Interaktives Tool · Grundstücke
Warum ist dieses Grundstück billiger als der Bodenrichtwert?
Ein Grundstück, das unter dem Bodenrichtwert bewertet ist, sieht nach einem Fund aus. Meistens ist es eine Rechnung, die schon aufgemacht wurde: Der Sachverständige hat abgezogen, was der Erwerber zusätzlich aufwenden muss — Abbruch der Reste, fehlende Erschließung, ein Zuschnitt, der nur zur Hälfte bebaubar ist. Dieses Tool zeigt die auffälligsten Fälle aus dem aktuellen Bestand samt Grund und rechnet Ihr eigenes Grundstück durch.
Die fünf Grundstücke mit dem größten Abstand zum Bodenrichtwert
- 4,7×Bodenwert / Verkehrswert
Verkehrswert 585.000 € · rechnerischer Bodenwert 2.739.600 € (13.698 m² × 200 €/m²) · 02.12.2026
Das Gutachten weist keinen bezifferten Abzug aus — der Grund steht dann im Fließtext.
- 4,4×Bodenwert / Verkehrswert
Verkehrswert 589.000 € · rechnerischer Bodenwert 2.581.600 € (3.688 m² × 700 €/m²) · 22.10.2026
Abbruch und FreilegungZuschnitt und LageGrößenabschlag
- 3,3×Bodenwert / Verkehrswert
Verkehrswert 56.000 € · rechnerischer Bodenwert 183.960 € (511 m² × 360 €/m²) · 20.10.2026
Zuschnitt und Lage
- 3,2×Bodenwert / Verkehrswert
Verkehrswert 160.000 € · rechnerischer Bodenwert 519.900 € (8.665 m² × 60 €/m²) · 28.10.2026
Abbruch und Freilegung
- 3,2×Bodenwert / Verkehrswert
Verkehrswert 284.765 € · rechnerischer Bodenwert 919.680 € (15.328 m² × 60 €/m²) · 20.01.2027
Das Gutachten weist keinen bezifferten Abzug aus — der Grund steht dann im Fließtext.
Land- und forstwirtschaftliche Flächen sowie Verkehrsflächen sind ausgeschlossen: Für sie gilt der Bauland-Bodenrichtwert nicht, und sie würden die Liste sonst mit rechnerischen Vielfachen anführen, die keine sind. 4 weitere Fälle mit einem Verhältnis über dem Fünffachen sind ebenfalls ausgeschlossen — dort passt der Richtwert erfahrungsgemäß nicht zur Fläche. Gezeigt wird die Kategorie des Abzugs; Wortlaut und Beträge stehen in den Objektunterlagen.
Eigenes Grundstück prüfen
Ergebnis
Deutlich unter Bodenwert bewertet
2,41×
- Rechnerischer Bodenwert
- 301.000 €
- Abschlag gegenüber Bodenwert
- 176.000 €
- Verkehrswert
- 125.000 €
Wenn der Wert unter dem Bodenrichtwert liegt: woran es liegt
Alle Eingaben bleiben im Browser; es wird nichts gespeichert. Die Rechnung ist eine Überschlagsrechnung: Ein Bodenrichtwert ist ein Zonenmittelwert und bildet weder Zuschnitt noch Erschließungsgrad, Baurecht oder Rechte Dritter am Grundstück ab.
Wie die Rechnung gemeint ist
Der Bodenrichtwert ist ein Zonenmittelwert, kein Preis für Ihr Flurstück. Er unterstellt ein erschlossenes, normal geschnittenes, bebaubares Grundstück. Alles, was davon abweicht, zieht der Sachverständige ab — und genau diese Abzüge machen den Unterschied zwischen Richtwert und Verkehrswert aus.
Ein großer Abstand ist ein Prüfauftrag, kein Kaufsignal. Der häufigste Grund im aktuellen Bestand sind Abbruchkosten: Auf dem „unbebauten" Grundstück steht noch etwas, das weg muss. Diese Kosten fallen zusätzlich zum Gebot an — der niedrige Verkehrswert hat sie bereits vorweggenommen, Ihr Kapitalbedarf nicht.
Acker, Wald und Straßenland gehören nicht in diese Rechnung. Für sie gilt kein Bauland-Richtwert. Rechnerisch entstehen dort die spektakulärsten Verhältnisse — der auffälligste Fall im Bestand war eine unbebaute Verkehrsfläche mit dem 39-Fachen. Bebauen darf sie niemand. Beide Gruppen sind in der Liste ausgeschlossen, und der Rechner warnt, wenn Sie ein solches Objekt per Aktenzeichen laden.
Bei großen Flächen ist Vorsicht geboten. Grundstücke über mehrere tausend Quadratmeter werden je m² regelmäßig unter dem Richtwert bewertet, weil sich die Fläche schlechter verwerten lässt. Das ist ein Bewertungsmechanismus, kein Mangel — und kein Rabatt.