ZwangsversteigerungNebenraum in Gelsenkirchen, Nordrhein-Westfalen
Versteigerungstermin
in 124 TagenMi., 10.02.2027 · 13:00 Uhr
Verkehrswert
2.000 €
Nutzfläche
46,04 m²
Grundstücksanteil
≈ 32,76 m²
Baujahr
1958
KI-Dossier
!
Zusammenfassung
Gegenstand des Verfahrens ist ein 748/10.000 Miteigentumsanteil verbunden mit dem Sondereigentum an einem nicht ausgebauten Dachboden (Spitzbodenraum Nr. 10) in einem dreigeschossigen Wohn- und Geschäftshaus in Gelsenkirchen-Schalke. Die Nutzfläche beträgt rund 46 m², das Ursprungsbaujahr des Gebäudes ist 1958. Der festgesetzte Verkehrswert beläuft sich auf 2.000 €. Dem Gutachter wurde keine reguläre Innenbesichtigung des Sondereigentums ermöglicht. Das Gemeinschaftseigentum weist gravierende Bauschäden, Instandhaltungsstau, starke Vermüllung und Rattenbefall auf, während wirtschaftliche Daten zur WEG gänzlich fehlen.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Das Objekt richtet sich primär an spekulative Investoren oder Eigentümer innerhalb der bestehenden Hausgemeinschaft, die eine ergänzende Lagerfläche suchen. Bei einem Verkehrswert von 2.000 € ist das finanzielle Erstehungsrisiko absolut betrachtet überschaubar, birgt jedoch erhebliche Folgekostenrisiken über die WEG. Eine eigenständige wirtschaftliche Nutzung oder Drittvermietung ist ohne Baugenehmigung und Ausbau kaum realisierbar. Bietern wird vor Gebotsabgabe eine sorgfältige Einsicht in die Gerichtsakte sowie die Prüfung möglicher Hausgeldrückstände dringend empfohlen.
Chancen
Sehr geringes Einstiegsvolumen mit einem amtlichen Verkehrswert von nur 2.000 €.
Nutzungspotenzial als Lager- oder Abstellfläche für Bewohner des Hauses, insbesondere bei Dachgeschossbezug.
Umfangreiche Sondernutzungsrechte laut Teilungserklärung, unter anderem zur Inanspruchnahme des Hofraums.
Risiken
Keine reguläre Innenbesichtigung des Sondereigentums möglich, weshalb der genaue Erhaltungszustand unbekannt bleibt.
Erheblicher Sanierungsstau und Bauschäden am Gemeinschaftseigentum mit grob geschätzten Kosten von 25.000 €.
Starke Vermüllung im Keller, Treppenhaus und Gartenbereich sowie wahrnehmbarer Rattenbefall.
Ausführliches Dossier
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um das Teileigentum Nr. 10 des Aufteilungsplans, bestehend aus einem nicht ausgebauten Dachboden im Spitzboden eines zweiseitig angebauten Wohn- und Geschäftshauses an der Gewerkenstraße 5 in 45881 Gelsenkirchen-Schalke. Das Ursprungsgebäude mit acht Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten wurde 1958 errichtet. Das Gesamtgrundstück misst 438 m², woran ein Miteigentumsanteil von 748/10.000 besteht. Die neu berechnete Nutzfläche des Spitzbodenraums beträgt 46,04 m². Die Lage im Stadtbezirk Gelsenkirchen-Mitte wird als einfache bis mittlere Wohn- und Geschäftslage eingestuft. Ein Discounter liegt direkt gegenüber, und Haltestellen des Nahverkehrs sind fußläufig erreichbar. Der bauliche Zustand des Gesamtobjekts ist stark unterdurchschnittlich und von schwerem Instandhaltungsrückstau geprägt. Dem Gutachter wurde der Zutritt zum Sondereigentum verweigert; es erfolgte lediglich eine flüchtige Einsichtnahme durch die unverschlossene Zugangstür. Der Dachboden besitzt keine natürliche Belichtung, keine Heizung, keinen Wasseranschluss und ist nur über eine schmale Holztreppe vom Dachgeschoss erreichbar. Am Gemeinschaftseigentum wurden gravierende Mängel dokumentiert: Putzabplatzungen an der Fassade, beschädigte Fenster und Hauseingangstüren mit zerschlagenen Scheiben, veraltete Elektrik ohne FI-Schutz sowie eine erhebliche Vermüllung der Keller- und Außenbereiche mit deutlichem Rattenkotgeruch. In rechtlicher Hinsicht bestehen Sondernutzungsrechte an Kaminen und Hofraumflächen. Im Grundbuch ist in Abteilung II ein Verfügungsverbot aufgrund des Insolvenzverfahrens der Eigentümerin eingetragen. Zudem ist eine Verwalterzustimmung für Veräußerungen vorgesehen, die jedoch im Zwangsversteigerungsverfahren nicht greift. Das Grundstück ist im Altablagerungskataster wegen Anschüttungen vermerkt. Wesentliche Risiken erwachsen aus der unklaren wirtschaftlichen Situation der Eigentümergemeinschaft: Es liegen weder Abrechnungen noch Nachweise über gebildete Rücklagen vor, weshalb künftige Sonderumlagen voll auf den Ersteher durchschlagen können. Im Ergebnis ermittelte der Sachverständige nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung von Risikoabschlägen für Leerstand, die fehlende Besichtigung und WEG-Risiken einen Verkehrswert von 2.000 €. Aufgrund der nicht vorhandenen Wohnnutzbarkeit und der desolaten Gesamtsituation des Hauses kommt der Erwerb vor allem für Bestandsinhaber im Haus oder sehr risikobereite Kapitalanleger in Betracht.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Leerstehend
- Keine Besichtigung möglich
Laut Wertgutachten handelt es sich bei dem Teileigentumsrecht (Nr. 10 des Aufteilungsplans) um einen nicht ausgebauten Dachboden im Spitzboden eines zweiseitig angebauten Wohn- und Geschäftshauses (8 WE, 2 TE) -zugänglich über eine Holztreppe unmittelbar vom Treppenhaus-Podest im Dachgeschoss-, Ursprungsbaujahr (gem. Bauakte) 1958 / (fiktives) Baujahr 1965, 46 m² Nutzfläche, zum Wertermittlungsstichtag (= 22.07.2025) vermutlich ungenutzt. Eine Innenbesichtigung wurde dem Sachverständigen nicht ermöglicht. Die Einsichtnahme des Gutachtens nebst allen Anlagen wird angeraten.
Belegung
leerstehend
Leerstand ist grundsätzlich der einfachste Fall für Selbstnutzer und Sanierer. Belastbar ist er erst, wenn Aktualität, Zugang, Schlüssel und Innenzustand verifiziert sind.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0005 K 0128/ 2024
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- 10.02.2027 · 13:00 Uhr
!
Objekt
- Nebenraum
- Leerstehend
- Keine Besichtigung möglich
- 1958
Flächen & Wert
- 2.000 €
- 46,04 m²
- 748/10.000
- 32,76 m²
- 200 €/m²
- 6.552 €32,76 m² × 200 €/m² · MEA 7,48 %
Lage
Karte- Gewerkenstr.
- 5
- 45881
- Gelsenkirchen
- Schalke
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
WEG
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 200 €/m²
- 32,76 m²
- 6.552 €
- 2.000 €
- 0,31
- -4.552 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. BRW-Verhältnis = VW je m² ÷ BRW.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Ausführliches Zukunftsprofil der RegionUnterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende RechteZu diesem Verfahren ist bereits ein früherer Termin belegt
Am 23. September 2026 stand dasselbe Objekt schon einmal zur Versteigerung. Ob die Wertgrenzen der §§ 74a/85a ZVG dadurch weggefallen sind, hängt davon ab, warum jener Termin ohne Zuschlag endete: Scheiterte er an den Grenzen, gelten sie im kommenden Termin nicht mehr — wurde er nur verlegt, gelten sie weiter.