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Die besten Orte in Deutschland

9.896 deutsche Gemeinden, verglichen nach Nahversorgung, Schulwegen, Notfallversorgung, Netzausbau, Arbeitsmarkt und Wohnkosten — alle mit demselben, vollständig gemessenen Satz an Kennzahlen. Fünf Sichten auf dieselben Daten: Jede gewichtet die Kennzahlen anders, und unter jeder Liste steht, welche das sind.

So liest sich das: Unterhaching steht in der Sicht „Beste Orte“ mit 91,0 von 100 Punkten auf Platz 1 von 9.896 — und hat derzeit kein laufendes Zwangsversteigerungsverfahren. Genau dieser Gegensatz zieht sich durch die Seite.

9.896 gewertete Orte, verdichtet auf 397 Kreise. Je dunkler, desto besser der Median des Kreises; je größer, desto mehr gewertete Orte. Die umringten Kreise stellen einen Ort der Liste.

Jeder Punkt sitzt im Mittel der Flächenschwerpunkte der gewerteten Orte seines Kreises, nicht am Kreissitz. Der Median beschreibt das Feld des Kreises, nicht seinen besten Ort.

  • unter 40 Punkte(22)
  • 40–49 Punkte(65)
  • 49–57 Punkte(74)
  • 57–66 Punkte(95)
  • ab 66 Punkte(141)
Kreis Pinneberg · Median 75.2 von 100 · 48 gewertete OrteLandkreis Heilbronn · Median 72.2 von 100 · 46 gewertete OrteLandkreis Esslingen · Median 75.8 von 100 · 43 gewertete OrteLandkreis Regensburg · Median 54.0 von 100 · 41 gewertete OrteLandkreis Ludwigsburg · Median 77.7 von 100 · 39 gewertete OrteLandkreis Dahme-Spreewald · Median 39.9 von 100 · 37 gewertete OrteRems-Murr-Kreis · Median 72.7 von 100 · 30 gewertete OrteLandkreis München · Median 78.2 von 100 · 29 gewertete OrteLandkreis Böblingen · Median 77.2 von 100 · 26 gewertete OrteLandkreis Fürstenfeldbruck · Median 72.5 von 100 · 23 gewertete OrteLandkreis Darmstadt-Dieburg · Median 71.8 von 100 · 23 gewertete OrteLandkreis Dachau · Median 71.6 von 100 · 17 gewertete OrteMain-Taunus-Kreis · Median 80.8 von 100 · 12 gewertete Orte09162 · Median 88.6 von 100 · 1 gewertete Orte09163 · Median 87.3 von 100 · 1 gewertete Orte200 km
GemeindenWohnenKreiseWirtschaft

Die beiden Ebenen beantworten verschiedene Fragen, nicht dieselbe in grob und fein. Gemeindescharf liegen Miete, Leerstand, Beschäftigung und die Fahrzeiten zu Schule, Supermarkt und Klinik vor — das Wohnen. Kreisscharf liegen Wirtschaftsleistung, Einkommen, Arbeitslosenquote, Pendlersaldo und die Prognosen vor — die Wirtschaft.

Deshalb wechseln beim Umschalten auch die Sichten: Auf Gemeindeebene gibt es fünf, auf Kreisebene drei. Was Sichten unterscheidet, wird überwiegend gemeindescharf erhoben; es auf Kreise zu mitteln hieße, allen Gemeinden eines Landkreises denselben Wert zu geben.

Die Punktzahlen beider Ebenen sind nicht ineinander umzurechnen. Ein Kreis mit 60 Punkten ist nicht „schlechter“ als eine Gemeinde mit 85 — es sind zwei Rechnungen.

Gemeindescharfe Kennzahlen: Miete, Leerstand, Beschäftigung und die Fahrzeiten zu Schule, Supermarkt und Klinik.

Zielgruppe

Ortsgröße

Die Breiten sind die echten Anteile: Auf die Klasse Großstadt entfallen 0,8 % aller 9.896 Orte.

Die neutrale Sicht: Nahversorgung, Schulwege, Notfallversorgung, Netz, Arbeitsmarkt und Wohnkosten gleichgewichtig. Die Miete zählt hier als Marktsignal — wo sie hoch ist, wollen viele wohnen.

5 Kennzahlen teilen sich hier das höchste Gewicht — je 5 von 56 Punkten. Diese Sicht bevorzugt keine.

Achtung: Diese Liste führt dorthin, wo am wenigsten versteigert wird.

Orte mit einem Score ab 70 haben in dieser Sicht im Schnitt 0,26 laufende Verfahren je 10.000 Einwohner, Orte unter 40 haben 1,12. Ein Spitzenplatz sagt also etwas über den Ort — nicht über die Chance, dort etwas zu ersteigern. Wo Arbeit, Nahversorgung und Kaufkraft stimmen, wird seltener zwangsversteigert.

Alle 9.896 vollständig gemessenen Orte der Sicht Beste Orte, nach Punktzahl. Die Liste oben zeigt den markierten Rand — ab 86,0 Punkten.
Median 52,90255075100

Datengrundlage: Deutschlandatlas (BBSR) — 12 Kennzahlen, 2021–2024 · Zensus 2022 — 2 Kennzahlen, 2022 · Hochschulkompass (HRK) — 1 Kennzahl, 2026. Laufende Verfahren aus dem eigenen Bestand, tagesaktuell.

Die besten 25 von 9.896 vollständig gemessenen Gemeinden

Die 25 bestbewerteten Orte in der Sicht Beste Orte. Score 0 bis 100 Punkte, Verfahren als Zahl der Zwangsversteigerungen im Bestand.
#OrtEinwohnerLaufendeVerfahrenScorevon 100
1Unterhaching26.611keine91,0
2Ottobrunn22.729keine89,3
3München1.505.0361388,6
4Dachau, GKSt47.461keine88,6
5Kornwestheim, Stadt34.149keine88,1
6Böblingen, Stadt51.204487,9
7Elmshorn, Stadt51.375387,8
8Taufkirchen18.130keine87,5
9Wildau, Stadt10.952keine87,4
10Rosenheim65.808287,3
11Fellbach, Stadt46.659keine87,2
12Germering, GKSt41.155187,1
13Kriftel11.402keine87,0
14Rellingen15.135keine86,8
15Planegg11.043keine86,7
16Bietigheim-Bissingen, Stadt43.354186,6
17Eschborn, Stadt22.478186,4
18Ostfildern, Stadt39.794186,2
19Asperg, Stadt13.695keine86,2
20Neckarsulm, Stadt26.470186,2
21Leutenbach12.036keine86,1
22Neutraubling, St14.351keine86,1
23Griesheim, Stadt29.385keine86,0
24Filderstadt, Stadt46.274keine86,0
25Tamm, Stadt12.245keine86,0
Der bestbewertete Ort jedes Bundeslandes in der Sicht Beste Orte. Dunkler heißt: Der beste Ort dieses Landes erreicht mehr Punkte.

Die Farbe bewertet nicht das Bundesland, sondern nennt seinen besten Ort. Ein Land mit einer starken Gemeinde und sonst schwachen sieht hier aus wie eines, in dem es überall gut ist. Ein Klick führt zur Landesseite mit allen gewerteten Orten.

Was in dieser Sicht zählt

15 Kennzahlen, zusammen 56 Gewichtspunkte. Je höher das Gewicht, desto stärker bewegt die Kennzahl die Rangfolge.

  • Miete je QuadratmeterRegionale Angebots- oder Bestandsmiete je Quadratmeter.5 · hoch ist gut
  • Pkw-Fahrzeit zum SupermarktDurchschnittliche Pkw-Fahrzeit von der Gemeinde zum nächsten Supermarkt oder Discounter.5 · niedrig ist gut
  • BeschäftigtenquoteAnteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.5 · hoch ist gut
  • Pkw-Fahrzeit zum NotfallkrankenhausDurchschnittliche Pkw-Fahrzeit von der Gemeinde zum nächsten Krankenhaus mit Notfallversorgung.5 · niedrig ist gut
  • Leerstandsquote (alle Wohnungen)Anteil leerstehender Wohnungen am gesamten Wohnungsbestand (Zensus 2022) – einschließlich Gebäuden, die dauerhaft unbewohnbar sind oder auf den Abriss warten.5 · niedrig ist gut
  • Steuereinnahmekraft je EinwohnerSteuereinnahmen der Gemeinde je Einwohner im Jahr 2023, gerechnet mit einem bundeseinheitlichen Durchschnittshebesatz statt den tatsächlichen Hebesätzen.4 · hoch ist gut
  • Gigabit-BreitbandversorgungAnteil der Haushalte in der Gemeinde, die mit mindestens 1.000 Mbit/s versorgt werden können.4 · hoch ist gut
  • Pkw-Fahrzeit zur GrundschuleDurchschnittliche Pkw-Fahrzeit von der Gemeinde zur nächsten Grundschule.4 · niedrig ist gut
  • 5G-MobilfunkversorgungAnteil der Gemeindefläche, der mit 5G-Mobilfunk versorgt ist.3 · hoch ist gut
  • Pkw-Fahrzeit zur Sekundarstufe IIDurchschnittliche Pkw-Fahrzeit zur nächsten Schule mit Sekundarstufe II, also mit Weg zum Abitur.3 · niedrig ist gut
  • BreitbandabdeckungAnteil der Haushalte mit Breitbandzugang (≥ 50 Mbit/s laut Deutschlandatlas).3 · hoch ist gut
  • Entfernung zur nächsten HochschuleLuftlinien-Entfernung zur nächsten Hochschule in Kilometern.3 · niedrig ist gut
  • Pkw-Fahrzeit zur Sekundarstufe IDurchschnittliche Pkw-Fahrzeit zur nächsten weiterführenden Schule bis zur 10. Klasse.3 · niedrig ist gut
  • Pkw-Fahrzeit zum Frei- oder NaturbadDurchschnittliche Pkw-Fahrzeit zum nächsten Frei- oder Naturbad.2 · niedrig ist gut
  • Pkw-Fahrzeit zum HallenbadDurchschnittliche Pkw-Fahrzeit zum nächsten Hallenbad.2 · niedrig ist gut

Was diese Listen nicht können

Die besten Orte sind selten die mit dem größten Angebot

Wo Arbeit, Nahversorgung und Kaufkraft stimmen, wird seltener zwangsversteigert. Ein Spitzenplatz sagt deshalb etwas über den Ort, nicht über die Chance, dort etwas zu ersteigern. Wie stark der Gegensatz in der jeweiligen Sicht ausfällt, steht direkt unter ihrer Liste; die Grafik unten vergleicht alle Sichten nebeneinander. Nur Preisbewusst hat an der Spitze so viel Angebot wie am Ende.

Ein niedriger Preis ist Gelegenheit oder Symptom — die Spalte zeigt es nicht

Wer auf den Preis schaut, findet die günstige Gemeinde — und zwangsläufig auch die schrumpfende. In einer Mietspalte sehen beide gleich aus. Der Unterschied liegt darin, ob der Preis niedrig ist, weil hier noch niemand hingesehen hat, oder weil hier niemand mehr bleiben will.

Deshalb steht die Miete in der Sicht Preisbewusst nicht allein. Sie wiegt 16 von 57 Gewichtspunkten; gegen sie rechnen die Leerstandsquote (6), die Beschäftigtenquote (14) und die Steuereinnahmekraft der Gemeinde (3) — zusammen 23 und damit deutlich mehr als der Preis selbst. Ein Ort, dessen Wohnungen leerstehen, dessen Einwohner keine Arbeit finden und dessen Gemeinde nichts einnimmt, kommt über eine niedrige Miete nicht nach oben.

Das betrifft nicht nur Preisjäger. Ein Ort in dieser Abwärtsspirale ist in jeder der fünf Sichten der schlechte Kauf: Wer weder vermieten noch weiterverkaufen kann, hat den Abschlag aus dem Zuschlag ein zweites Mal bezahlt — und dann dauerhaft.

Was diesen Listen dafür fehlt, ist die Bewegung über die Zeit. Wirtschaftsleistung, verfügbares Einkommen und Bevölkerungsprognose gibt es amtlich nur je Kreis, nicht je Gemeinde; Leerstand und Beschäftigung sind hier die einzigen Stellvertreter dafür. Sie sagen, wie ein Ort heute dasteht — nicht, wohin er sich bewegt. Diese Frage beantwortet die Rangliste der Landkreise.

Für Familien fehlen die Kitas

Kinderbetreuungsquoten führt die amtliche Statistik nur je Landkreis, nicht je Gemeinde. Sie hier einzurechnen hieße, allen Gemeinden eines Kreises denselben Wert zu geben — die Rangfolge innerhalb eines Kreises wäre dann erfunden. Die Familiensicht stützt sich deshalb auf das, was gemeindescharf vorliegt: Schulwege zur Grundschule und zu beiden Sekundarstufen, Supermarkt, Notfallklinik, Bäder und die Wohnkosten.

