ZwangsversteigerungLandwirtschaft in Kirchdorf am Inn, Bayern
Versteigerungstermin
in 88 TagenDi., 19.01.2027 · 11:00 Uhr
Verkehrswert
223.500 €
Grundstück
18.165 m²
KI-Dossier
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Zusammenfassung
Zur Versteigerung steht ein 18.165 m² großes land- und forstwirtschaftliches Grundstück (Flurstück 2877) in der Kirchdorfer Au bei Kirchdorf am Inn. Die Fläche setzt sich laut Liegenschaftskataster aus rund 1,22 ha Ackerland, ca. 0,58 ha Waldfläche sowie einem kleinen Weganteil zusammen. Der amtlich festgesetzte Verkehrswert beträgt 223.500 € und wurde mittels modifiziertem Vergleichswertverfahren auf Basis eines Richtwerts von 12,30 €/m² ermittelt. Die Liegenschaft ist bis zum 31.12.2028 verpachtet und weist im Waldteil naturschutzrechtliche Restriktionen (FFH- und Vogelschutzgebiet) auf. Zudem ist im Grundbuch in Abteilung II ein Leibgeding dinglich gesichert.
Biet-Score
Ausgeglichen
Fazit der KI
Das Objekt kommt vorrangig für ortsansässige Landwirte zur Arrondierung oder Kapitalanleger im Agrarsektor in Betracht, sofern die vertragliche Pachtbindung bis Ende 2028 und die naturschutzrechtlichen Auflagen ins Betriebskonzept passen. Interessenten müssen vor Gebotsabgabe im Versteigerungstermin klären, ob die in Abteilung II eingetragenen Rechte (insbesondere das Leibgeding und Auflassungsvormerkungen) nach den Versteigerungsbedingungen bestehen bleiben oder erlöschen. Ohne vorherige Klärung der Versteigerungsbedingungen und Pachtkonditionen sollte ein Erwerb nicht erfolgen.
Chancen
Risiken
Dinglich gesichertes Leibgeding samt Reallast in Abteilung II des Grundbuchs eingetragen (anteiliger Barwert 9.466 €).
Ausführliches Dossier
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein unbebautes, land- und forstwirtschaftlich genutztes Grundstück in Kirchdorfer Au, 84375 Kirchdorf am Inn (Flurstück 2877 der Gemarkung Kirchdorf). Die Gesamtfläche beträgt 18.165 m² (1,8165 ha), wovon laut Liegenschaftskataster ca. 12.214 m² auf Ackerland, 5.754 m² auf Wald und 197 m² auf Wegflächen entfallen. Die Lage ist ortsfern, rund 450 m südöstlich der Peripherie von Kirchdorf am Inn zwischen der Bundesstraße B12 und dem Fluss Inn an der Grenze zu Österreich. Die Zufahrt ist über einen öffentlichen, beschotterten Wirtschaftsweg im Nordwesten gewährleistet. Das Gelände ist vollkommen eben und verfügt im Ackerbereich über einen guten, rechteckähnlichen Zuschnitt. Die Bodenbeschaffenheit ist mit sandigem Lehm und einer Ackerzahl von 53 als gut eingestuft; das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten führt die landwirtschaftliche Fläche mit Ackerlandstatus. Demgegenüber weist der Waldteil einen Durchforstungsrückstand auf und besitzt nach sachverständiger Einschätzung keine eigenständige wirtschaftliche Werthaltigkeit, weshalb kein gesonderter Holzwert angesetzt wurde. Das Grundstück ist bis zum 31.12.2028 landwirtschaftlich verpachtet. In rechtlicher Hinsicht liegt das gesamte Flurstück laut Regionalplanung in einem Regionalen Grünzug; der Waldteil ist zudem als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH), Vogelschutzgebiet sowie landschaftliches Vorbehaltsgebiet kartiert, was spürbare Bewirtschaftungsbeschränkungen mit sich bringt. Im Grundbuch Blatt 2676 sind in Abteilung II mehrere Belastungen vermerkt, darunter Auflassungsvormerkungen sowie ein Leibgeding für eine 89-jährige Berechtigte. Der Sachverständige ermittelte den auf das Flurstück entfallenden Anteil der Reallast mit 9.466 €, setzte den amtlichen Verkehrswert jedoch ohne Abzug der Belastungen auf 223.500 € fest. Für Agrarinvestoren und örtliche landwirtschaftliche Betriebe bietet das Grundstück eine solide Flächenerweiterung mit guter Bonität. Vor einem Gebot muss zwingend im Versteigerungstermin Einsicht in das geringste Gebot genommen werden, um festzustellen, ob das Leibgeding als bestehend bleibendes Recht übernommen werden muss oder durch den Erlös gedeckt wird.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Vermietet
- Nur außen
Ackerland mit Waldteil; ortsferne Lage; sehr guter Zuschnitt; öffentliche Zuwegung; ebenes Gelände; Bewirtschaftungseinschränkungen vorhanden; als Landwirtschaftsfläche qualifiziert.
Belegung
vermietet
Ein vermietetes Objekt kann für Kapitalanleger passen, ist für Eigennutzung aber deutlich sensibler. Miete, Vertrag und Kündigungslage bestimmen den realen Wert.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 12 €/m²
- 18.165 m²
- 223.430 €
- 223.500 €
- 1,00
- 71 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Unterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte