ZwangsversteigerungZweifamilienhaus in Schwalmstadt, Hessen
Versteigerungstermin
in 101 TagenMo., 15.02.2027 · 10:45 Uhr
Verkehrswert
175.000 €
Wohnfläche
240 m²
Grundstück
361 m²
Baujahr
1600
KI-Dossier
!
Zusammenfassung
Versteigert wird ein denkmalgeschütztes, dreigeschossiges Fachwerkhaus (wahrscheinlich Zweifamilienhaus, Baujahr um 1600) in der Altstadt von Schwalmstadt-Treysa auf zwei Flurstücken mit zusammen 361 m². Der Verkehrswert beträgt 175.000 € (Sachwertverfahren, Stichtag 13.02.2026). Das Gutachten entstand ohne Innenbesichtigung; die Wohnfläche von rd. 240 m² ist überschlägig aus Außenmaßen ermittelt. Der Gutachter setzt besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale von ca. 85.000 € an. Der Termin ist am 15.02.2027, 10:45 Uhr beim Amtsgericht Schwalmstadt; die Wertgrenzen nach § 74a und § 85a ZVG entfallen.
Biet-Score
Sehr riskant
Fazit der KI
Das Objekt kommt eher für erfahrene Investoren oder Selbstnutzer mit Erfahrung im Fachwerk- und Denkmalbereich in Frage, sofern sie Sanierungskosten und Genehmigungsaufwand einkalkulieren. Die schwersten Risiken sind der unbekannte Innenzustand ohne Innenbesichtigung, die sichtbaren Fachwerkschäden und die denkmalschutzbedingten Auflagen. Chancen liegen in der Altstadtlage und im Verkehrswert von 175.000 €, der bereits ca. 85.000 € Sanierungsabzug enthält. Vor einem Gebot sollten Zustand, Besitz- und Nutzungsverhältnisse sowie Kosten geklärt werden.
Chancen
Risiken
Ausführliches Dossier
Bei dem Objekt Am Angel 9 im Ortsteil Treysa von 34613 Schwalmstadt handelt es sich laut Gutachten um ein dreigeschossiges, denkmalgeschütztes Wohnhaus (wahrscheinlich Zweifamilienhaus) in Fachwerkbauweise, das laut Denkmaltopographie um 1600 errichtet wurde. Es steht im alten Stadtkern auf zwei Flurstücken (99 mit 330 m² und 100/1 mit 31 m², zusammen 361 m²). Die Lage wird vom Gutachter als gemischte Baufläche ohne Beeinträchtigungen beschrieben; die Verkehrsanbindung gilt als gut (Bahn, Bus, B 454, A 49). Die Wohnfläche wird überschlägig mit rd. 240 m² angegeben (Gutachten S. 9). Das Gutachten wurde ohne Innenbesichtigung erstellt; alle Aussagen zum Inneren sind Annahmen. Außen zeigen sich Schäden an der Fachwerkkonstruktion, ein sanierungsbedürftiger Fassadenanstrich und teils einfach verglaste Holzfenster. Das Dach (Tonziegel) wird als in gutem Zustand beschrieben, die Gasbrennwerttherme stammt laut Schornsteinfeger von 2010. Ein Energieausweis liegt nicht vor. Die Außenanlagen sind einfach bis mittel ausgestattet (Schuppen, Gartenhaus, Terrasse). Das Objekt ist Kulturdenkmal und Teil einer denkmalgeschützten Gesamtanlage; alle baulichen Maßnahmen bedürfen der denkmalrechtlichen Genehmigung. Auf Flurstück 100/1 ist eine Abstandsflächenbaulast eingetragen, die der Gutachter als nicht wertrelevant ansieht. Abteilung II enthält nur die Versteigerungsvermerke. Ein bestehen bleibendes Recht wird nicht genannt. Der Gutachter ermittelt den Verkehrswert im Sachwertverfahren mit 175.000 € zum Stichtag 13.02.2026; darin sind ein Marktabschlag von 28.981,44 € und objektspezifische Wertminderungen von ca. 85.000 € berücksichtigt. Der Bodenwert beträgt 32.500 €. Der Versteigerungstermin ist am 15.02.2027, 10:45 Uhr, Amtsgericht Schwalmstadt, Raum 108. Da in einem früheren Termin der Zuschlag nach § 74a oder § 85a ZVG versagt wurde, können Gebote unter der Hälfte des Verkehrswerts zugeschlagen werden. Das Objekt kommt eher für Bieter in Frage, die Erfahrung mit Fachwerk- und Denkmalsanierung haben und den unbekannten Innenzustand sowie Kosten für Sanierung und Genehmigungen einplanen. Die Altstadtlage und der bereits um erhebliche Sanierungskosten geminderte Verkehrswert sind Chancen; dem stehen fehlende Innenbesichtigung, Fachwerkschäden, Denkmalauflagen und unklare Besitzverhältnisse gegenüber. Vor einem Gebot sollten Zustand und Besitzverhältnisse geprüft werden.
Objekt
Zustand und Nutzung
- Vermutlich bewohnt
- Nur außen
Denkmalgeschütztes Wohnhaus (wahrscheinlich Zweifamilienhaus)
Belegung
vermutlich bewohnt
Die Datenlage zeigt ein Belegungssignal, aber keine gesicherte Besitzlage. Das ist ein Warnsignal, keine belastbare Tatsache.
Vor dem Gebot prüfen
Wertanpassungen
Alle Angaben
Identifikation
- 0032 K 0018/2025
Termin
- Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
- 15.02.2027 · 10:45 Uhr
!