Die internationale Sicht sagt weniger Eigenes als die anderen

Sie stützt sich auf den Ausländeranteil des Zensus 2022 — die einzige Kennzahl zum Thema, die gemeindescharf vorliegt. Zu Sprachangeboten, internationalen Schulen oder englischsprachigen Behördendiensten gibt es keine Daten. Das hat eine messbare Folge: 61 der 100 bestplatzierten Orte stehen auch in der neutralen Liste, die Korrelation beträgt 0,81. Wer umschaltet, sieht also zu weiten Teilen dieselben Orte. Der Grund ist keine Nachlässigkeit, sondern die Sache selbst: Wo viele Menschen aus dem Ausland leben, ist meist auch die Infrastruktur gut — und die bewertet die neutrale Sicht bereits. Deshalb steht der Ausländeranteil in dieser Sicht als eigene Spalte, damit sichtbar ist, woher der Unterschied kommt.

Im Ruhestand: wo Ältere leben, nicht wo es altersgerecht ist

Diese Sicht trägt am schwersten den Anteil der Einwohner ab 65 Jahren — 14 von 53 Gewichtspunkten. Der Gedanke dahinter ist derselbe wie bei der internationalen Sicht: Wo viele Ältere wohnen, folgen Hausärzte, Apotheken und Angebote der Nachfrage, und man ist unter Gleichaltrigen. Was die Sicht nicht misst, ist genau das: Arztdichte, Apotheken, freie Pflegeplätze, Barrierefreiheit und Bustakt liegen je Gemeinde nicht vor. Die Kennzahl ist ein Befund über die Bevölkerung, keine Zusage über die Versorgung.

Ein hoher Seniorenanteil zeigt aber auch Abwanderung an. Deshalb wiegt der Leerstand hier schwer: Er trennt „viele Ältere, Ort lebt“ von „viele Ältere, Ort schrumpft“. Mit halbem Leerstandsgewicht führten Weißwasser und das Erzgebirge die Liste, mit dem jetzigen sind es Eckernförde, Neustadt in Holstein und Bad Eilsen. Der Seniorenanteil ist die einzige tragende Kennzahl der fünf Rechnungen, die der neutralen Sicht entgegenläuft — deshalb ist dies die eigenständigste der Sichten: nur 5 der 100 Bestplatzierten stehen auch in der neutralen Liste, die Rangkorrelation beträgt 0,44. Zur internationalen Sicht sind es 0,27 und ein einziger geteilter Platz. Wer hier umschaltet, sieht wirklich andere Orte.

Kein Nahverkehr auf Gemeindeebene

Fahrzeit ins nächste Zentrum und ÖPNV-Zugang liegen amtlich nur für rund ein Drittel der Gemeinden vor — und zwar sehr ungleich verteilt: für Nordrhein-Westfalen vollständig, für Rheinland-Pfalz zu drei Prozent. Eine Rangliste auf dieser Grundlage wäre keine Rangliste deutscher Gemeinden. Die Kennzahlen sind deshalb aus der Bewertung genommen; auf den einzelnen Ortsseiten stehen sie weiter, wo sie vorliegen.

Eine Ebene höher: die Landkreise

Kreise werden mit einem anderen Satz Kennzahlen gerechnet — Wirtschaftsleistung, verfügbares Einkommen, Arbeitslosenquote und Bevölkerungsprognose, die es gemeindescharf gar nicht gibt. Die Rangliste der Landkreise steht deshalb für sich und ist mit dieser hier nicht verrechenbar.

Studienorte: die einzige Frage je Kreis

Wie studentisch ein Ort ist, wird amtlich nur je Kreis erhoben. Gemeindescharf gibt es davon nur die Entfernung zur nächsten Hochschule — und ein Ranking darauf setzt Dörfer neben Hochschulstädte nach oben statt die Städte selbst. Deshalb steht die Rangliste der Studienorte auf einer eigenen Seite — und führt als einzige Liste des Hubs kreisfreie Städte und Landkreise nebeneinander, weil Heidelberg, Würzburg und Erlangen sonst schlicht fehlten.

Wie der Score gerechnet wird, steht in der Methodik. Die Daten je Stadt finden Sie unter Städte in Zahlen.