Symbolbild · kein Foto im GutachtenZwangsversteigerungEinfamilienhaus in Brakel, Nordrhein-Westfalen
Versteigerungstermin
in 139 TagenDo., 11.03.2027 · 09:00 Uhr
Verkehrswert
45.000 €
Wohnfläche
127 m²
Grundstück
167 m²
Baujahr
1900
KI-Dossier
!
Zusammenfassung
Zum Aufruf kommt ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit rückwärtigem eingeschossigem Anbau in 33034 Brakel-Istrup (Stubelitt 8). Das vermutlich um 1900 als dörfliches Wohn- und Wirtschaftsgebäude errichtete Objekt weist eine geschätzte Wohnfläche von rund 127 m² auf. Das Grundstück umfasst lediglich 167 m² und ist nahezu vollständig überbaut, sodass kein eigener Hausgarten und nur ein sehr beengter PKW-Stellplatz vorhanden sind. Ein Zutritt zum Gebäude war dem Sachverständigen nicht möglich, weshalb das Gutachten ausschließlich auf Außenbesichtigung und Aktenlage beruht und ein Risikoabschlag von 15 % vorgenommen wurde. Der amtlich festgesetzte Verkehrswert beträgt 45.000,00 €. Das Anwesen befindet sich in einem stark renovierungs- sowie modernisierungsbedürftigen Zustand und steht augenscheinlich leer.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Die Liegenschaft kommt vorrangig für handwerklich erfahrene Selbstnutzer oder lokale Investoren in Betracht, die bereit sind, das erhebliche Sanierungsrisiko eigenhändig zu tragen. Schwer wiegen vor allem die fehlende Innenbesichtigung, der augenscheinlich längere Leerstand sowie die substanziellen Modernisierungsrückstände bei unklarem Zustand der Haustechnik. Kaufinteressenten sollten bei der Gebotskalkulation zwingend eine substantielle Sicherheitsmarge für unvorhersehbare Instandsetzungskosten einplanen. Ein Erwerb empfiehlt sich nur unter der Voraussetzung, dass ausreichend Liquiditätsreserven für eine tiefgreifende Kernsanierung zur Verfügung stehen.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Das Versteigerungsobjekt befindet sich im Ortskern von Istrup, einer zur Stadt Brakel im ostwestfälischen Kreis Höxter gehörenden Ortschaft mit rund 620 Einwohnern. Die Immobilie Stubelitt 8 liegt in Hanglage an der Einmündung zweier kurviger Anliegerstraßen in direkter Nachbarschaft zur katholischen Pfarrkirche. Das Grundstück weist mit 167 m² einen sehr kleinen, unregelmäßigen Zuschnitt auf und ist nahezu vollständig durch den zweigeschossigen Baukörper sowie einen rückwärtigen Anbau überbaut. Freiflächen oder ein Garten existieren nicht; lediglich eine kleine gepflasterte Restfläche unmittelbar östlich des Gebäudes bietet knapp Raum für einen PKW-Stellplatz. Die überregionale Verkehrsanbindung ist über die unmittelbar nördlich verlaufende Bundesstraße B 64 gegeben, während Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und medizinische Einrichtungen in Brakel oder Bad Driburg in Anspruch genommen werden müssen. Das Wohnhaus wurde schätzungsweise um 1900 als dörfliches Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Mischbauweise errichtet. Im Jahr 1958 wurden ausweislich der Bauakten zwei Außenwände an der Nord- und Ostseite massiv erneuert. Die Wohnfläche wird anhand der historischen Bauzeichnungen auf ca. 127 m² über Erd- und Obergeschoss geschätzt. Äußerlich zeigt sich die Bausubstanz vernachlässigt und renovierungsbedürftig: Es bestehen Putz- und Anstrichschäden, verwitterte Holzverschalungen sowie schadhafte Trauf- und Ortgangbereiche. Das mit Tonziegeln eingedeckte Satteldach ist überaltert, der Dachraum ungedämmt und nicht ausgebaut. Der energetische Zustand ist mit vermuteter Effizienzklasse G bis H als stark sanierungsbedürftig einzustufen. Rechtlich ist das lastenfreie Grundstück im Innenbereich nach § 34 BauGB zu beurteilen und genießt Bestandsschutz. Baulasten oder Denkmalschutzauflagen bestehen laut behördlichen Auskünften nicht. Das Altlastenkataster weist keine schädlichen Bodenverunreinigungen aus. Besondere Brisanz erhält das Verfahren durch den Umstand, dass der Eigentümer auf Anschreiben nicht reagiert hat und dem Gutachter kein Zutritt gewährt wurde. Aus diesem Grund konnte keine Innenbesichtigung stattfinden, weshalb Zustand, Raumaufteilung, Haustechnik und eventuelle Altlasten oder Schäden im Gebäudeinneren unbekannt sind. Dieser Sachverhalt wurde im Gutachten durch einen pauschalen Risikoabschlag in Höhe von 15 % (8.000,00 €) berücksichtigt. Unter Würdigung aller Faktoren erscheint die Immobilie nur für Bieter mit umfassender Sanierungserfahrung und handwerklichem Hintergrund geeignet. Das sehr günstige nominale Preisniveau von 45.000,00 € bietet zwar eine niedrige Eintrittsbarriere und eröffnet Potenzial für Fördermittel zur energetischen Sanierung, wird jedoch durch die engen Grundstücksgrenzen und das erhebliche Sanierungsrisiko relativiert. Bieter sollten das Vollstreckungsrisiko bezüglich des Innenzustands strikt einpreisen.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Keine Besichtigung möglich
Das Versteigerungsobjekt befindet sich in 33034 Brakel, Ortsteil Istrup. Laut Wertgutachten handelt es sich um ein Grundstück, das mit einem Einfamilienhaus mit rückwärtigem eingeschossigen Anbau bebaut ist. Das Wohnhaus ist zweigeschossig. Der Dachraum ist nicht ausgebaut. Das Baujahr wird um 1900 vermutet. Ein Umbau erfolgte 1958. Eine Innenbesichtigung konnte nicht erfolgen. Darum wurde das Gutachten nur aufgrund äußerer Inaugenscheinnahme erstellt. Es besteht erheblicher Modernisierungs- und Instandhaltungsbedarf. Eine Zustimmung zur Veröffentlichung von Kontaktdaten der Gläubigerin liegt dem Gericht nicht vor.
