). Das Areal stellt einen ehemaligen Steinbruch dar, der zwischen 1967 und 2005 unter anderem mit Industrieabfällen sowie Boden- und Bauschutt verfüllt wurde. Das Grundstück liegt größtenteils im Altlastenverdachtsflächenkataster und weist nachgewiesene Grundwasserbelastungen auf; eine behördliche Abnahme der Deponie erfolgte nie. Gemäß Flächennutzungsplan ist das Grundstück als Wald- bzw. Grünfläche dargestellt, liegt im Außenbereich sowie in einem geschützten Landschaftsbestandteil, weshalb eine Bebauung in absehbarer Zeit ausgeschlossen ist. Der festgesetzte Verkehrswert beläuft sich auf 19.000,00 €, wobei die gesetzlichen Wertgrenzen (5/10 und 7/10) in einem früheren Termin bereits weggefallen sind.
Biet-Score
Risikoreich
Fazit der KI
Das Objekt eignet sich keinesfalls für Bau- oder Projektentwickler, sondern birgt für private oder unbedarfte Bieter existenzbedrohende Haftungsrisiken. Durch den Verfüllbetrieb mit Industrieabfällen und die fehlende Deponieabnahme droht dem Ersteher als neuem Grundstückseigentümer eine unmittelbare Heranziehung zu kostenintensiven Grundwasseruntersuchungen und Sanierungsmaßnahmen durch die Untere Bodenschutzbehörde. Zwar lockt der geringe Verkehrswert von 19.000,00 € bei gefallenen Wertgrenzen, doch stehen die potenziellen Umweltfolgekosten in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum Grundstückswert. Ein Erwerb ist allenfalls für spezialisierte Sanierungsgesellschaften oder anliegende Großgrundbesitzer nach eingehender Konsultation der Umweltbehörde denkbar.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um das im Grundbuch von Haspe, Blatt 7206 (Flur 31, Flurstück 106) verzeichnete unbebaute Grundstück mit einer Gesamtfläche von 10.767 m². Das Grundstück liegt im Außenbereich am Fuße des Roderberges westlich der Tückingstraße und ist als geschützter Landschaftsbestandteil 'Haspe-Heubing (Gewerke)' ausgewiesen. Die Zuwegung erfolgt über einen Erschließungsweg von der Tückingstraße. Im Flächennutzungsplan ist das unregelmäßig geformte Gelände als Wald- bzw. Grünfläche dargestellt; eine bauliche Nutzung ist weder vorgesehen noch marktüblich nachgefragt. Das Gelände wurde historisch als Steinbruch betrieben und zwischen 1967 und 2005 verfüllt. Von 1967 bis 1976 wurden hierbei Industrieabfälle, danach Boden- und Bauschuttmaterial eingebracht. Eine behördliche Abnahme der stillgelegten Deponie ist bis heute nicht erfolgt, da geforderte Abschlussberichte und kontinuierliche Grundwasseruntersuchungen durch den Betreiber unterblieben. Messungen wiesen erhebliche Konzentrationen von Halogenkohlenwasserstoffen, Zink, Nickel und Sulfat im Grundwasser nach. Die Oberfläche ist unregelmäßig geformt und mit Gehölz bewachsen. An der südlichen Grenze existiert eine Carportanlage, die im Rahmen der Wertermittlung als nicht werterhöhend eingestuft wurde. Rechtlich und finanziell ist die Immobilie durch die Altlasteneinstufung hochgradig risikobehaftet. Die Untere Bodenschutz- und Abfallwirtschaftsbehörde weist ausdrücklich darauf hin, dass die öffentlich-rechtliche Zustandshaftung gem. Bodenschutzgesetz auch den künftigen Ersteher treffen kann, einschließlich der Pflicht zur Durchführung von Grundwasseruntersuchungen und eventuellen Sanierungs- sowie Sicherungsmaßnahmen. Der Gutachter hat den Bodenwert ausgehend von 3,50 €/m² mit massiven Abschlägen von 30 % für Altlasten und 20 % für die Grundstücksgröße auf 1,75 €/m² reduziert, was zu einem gerundeten Verkehrswert von 19.000,00 € führt. Investoren sollten von einem Gebot absehen, solange die behördlichen Sanierungs- und Überwachungsauflagen nicht exakt quantifiziert sind. Da in einem vorausgegangenen Termin der Zuschlag nach § 74a ZVG versagt wurde, sind die 5/10- und 7/10-Wertgrenzen weggefallen. Trotz des scheinbar günstigen Einstiegspreises überwiegt das unkalkulierbare Kostenrisiko aus der behördlichen Inanspruchnahme für Altlasten.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Nur außen
Laut Gutachten aus einem vorangegangenen Verfahren: Auf dem Versteigerungsobjekt wurde ehemals ein Steinbruch betrieben, der nach seiner Stilllegung verfüllt wurde; das Grundstück ist mit Gehölz und Buschwerk bepflanzt, an der südlichen Grundstücksgrenze ist eine Carportanlage auf dem Bewertungsgrundstück angeordnet; das Versteigerungsobjekt liegt größtenteils im Altlastenverdachtsflächenkataster, insoweit wird ausdrücklich auf die nähere Darstellung unter Pkt. 2.2 des dieser Veröffentlichung beigefügten Gutachtens verwiesen; eine Bebauung ist für den Sachverständigen im Hinblick auf die Darstellungen im Flächennutzungsplan und die Altlastenauskunft in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Bei dem betreibenden Gläubiger handelt es sich um eine Behörde. Ein Ansprechpartner ist daher nicht zu benennen, da dieser weder weitere Auskünfte erteilen, Verkaufsgespräche führen, noch eine Besichtigung vermitteln kann.
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0031 K 0096/2024
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- 09.12.2026 · 09:00 Uhr
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Objekt
- Grundstück
- Leerstehend
- Nur außen
Flächen & Wert
- 19.000 €
- 10.767 m²
Lage
Karte- Auf der Linnhardt
- 58135
- Hagen
- Haspe
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte