TeilungsversteigerungEinfamilienhaus in Kleve, Nordrhein-Westfalen
Versteigerungstermin
in 14 TagenFr., 06.11.2026 · 13:30 Uhr
Verkehrswert
670.131 €
Wohnfläche
146,85 m²
Grundstück
29.046 m²
Baujahr
1961
KI-Dossier
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Zusammenfassung
Versteigert werden im Wege der Teilungsversteigerung drei Flurstücke des Grundbuchs von Bimmen Blatt 35 in 47533 Kleve-Bimmen, einem Ortsteil mit rund 160 Einwohnern unmittelbar am Rhein an der niederländischen Grenze: das 3.593 m² große Eckgrundstück Heerstraße 61 (Flurstück 428) mit einem 1961 errichteten, nicht unterkellerten Einfamilienhaus (146,85 m² Wohnfläche), angebautem Stall und freistehendem Hühnerstall mit Garage sowie zwei Grünlandflächen von 1.241 m² (Flurstück 517) und 24.212 m² (Flurstück 618). Der Gutachterausschuss des Kreises Kleve hat den Wert im Sachwertverfahren zum Stichtag 22.04.2026 mit 670.000 € ermittelt; das Gericht hat die Summe der Einzelwerte von 670.131 € festgesetzt (491.960 € Hausgrundstück einschließlich Bauland-Hinterland, 8.687 € und 169.484 € Grünland). Rund 93 % des Wertes entfallen auf Grund und Boden, weil der hintere Teil des Hausgrundstücks seit Februar 2023 als Bauland nach Innenbereichssatzung gilt; die Gebäude haben nach Alterswertminderung nur noch einen Zeitwert von rund 111.000 €. Das Haus steht seit mehr als sechs Jahren leer, ist nicht modernisiert und weist Feuchte- und Schimmelschäden, eine Ölheizung von 1974, veraltete Elektrik und erhebliche energetische Mängel auf; das Hühnerstalldach ist asbestbelastet. Größtes Risiko neben dem Sanierungsbedarf ist die Abhängigkeit des Wertes von der Baulandentwicklung im Hinterland, für die Erschließungs- und Freilegungskosten von 56.000 € abgezogen wurden, sowie die nachrichtlich vermerkten Hinweise auf Hochwasserrisikogebiet, Kampfmittelverdacht und vermutetes Bodendenkmal. Termin ist der 06.11.2026 um 13:30 Uhr am Amtsgericht Kleve, Schloßberg 1 (Schwanenburg), Sitzungssaal D 100.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Das Objekt richtet sich an Erwerber, die primär Grund und Boden kaufen: Selbstnutzer mit Sanierungsbereitschaft und Bedarf an Nebengebäuden, Landwirte oder Entwickler, die das Bauland im Hinterland (rund 1.858 m²) erschließen und in Teilflächen veräußern wollen. Der Verkehrswert von 670.131 € ist durch aktuelle Bodenrichtwerte und Sachwertfaktoren des Kreises Kleve begründet, hängt aber zu 93 % von Bodenwerten und damit von der tatsächlichen Bebaubarkeit des Hinterlands ab, während das Haus mit Feuchteschäden, Ölheizung von 1974 und energetischen Mängeln ein Sanierungsfall ist. Vor einem Gebot sollten eine Bauvoranfrage für das Hinterland, die Folgen von Hochwasserrisikogebiet, Kampfmittelverdacht und Bodendenkmal, die Kosten für Asbestentsorgung und Sanierung sowie die Zusammensetzung des geringsten Gebots in der Teilungsversteigerung geklärt werden; das Gericht kann auch getrennte Ausgebote der drei Flurstücke zulassen, was im Termin zu erfragen ist.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Zur Versteigerung stehen drei Flurstücke des Grundbuchs von Bimmen Blatt 35 in 47533 Kleve-Bimmen (rund 160 Einwohner, unmittelbar am Rhein an der niederländischen Grenze): das 3.593 m² große Eckgrundstück Heerstraße 61 (Flurstück 428, rund 74 m Straßenfront) mit Wohnhaus, angebautem Stall und freistehendem Hühnerstall mit Garage sowie die Grünlandflächen Flurstück 517 (1.241 m²) und Flurstück 618 (24.212 m²), zusammen 29.046 m². Der Gutachterausschuss stuft die Lage als einfache Wohnlage ein; Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Ärzte liegen 9 bis 10 km entfernt in Kleve. Ein Bebauungsplan besteht nicht; der hintere Teil des Flurstücks 428 (1.858 m² zuzüglich 175 m² Wegefläche) liegt seit Februar 2023 in der Innenbereichssatzung Bimmen und gilt als baureifes Land. Nachrichtlich sind Hochwasserrisikogebiet, Kampfmittelverdacht und ein vermutetes Bodendenkmal vermerkt. Das Grundstück ist erschlossen und beitragsfrei; Baulasten, Altlasteneinträge und Denkmalschutz bestehen nicht. Das 1961 fertiggestellte, nicht unterkellerte Wohnhaus in Massivbauweise besteht aus einem zweigeschossigen Teil zur Gartenseite und einem eingeschossigen Teil mit teilausgebautem Dachgeschoss zur Straße; die Wohnfläche beträgt nach den Bauzeichnungen 146,85 m² (Erdgeschoss 78,92 m², Ober- und Dachgeschoss 67,93 m² mit vier Schlafzimmern). Der angebaute ehemalige Stall (336,12 m² Bruttogrundfläche) nimmt WC, Hauswirtschaftsraum und Heizung auf. Erneuert wurden nur Fenster (um 1980), Haustür (2008) und Duschbad (2010); im Obergeschoss fehlt ein Bad. Die Ölheizung von 1974 ist veraltet, die Elektroinstallation nicht saniert, Außenwände und Dach sind ungedämmt, ein Energieausweis lag nicht vor. Nach langem Leerstand bestehen Feuchteschäden, sich lösender Putz und Schimmel im Dachgeschoss; das Hühnerstalldach ist asbestbelastet. Der Ausschuss bewertet den Zustand als einfach und setzt eine Restnutzungsdauer von 17 Jahren an. Das Objekt ist weder vermietet noch verpachtet und steht seit mehr als sechs Jahren leer. Es handelt sich um eine Teilungsversteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft; der Versteigerungsvermerk wurde am 08.05.2025 eingetragen. Auf dem Flurstück 517 lasten drei Grunddienstbarkeiten (Geh-, Fahr- und Viehtriebrecht) zugunsten benachbarter Flurstücke, laut Ausschuss nicht wertrelevant, in der Teilungsversteigerung aber voraussichtlich fortbestehend. Ein Besichtigungstermin ist nicht genannt; Sicherheitsleistung laut Merkblatt 10 % des Verkehrswerts. Der Verkehrswert wurde im Sachwertverfahren ermittelt: Bodenwert 202.800 € für das bebaute Vorderland (1.560 m² zu 130 €/m²) und 243.960 € für das Hinterland (2.033 m² zu 120 €/m²), Grünland 8.687 € und 169.484 € (7 €/m²). Die Gebäude haben nach Alterswertminderung einen Zeitwert von nur 111.177 €. Mit Sachwertfaktor 1,04, Anpassungsfaktor 0,98 und 32.000 € Abschlag für Überalterung und Schäden ergeben sich 304.000 € für das Hausgrundstück, für das Hinterland nach Abzug von 56.000 € Erschließungs- und Freilegungskosten 187.960 €; die Summe von 670.131 € hat das Gericht festgesetzt, das Gutachten rundet auf 670.000 €. Rund 93 % des Wertes entfallen auf Grund und Boden; das Objekt ist ein Grundstücks- und Sanierungsfall für Erwerber, die das Bauland entwickeln oder das Haus umfassend instand setzen wollen.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Innen + außen
Laut Wertgutachten handelt es sich um ein freistehendes Einfamilienhaus mit angebautem Stall und Wirtschaftsgebäude (Flurstück 428). Das im Jahr 1961 erbaute Haus steht seit mehreren Jahren leer, es besteht ein Instandhaltungsstau. Die Grundstücksfläche ist im hinteren Bereich als Bauland ausgewiesen (Innenbereichssatzung). Bei den Flurstücken 517 und 618 handelt es sich um Landwirtschaftsflächen.
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0027 K 0003/2025
Termin
- Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft
- 06.11.2026 · 13:30 Uhr
!
Objekt
- Einfamilienhaus
- Leerstehend
- Innen + außen
- 1961
Flächen & Wert
- 670.131 €
- 146,85 m²
- 29.046 m²
- 29.046 m²
- 130 €/m²
- 3.775.980 €29.046 m² × 130 €/m² · MEA 100 %
Lage
Karte- Heerstraße
- 61
- 47533
- Kleve
- Bimmen
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Markt-Einordnung
Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand)Dieses Objekt
| Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|
| 2.217 €/m² | |
| Spanne | 1.675 – 2.596 €/m² mittlere Hälfte |
| Dieses Objekt | +106 % über dem Median |
| Quelle | eigene Auswertung gerichtlicher Verkehrswertgutachten (nur Verteilungen, keine Einzelobjekte) |
| Stand | letzte 12 Monate |
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
2.217 €/m²
| Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|
| Gilt für | Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand) im Kreisgebiet |
| Grundlage | 16 Objekte einschließlich dieses Objekts; der Zustand liegt für 10 der 16 vor |
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
Dieses Objekt gegen die Vergleichsgruppe
- Baujahr
- Zustand
- Wohnfläche
Zustandsskala 1–7
Alle 16 Vergleichsobjekte anzeigenEin-/Zweifamilienhäuser (Bestand), nach Preis je m² sortiert
| Lage | Objektart | Baujahr | Fläche | Zustand | Verkehrswertgerichtlich festgesetzt | je m² | Termin | EntfernungLuftlinie | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gartenstraße, Goch | Doppelhaushälfte | — | 177 m² | unbewertet | 169.000 € | 956 € | 03.07.2026 | unbekannt | |
| Eyller Str., Nieukerk | Einfamilienhaus | — | 131 m² | unbewertet | 174.000 € | 1.328 € | 16.06.2026 | unbekannt | |
| Bergstraße, Schaephuysen | Garage, Einfamilienhaus | 1966 | 146 m² | sanierungsbedürftig | 220.000 € | 1.507 € | 20.10.2026 | unbekannt | |
| Dr. Rademacherstraße, Goch | Reihenhaus | 1929 | 140 m² | durchschnittlich | 231.500 € | 1.654 € | 09.10.2026 | 20,0 km | |
| Blücherstraße, Emmerich am Rhein | Reihenmittelhaus | — | 105 m² | unbewertet | 176.600 € | 1.682 € | 06.05.2026 | unbekannt | |
| Reiherweg, Goch | Zweifamilienhaus, nebst PKW Doppelgarage, Reihengaragengrundstück | 1982 | 161 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 316.000 € | 1.959 € | 07.10.2026 | 20,0 km | |
| Moyländer Allee, Till-Moyland | Einfamilienhaus | 1933 | 190 m² | stark sanierungsbedürftig | 387.800 € | 2.041 € | 23.09.2026 | 16,0 km | |
| Lindenstraße, Schaephuysen | Einfamilienwohnhaus mit Garage | 1971 | 174 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 360.000 € | 2.069 € | 01.12.2026 | unbekannt | |
| Venloer Str., Straelen | Einfamilienhaus | — | 107 m² | unbewertet | 253.000 € | 2.364 € | 16.06.2026 | unbekannt | |
| An de Koul, Aldekerk | Garage, Einfamilienhaus | 1965 | 91 m² | durchschnittlich | 216.900 € | 2.384 € | 27.10.2026 | unbekannt | |
| Weezer Straße, Kevelaer | Einfamilienhaus | — | 181 m² | unbewertet | 439.000 € | 2.425 € | 05.05.2026 | unbekannt | |
| Grüner Weg, Kevelaer | Einfamilienhaus | — | 134 m² | unbewertet | 340.000 € | 2.537 € | 19.05.2026 | unbekannt | |
| Van-den-Bosch-Straße, Goch | Einfamilienhaus | 2010 | 188 m² | durchschnittlich | 521.200 € | 2.770 € | 02.10.2026 | 20,0 km | |
| Fichtenstraße, Pfalzdorf | Garage, Einfamilienhaus | 1993 | 119 m² | sanierungsbedürftig | 356.500 € | 2.999 € | 18.11.2026 | 18,0 km | |
| Hevellingstraße, Pfalzdorf | Einfamilienhaus | 1973 | 141 m² | durchschnittlich | 438.200 € | 3.111 € | 06.11.2026 | 17,0 km | |
| Niersaue, Wachtendonk | Garage, Einfamilienhaus | 2016 | 145 m² | durchschnittlich | 500.000 € | 3.448 € | 08.09.2026 | unbekannt |
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 130 €/m²
- 29.046 m²
- 3.775.980 €
- 670.131 €
- 0,18
- -3.105.849 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Teilungsversteigerung
Ein Miteigentümer betreibt die Versteigerung, um die Gemeinschaft aufzuheben, oft eine Erbengemeinschaft oder ein getrenntes Paar. Eingetragene Rechte wie Grundschulden bleiben dabei häufig bestehen und gehen auf den Ersteher über; sie kommen zum Gebot hinzu. Grundbuch und Bekanntmachung vorher prüfen.
Teilungsversteigerung erklärt