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0017 K 0016/2025
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- 11.03.2027 · 09:00 Uhr
!
Objekt
- Einfamilienhaus
- Leerstehend
- Keine Besichtigung möglich
- 1900
Flächen & Wert
- 45.000 €
- 127 m²
- 27,5 m²
- 167 m²
- 167 m²
- 45 €/m²
- 7.515 €167 m² × 45 €/m² · MEA 100 %
Lage
Karte- Stubelitt
- 8
- 33034
- Brakel
- Istrup
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Markt-Einordnung
Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand)Dieses Objekt
| Üblicher Marktpreis · Brakel | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| 1.573 €/m² | 719 €/m² | |
| Spanne | 1.383 – 2.045 €/m² | 257 – 1.575 €/m² mittlere Hälfte |
| Dieses Objekt | -77 % unter dem typischen Wert | -51 % unter dem Median¹ |
| Quelle | Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Höxter (Gutachterausschuss) | eigene Auswertung gerichtlicher Verkehrswertgutachten (nur Verteilungen, keine Einzelobjekte) |
| Stand | 2026 | letzte 12 Monate |
Üblicher Marktpreis · Brakel
1.573 €/m²
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
719 €/m²
| Üblicher Marktpreis · Brakel | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| Gilt für | Ein-/Zweifamilienhäuser | Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand) im Kreisgebiet |
| Grundlage | Freihändige Verkäufe im gesamten Stadtgebiet, ohne Unterscheidung nach Stadtteil oder Zustand | 10 Objekte einschließlich dieses Objekts; der Zustand liegt für 9 der 10 vor |
Üblicher Marktpreis · Brakel
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
Dieses Objekt gegen die Vergleichsgruppe
- Baujahr
- Zustand
- Wohnfläche
Zustandsskala 1–7
9 von 10 Vergleichsobjekten anzeigenEin-/Zweifamilienhäuser (Bestand), nach Preis je m² sortiert; gleichmäßig über die Preisspanne ausgewählt
| Lage | Objektart | Baujahr | Fläche | Zustand | Verkehrswertgerichtlich festgesetzt | je m² | Termin | EntfernungLuftlinie | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Steinbachtal, Fürstenau | Einfamilienhaus | 2006 | 130 m² | durchschnittlich | 23.000 € | 177 € | 09.10.2026 | 20,0 km | |
| Große Straße, Reelsen | Zweifamilien-Wohnhaus | 1850 | 350 m² | sanierungsbedürftig | 78.000 € | 223 € | 25.02.2027 | 9,0 km | |
| Am Bahnhof, Himmighausen | Garage, Einfamilienhaus, Die Wertermittlung erfolgte ohne Innenbesichtigung | 1937 | 187 m² | sanierungsbedürftig | 42.000 € | 225 € | 10.09.2026 | 14,0 km | |
| Westfalenstraße, Lüchtringen | gewerblich genutztes Grundstück, Zweifamilienhaus, Kfz-Stellplatz, Gewerbeeinheit (z.B. Laden, Büro), Garage, Zweifamilienhaus und gewerblich nutzbare Nebengebäude | 1927 | 211 m² | sanierungsbedürftig | 139.000 € | 659 € | 27.11.2026 | 25,0 km | |
| Kirchweg, Rösebeck | Zweifamilienhaus, Garage, Die Wertermittlung erfolgte ohne Innenbesichtigung | 1920 | 190 m² | sanierungsbedürftig | 148.000 € | 779 € | 09.10.2026 | 20,0 km | |
| Hainhausen, Hainhausen | Garage, Reihenhaus | 1950 | 107 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 150.000 € | 1.402 € | 01.10.2026 | 10,0 km | |
| Im Dorning, Daseburg | Kfz-Stellplatz, Einfamilienhaus, Einfamilienhaus mit Carport und Abstellraum | 1958 | 175 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 285.000 € | 1.633 € | 06.11.2026 | 20,0 km | |
| Am Waldwinkel, Warburg | Einfamilienhaus | — | 92 m² | unbewertet | 158.000 € | 1.717 € | 08.05.2026 | unbekannt | |
| Steinbachtal, Fürstenau | Einfamilienhaus | 2006 | 130 m² | durchschnittlich | 230.000 € | 1.769 € | 09.10.2026 | 20,0 km |
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 45 €/m²
- 167 m²
- 7.515 €
- 45.000 €
- 5,99
- 37.485 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte