KI-Dossier
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Zusammenfassung
Versteigert wird ein traditionsreiches, überwiegend gewerblich und wohnwirtschaftlich genutztes Anwesen in Thyrnau-Löwmühle unmittelbar an der Bundesstraße B 388 nahe Passau. Das Bewertungsobjekt umfasst ein Gaststätten- und Wohngebäude auf zwei zusammenhängenden Flurstücken mit einer Gesamtgrundstücksfläche von 2.127 m², wovon Flurstück 2367 als Parkplatz dient. Die Gesamtnutz- und Wohnfläche beträgt 608,4 m², aufgeteilt auf 247,2 m² Gastronomiefläche im Erdgeschoss sowie drei Wohneinheiten im Ober- und Dachgeschoss mit insgesamt 361,2 m². Der festgesetzte Gesamtverkehrswert beläuft sich auf 290.000,00 € und wurde vollständig aus dem Ertragswert abgeleitet. Die Wohnungen sind im aktuellen Zustand unbewohnbar und nicht vermietbar, zudem besteht ein massiver Sanierungs- und Instandsetzungsstau infolge eines Brandschadens aus dem Jahr 2013.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Das Objekt kommt vorrangig für handwerklich versierte Investoren, Bauträger oder Gastronomiebetreiber in Betracht, die über ausreichend Liquidität und Erfahrung im Umgang mit Brandschaden- und Altbausanierungen verfügen. Das erhebliche Sanierungsrisiko von über 194.000,00 € an bezifferten Schäden, der unfertige Wiederaufbau seit 2013 sowie die Hochwasser- und Lärmlage erfordern zwingend eine vorherige Einsichtnahme in das nicht veröffentlichte Bauschadengutachten beim Vollstreckungsgericht. Eine wirtschaftlich tragfähige Nachnutzung setzt eine vollständige Ertüchtigung der drei Wohneinheiten sowie eine Klärung der dinglich ungesicherten Zufahrt voraus.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Das Versteigerungsobjekt Löwmühle 1 in 94136 Thyrnau besteht aus den beiden Grundstücken Flurnummer 2367/2 (1.422 m²) und Flurnummer 2367 (705 m²) der Gemarkung Kellberg mit einer Gesamtgrundstücksfläche von 2.127 m². Die Liegenschaft befindet sich im Außenbereich gemäß § 35 BauGB am östlichen Stadtrand von Passau, direkt an der Verzweigung der Bundesstraße B 388 und der Staatsstraße St 2132 nahe der Donau. Während das Flurstück 2367 als befestigter Außenparkplatz genutzt wird, ist das Flurstück 2367/2 mit einem teilunterkellerten, zweigeschossigen Gaststätten- und Wohngebäude samt ausgebautem Dachgeschoss bebaut. Flurstück 2367 und westliche Teilflächen von Flurstück 2367/2 liegen im festgesetzten HQ100-Überschwemmungsgebiet der Donau; der Baukörper selbst befindet sich knapp außerhalb dieser Zone. Das Gebäude gliedert sich in eine Erdgeschoss-Gaststätte mit rund 247,2 m² Nutzfläche nebst Betreiberwohnung sowie drei Wohneinheiten im Ober- und Dachgeschoss mit insgesamt 361,2 m² Wohnfläche (Gesamtfläche 608,4 m²; Bruttogrundfläche ca. 963 m²). Während die Gaststätte aktuell von der Schuldnerin im Teilzeitbetrieb geführt wird und einen funktionstüchtigen Standard aufweist, befinden sich die Wohnungen nach einem Brand im Jahr 2013 und nachfolgend eingestellten Wiederaufbauarbeiten in einem baustellenartigen, unbewohnbaren und unvermietbaren Zustand. Massive Feuchte- und Putzschäden prägen die Kellerräume. Beheizt wird das Gebäude lediglich über Einzelöfen, Elektroradiatoren sowie einen Kachelofen im Gastraum, eine zentrale Heizungsanlage existiert nicht. Die rechtlichen Rahmenbedingungen beinhalten spezifische Erschließungsmängel: Die reguläre Zufahrt von der Staatsstraße St 2132 verläuft über das fremde Nachbargrundstück 2368 und ist dinglich nicht gesichert. Die direkte Anbindung an die B 388 erlaubt verkehrstechnisch nur Rechtsabbiegebewegungen. Die Abwasserentsorgung ist über eine gemeinschaftliche Dreikammergrube geregelt. Der Sachverständige hat im Ertragswertverfahren besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale in Höhe von insgesamt 204.000,00 € in Abzug gebracht, darunter 168.000,00 € für die Wiederherstellung der Wohnungen und Fassade, 26.000,00 € für Kellerinstandsetzungen sowie jeweils 5.000,00 € für die dingliche Zufahrtssicherung und die Außenanlagen. Der festgesetzte Gesamtverkehrswert von 290.000,00 € entspricht exakt dem gerundeten Ertragswert. Ein Erwerb birgt erhebliche bauliche und finanzielle Risiken, bietet bei erfolgreicher Sanierung jedoch beträchtliche Raumreserven und Ertragspotenziale an einer hochfrequentierten Verkehrslage. Interessenten sollten vor Abgabe eines Gebots unbedingt die gerichtliche Akteneinsicht in das gesonderte Bauschadengutachten wahrnehmen.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Vermietet
- Unklar
Objektbeschreibung/Lage (lt Angabe d. Sachverständigen): älteres, unsaniertes Gaststätten- und Wohngebäude mit gutem Wohn- bzw Nutzflächenangebot am östlichen Stadtrand von Passau ca. 3,1 km südwestlich des Ortskerns von Thyrnau, Lage im Außenbereich direkt an der B 388 nördlich der Donau, in guter Verkehrsinfrastruktur; Wasseranschluss an die öffentliche Versorgung verhanden, ebenso Elektrizitäts- und Breitbandanschluss; Abwasserentsorgung über eine Dreikammergrube; laut Flächennutzungsplan: Streubebauung im Außenbereich, bauplanungsrechtliche Genehmigungen richten sich daher nach § 35 BauGB, kein Bebauungsplan; das Flurstück 2367/2 ist als geschlossene Grenzbebauung gegenüber den nördlichen Nachbarn bebaut mit einem Gaststätten- und Wohngebäude mit Teilunterkellerung, Erd-, Ober- und ausgebautem Dachgeschoss, sowie einem Nebengebäude (ehemaliger Hühnerstall - ohne Wertansatz) östlich des Anwesens und einem Gartengerätehaus in der der Südwestecke des Grundstücks; das Flurstück 2367 ist unbebaut und wird derzeit als Parkplatz genutzt; im Erdgeschoss wird derzeit von der Eigentümerin die Gaststätte "Schnitzelwirt" betrieben, die beiden Wohnungen im Obergeschoss und die Wohnung im Dachgeschoss sind derzeit nicht bewohnbar und nicht zu vermieten; ursprüngliches Baujahr: unbekannt, 1963: Erweiterung der Gasträume durch einen Anbau, 1991: Überdachung der Terrasse, 2013: Brand, danach Beginn von Bauarbeiten, Zustand unverändert bis dato; Heizung über Einzelöfen und Elektroradiatoren sowie einem gemauerten Ofen in der Gaststätte, Warmwasser über Elektroboiler, Bruttogrundfläche gesamt ca. 963 qm, Nutz- und Wohnfläche gesamt ca. 608 qm; die Betriebseinrichtung wird als Zubehör mit 5.000 € bewertet, wird jedoch aufgrund der Ertragswertberechnung nicht gesondert ausgewiesen; Anschrift: Löwmühle 1, 94136 Thyrnau
Belegung
vermietet
Ein vermietetes Objekt kann für Kapitalanleger passen, ist für Eigennutzung aber deutlich sensibler. Miete, Vertrag und Kündigungslage bestimmen den realen Wert.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Markt-Einordnung
Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand)Dieses Objekt
| Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|
| 1.489 €/m² | |
| Spanne | 764 – 2.144 €/m² mittlere Hälfte |
| Dieses Objekt | -46 % unter dem Median¹ |
| Quelle | eigene Auswertung gerichtlicher Verkehrswertgutachten (nur Verteilungen, keine Einzelobjekte) |
| Stand | letzte 12 Monate |
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
1.489 €/m²
| Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|
| Gilt für | Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand) im Kreisgebiet |
| Grundlage | 8 Objekte einschließlich dieses Objekts; der Zustand liegt für 7 der 8 vor |
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
Dieses Objekt gegen die Vergleichsgruppe
- Zustand
- Wohnfläche
Zustandsskala 1–7
7 von 8 Vergleichsobjekten anzeigenEin-/Zweifamilienhäuser (Bestand), nach Preis je m² sortiert; gleichmäßig über die Preisspanne ausgewählt
| Lage | Objektart | Baujahr | Fläche | Zustand | Verkehrswertgerichtlich festgesetzt | je m² | Termin | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Thal, Weng / Thal | Einfamilienhaus, unbebautes Grundstück | — | 210 m² | stark sanierungsbedürftig | 61.000 € | 290 € | 07.10.2026 | |
| Frauengasse, Ruhstorf a.d. Rott | Einfamilienhaus | — | 74 m² | unbewertet | 48.000 € | 648 € | 05.06.2026 | |
| Alter Fuhrweg, Nammering | Einfamilienhaus | 1978 | 332 m² | durchschnittlich | 416.000 € | 1.254 € | 09.09.2026 | |
| Erlenweg, Kirchberg vorm Wald | Einfamilienhaus | 1978 | 145 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 250.000 € | 1.724 € | 19.06.2026 | |
| Wiflinger Straße, Aldersbach | Einfamilienhaus | 1979 | 116 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 245.000 € | 2.112 € | 16.10.2026 | |
| Plinganserstraße, Pocking | Doppelhaushälfte | 1952 | 134 m² | durchschnittlich | 300.000 € | 2.239 € | 23.09.2026 | |
| Parzham, Parzham | Einfamilienhaus | 1974 | 267 m² | sanierungsbedürftig | 2.480.000 € | 9.295 € | 18.09.2026 |
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 42 €/m²
- 2.127 m²
- 89.334 €
- 290.000 €
- 3,25
- 200.666 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende Rechte