Objekt
- Zweifamilienhaus
- Vermutlich bewohnt
- Nur außen
- 1600
Flächen & Wert
- 175.000 €
- 240 m²
- 361 m²
- 361 m²
- 90 €/m²
- 32.490 €361 m² × 90 €/m² · MEA 100 %
Lage
Karte- Am Angel
- 9
- 34613
- Schwalmstadt
- Treysa
Weitere Angaben aus dem Gutachten
Bewertung
Rechte
Ertrag
Zustand
Kosten
Erwerbsnebenkosten und Liquidität
Investment Case
Steuerliche Abschreibung (AfA)
Markt
Markt-Einordnung
Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand)Dieses Objekt
| Üblicher Marktpreis · Schwalmstadt, Konfirmationsstadt | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| 1.696 €/m² | 822 €/m² | |
| Spanne | 1.644 – 1.957 €/m² | 578 – 1.231 €/m² mittlere Hälfte |
| Dieses Objekt | -57 % unter dem typischen Wert | -11 % unter dem Median¹ |
| Quelle | Zentrale Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (Gutachterausschuss) | eigene Auswertung gerichtlicher Verkehrswertgutachten (nur Verteilungen, keine Einzelobjekte) |
| Stand | 2026 | letzte 12 Monate |
Üblicher Marktpreis · Schwalmstadt, Konfirmationsstadt
1.696 €/m²
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
822 €/m²
| Üblicher Marktpreis · Schwalmstadt, Konfirmationsstadt | Vergleichbare Zwangsversteigerungen | |
|---|---|---|
| Gilt für | Ein-/Zweifamilienhäuser | Ein-/Zweifamilienhäuser (Bestand) im Kreisgebiet |
| Grundlage | Freihändige Verkäufe im gesamten Stadtgebiet, ohne Unterscheidung nach Stadtteil oder Zustand | 8 Objekte einschließlich dieses Objekts |
Üblicher Marktpreis · Schwalmstadt, Konfirmationsstadt
Vergleichbare Zwangsversteigerungen
Dieses Objekt gegen die Vergleichsgruppe
- Baujahr
- Zustand
- Wohnfläche
Zustandsskala 1–7
7 von 8 Vergleichsobjekten anzeigenEin-/Zweifamilienhäuser (Bestand), nach Preis je m² sortiert; gleichmäßig über die Preisspanne ausgewählt
| Lage | Objektart | Baujahr | Fläche | Zustand | Verkehrswertgerichtlich festgesetzt | je m² | Termin | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Am Reifenberg, Schorbach | Einfamilienhaus | 1900 | 148 m² | stark sanierungsbedürftig | 42.000 € | 284 € | 31.08.2026 | |
| Fuldablick, Röhrenfurth | Einfamilienhaus | 1930 | 135 m² | sanierungsbedürftig | 42.000 € | 311 € | 19.01.2027 | |
| Binsförther Straße, Neumorschen | Einfamilienhaus | 1900 | 237 m² | sanierungsbedürftig | 158.000 € | 667 € | 10.11.2026 | |
| Hauptstraße, Niedenstein | Einfamilienhaus | 1911 | 199 m² | sanierungsbedürftig | 182.000 € | 915 € | 01.09.2026 | |
| Heerstraße, Uttershausen | Einfamilienhaus | 1946 | 142 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 170.000 € | 1.197 € | 19.01.2027 | |
| Udenbörner Straße, Großenenglis | Zweifamilienhaus | 1966 | 197 m² | sanierungsbedürftig | 262.000 € | 1.331 € | 01.09.2026 | |
| Am Kriesrain, Holzhausen a. Hahn | Einfamilienhaus | 1980 | 166 m² | renovierungsbedürftig / einfach | 288.000 € | 1.735 € | 15.09.2026 |
Bodenrichtwert
Bodenwert im Verhältnis zum Verkehrswert
- 90 €/m²
- 361 m²
- 32.490 €
- 175.000 €
- 5,39
- 142.510 €
Vergleich
Rechenweg
Anteilige Fläche = Gesamtgrundstück × MEA. Bodenwert = Fläche × BRW. Verhältnis zum Bodenrichtwert = Verkehrswert je m² ÷ Bodenrichtwert.
Lage und Umfeld
Standort-Radar
Umgebung & Emissionen
Lärm und Luft
Keine DatenHochwasserrisiko
Noch nicht geprüft
Einzelheiten und Quellen
Hochwasser im Einzelnen
Methodik und Grenzen
Wie sich die Region voraussichtlich entwickelt
Die Einordnung beruht auf 7 Prognosewerten und ist bewusst eine Richtung, keine Punktzahl: Ob eine alternde Bevölkerung für ein Objekt Rückenwind oder Gegenwind bedeutet, hängt davon ab, was daraus werden soll.
Unterlagen
Dokumente & Links
Verfahren
Verfahrensart
Zwangsversteigerung
Ein Gläubiger betreibt die Versteigerung, um eine Forderung durchzusetzen. Rechte, die ihm im Grundbuch im Rang vorgehen, bleiben bestehen und kommen zum Gebot hinzu.
Geringstes Gebot und bestehende RechteZu diesem Verfahren ist bereits ein früherer Termin belegt
Am 2. November 2026 stand dasselbe Objekt schon einmal zur Versteigerung. Ob die Wertgrenzen der §§ 74a/85a ZVG dadurch weggefallen sind, hängt davon ab, warum jener Termin ohne Zuschlag endete: Scheiterte er an den Grenzen, gelten sie im kommenden Termin nicht mehr — wurde er nur verlegt, gelten sie weiter.