Interaktives Tool · Terminplanung
Sicherheitsleistungen planen, wenn mehrere Termine parallel laufen
Wer bei Zwangsversteigerungen wirklich günstig kaufen will, verfolgt selten nur ein Verfahren: Erst wer mehrere Termine parallel vorbereitet, kann beim eigenen Limit diszipliniert aussteigen – und kommt trotzdem regelmäßig zum Zug. Genau dabei entsteht ein unterschätzter Engpass: Für jeden Termin ist die Sicherheitsleistung – in der Regel 10 % des festgesetzten Verkehrswerts – vorab zu organisieren, und nach Terminen ohne Zuschlag vergehen je nach Gericht und Zahlungsweg mitunter mehrere Wochen, bis überwiesene Beträge zurückfließen. Wer das nicht einplant, dem fehlt im entscheidenden Termin die Liquidität. Dieser Planer macht sichtbar, wie viel Kapital wann gebunden ist – und wo sich Ihre Termine zum Engpass stapeln.
Ihre Verfahren
Beispiel-Pipeline – zum Bearbeiten freischaltenMaßgeblich ist die rechtzeitige Gutschrift bei der Gerichtskasse – planen Sie Banklaufzeiten großzügig ein.
Variiert je nach Gericht und Zahlungsweg – in der Praxis von wenigen Tagen bis zu etwa sechs Wochen. Stellen Sie Ihre Erfahrung mit dem jeweiligen Gericht ein.
Liquiditäts-Spitzenbedarf
60.000 €
10.08.2026 – 06.09.2026 · 2 Sicherheiten parallel
Summe Überweisungs-Sicherheiten
60.000 €
Über 3 vollständig erfasste Verfahren.
Belegter Bürgschaftsrahmen
26.000 €
Bindet keine Liquidität, belegt aber den mit der Bank vereinbarten Rahmen.
Zeitstrahl der Liquiditätsbindung
Die Linie zeigt den kumulierten Kapitalbedarf aller Überweisungs-Sicherheiten; darunter läuft jeder Balken von der Einzahlung bis zur erwarteten Rückzahlung, die Raute markiert den Termin. Gestrichelte Balken sind Bürgschaften (kein Liquiditätsabfluss).
Planungswerkzeug mit Ihren Annahmen, keine Rechtsauskunft: Höhe, Form und Fristen der Sicherheitsleistung sowie den Zeitpunkt der Rückzahlung bestimmt das zuständige Gericht im jeweiligen Verfahren; per Aktenzeichen geladene Werte stammen aus unserem Bestand öffentlicher Bekanntmachungen und sind gegen die amtlichen Angaben zu prüfen. Erhalten Sie den Zuschlag, wird die geleistete Sicherheit nicht zurückgezahlt, sondern später verrechnet – für diesen Fall übernimmt der Zuschlags-Zahlungsfahrplan. Berechnung vollständig im Browser; Ihre Eingaben werden nicht gespeichert.
Premium-Tool · Verfügbar ab Plus KI
Eigene Verfahren statt Beispiel-Pipeline
Der Planer zeigt hier eine feste Beispiel-Pipeline. Mit Plus KI tragen Sie beliebig viele eigene Verfahren ein — inklusive Aktenzeichen-Import aus unserem Bestand.
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So rechnet der Planer
1 · Betrag
Je Verfahren wird die Sicherheitsleistung als 10 % des festgesetzten Verkehrswerts angesetzt – der gesetzliche Regelfall. Maßgeblich ist immer die Festsetzung des Gerichts im konkreten Verfahren.
2 · Bindungsfenster
Eine überwiesene Sicherheit bindet Liquidität vom Einzahlungstag (Termin minus Vorlauf) bis zur erwarteten Rückzahlung (Termin plus Rückzahlungsdauer). Beide Annahmen stellen Sie selbst ein – die Praxis reicht von wenigen Tagen bis zu etwa sechs Wochen. Bürgschaften binden keine Liquidität, belegen aber den Rahmen bei Ihrer Bank.
3 · Spitzenbedarf
Über alle Bindungsfenster hinweg ermittelt der Planer die höchste gleichzeitig gebundene Summe und den Zeitraum, in dem sie anliegt – die Zahl, die Ihr Konto oder Ihre Zwischenlinie an diesem Tag tatsächlich tragen muss.
Wenn der Spitzenbedarf zu hoch ist
Drei Stellschrauben entschärfen einen Engpass, ohne die Pipeline aufzugeben: Termine zeitlich entzerren (nicht jedes Verfahren muss im selben Monat ernsthaft geboten werden), einzelne Sicherheiten auf Bankbürgschaft umstellen (klären Sie Rahmen und Konditionen vorab mit Ihrer Bank – das ist einer der unterschätzten Bausteine der Bestandsfinanzierung), oder eine Zwischenlinie für die Wochen zwischen Einzahlung und Rückfluss vorhalten. Und in jedem Fall gilt: Die Rückzahlungsdauer Ihres Gerichts lernen Sie aus Erfahrung – erfassen Sie sie nach jedem Termin, dann plant der nächste Durchlauf mit echten Werten statt Annahmen.
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